Arzneimittelfälschungen
So gehen Sie auf Nummer Sicher
Die Arzneimittel-Versorgung in Deutschland zählt zu den sichersten der Welt. Dennoch: Etwa jedes zehnte Arzneimittel dürfte laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Fälschung sein. Tendenz steigend. Zu den häufigsten Fälschungen zählt das bekannte Pfizer-Präparat gegen erektile Dysfunktion.
Arzneimittelfälschungen enthalten entweder gar keinen Wirkstoff, einen falschen Wirkstoff oder sind schlecht dosiert. Im besten Fall haben Patienten keinen Gesundheitsgewinn. Im schlechtesten Fall versagt die Therapie, sodass ernsthafte Nebenwirkungen auftreten. Manche Fälschungen enthalten giftige Wirkstoffe, die bleibende Schäden verursachen können. Im Extremfall sind sie lebensgefährlich. Nach Schätzungen der WHO sterben jedes Jahr 1 Million Menschen durch Arzneimittelfälschungen.
Sollten Sie Fragen zur Echtheit von Pfizer-Produkten haben, hilft Ihnen unser European Medical Information Service gern weiter.
Der Medinfo-Service ist telefonisch montags bis freitags zwischen 8 und 20 Uhr sowie auch per Fax oder E-Mail erreichbar:
Tel: +49 30 55 00 55 51 000
Fax: +49 30 55 00 54 10 000
E-Mail: Medinfo_germany(at)pfizer.com
Die wichtigsten Sicherheitsregeln
Ihr Arzt ist Ansprechpartner Nr. 1. Nur von ihm erhalten Sie ein Rezept für ein verschreibungspflichtiges Medikament.
Nur gegen Rezept erhalten Sie das Original und damit ein sicheres Medikament.
Kaufen Sie Medikamente nur in zugelassenen Apotheken. Medikamente aus „privater Hand“ oder von zweifelhaften Onlineanbietern bergen unvorhersehbare Risiken für Ihre Gesundheit.
Auch im Internet gibt es seriöse Apotheken. Diese Apotheken versenden das Medikament nur gegen Rezept. Das „Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information“ (DIMDI) hält eine Liste mit registrierten Internet- oder Versandapotheken bereit. Hier geht es zum DIMDI
Wenn Sie eine Auslandsreise planen, dann decken Sie Ihren Medikamentenbedarf vorab.
Nehmen Sie keine Medikamente ein, von denen Sie nicht sicher wissen, woher sie stammen.
Checkliste Fälschung
Nehmen Sie regelmäßig ein bestimmtes Arzneimittel ein, sind Ihnen Aussehen und andere Merkmale Ihres Präparats gut vertraut. Trotzdem sollten Sie wachsam sein. Und bei Auffälligkeiten umgehend Ihren Arzt zu Rate ziehen. Die Checkliste hilft Ihnen dabei:
Hat das Medikament plötzlich eine andere Farbe?
Stimmen Konsistenz und Größe?
Schmeckt oder riecht das Medikament anders?
Sieht die Verpackung anders aus (Logos, Schriften, Farben, Größe etc.)?
Hat sich der Beipackzettel verändert?
Sieht die Verpackung aus, als hätte jemand sie manipuliert?
Haben Sie eine Frage mit „Ja“ beantwortet?
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Vielleicht handelt es sich um eine Fälschung. Ihr Medikament könnte allerdings auch völlig legal umgepackt worden sein. Das passiert bei so genannten Parallel- oder Reimporten: Dazu werden im Ausland hergestellte Arzneimittel für die Anwendung in Deutschland neu verpackt. Die Original-Faltschachtel wird gegen eine andere, für Deutschland vorgesehene Verpackung ausgetauscht. Ihr Arzt oder Apotheker kann helfen zu klären, ob es sich um einen solchen Reimport handelt – oder eine Fälschung.
Pfizer: Aktiv gegen Fälscher
Ein Spezialisten-Team bei Pfizer fahndet in 35 Ländern der Erde nach gefälschten Arzneimitteln. Die Mitarbeiter des Teams durchsuchen regelmäßig das Internetangebot von einschlägigen Onlineanbietern und arbeiten eng mit Detektiven und verdeckten Ermittlern zusammen.
Zusätzlich kommen neueste Technologien zum Einsatz, um Medikamenten-Verpackungen fälschungssicher zu gestalten – zum Beispiel durch ein Color-Shift-Ink-Hologramm mit drei komplexen Schichten. Es wird auf die Verpackung gedruckt und ändert sein Aussehen je nach Lichteinfall. Zollbeamte erfahren von Pfizer, wie sie selbst überprüfen, ob die Ware echt ist. Und können so die Fälschungen sofort beschlagnahmen.
Login für Fachkreise
Sie haben die Möglichkeit, sich mit DocCheck® oder einem Pfizer-Account anzumelden, um Informationen zu erhalten, die aufgrund des Heilmittelwerbegesetzes (HWG) medizinischen Fachkreisen vorbehalten sind.
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