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Schwangerschaft, Kinder, Senioren
Was müssen Sie in Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

- Ausschnitt eines Beipackzettels: Schwangerschaft
Werdende und stillende Mütter sollten besondere Vorsicht bei der Einnahme von Arzneimitteln üben. Viele Wirkstoffe gehen von der Mutter in den Blutkreislauf des Kindes über oder werden über die Muttermilch ausgeschieden. In diesen Fällen erhalten die Kinder auf diesem Weg den Wirkstoff, der gar nicht für sie bestimmt ist. Das ist in höchstem Maße unerwünscht.
Von einigen wenigen Wirkstoffen ist bekannt, dass sie dem Kind im Mutterleib sogar erheblich schaden und / oder zu Missbildungen führen können. In diesem Fall wird dies an dieser Stelle im Beipackzettel ausdrücklich vermerkt, es findet sich zusätzlich noch ein entsprechender Warnhinweis und die Aufforderung, eine Schwangerschaft in jedem Fall zu verhüten.
Von den meisten arzneilichen Stoffen ist nicht sicher bekannt, wie sie auf Kinder in den Monaten der Schwangerschaft und Stillzeit wirken. Das liegt daran, dass schwangere Frauen nicht in Studien vor der Zulassung eines Arzneimittels eingeschlossen werden, um jedes Risiko zu vermeiden. Weil aber aus diesem Grund diesbezüglich keine Erkenntnisse vorliegen, muss aus Vorsicht von einer Einnahme des Arzneimittels in Schwangerschaft und Stillzeit abgeraten werden.
Weisen Sie den Arzt oder Apotheker unaufgefordert selbst darauf hin, wenn Sie schwanger sind oder stillen. Das sollten Sie auch tun, wenn Sie noch nicht schwanger sind, es aber werden wollen oder nicht sicher sind, ob Sie schwanger sind.
Was ist bei älteren Menschen zu berücksichtigen?
Viele arzneiliche Wirkstoffe werden über die Leber und / oder die Nieren abgebaut und ausgeschieden. Die im Körper befindliche Menge des Mittels sinkt daher ab und ist nach einiger Zeit nicht mehr nachweisbar. Wie lange dieser Abbau- und Ausscheidungsprozess dauert, ist je nach Medikament sehr unterschiedlich und wird in der Dosierungsanleitung berücksichtigt. Weil bei älteren Menschen die Fähigkeit zum Abbau durch Leber und Niere nachlässt - ohne dass der ältere Mensch deshalb krank ist -, ergeben sich bei der Einnahme des Arzneimittels besondere Verhaltensmaßregeln. So kann eine engere Überwachung der Leber- und Nierenfunktion angezeigt sein oder die Dosierung des Medikamentes nach unten angepasst werden.
Was ist bei Kindern und Jugendlichen zu berücksichtigen?
Kinder und Jugendliche sind keine "kleinen Erwachsenen". Zum Ersten muss deshalb die Dosierung des Arzneimittels gegenüber den Erwachsenen vermindert werden, zum Zweiten sollten Kinder unterhalb eines bestimmten Alters überhaupt nicht mit bestimmten Arzneistoffen behandelt werden. Im Beipackzettel ist ausdrücklich erwähnt, bis zu welchem Alter eine Behandlung nicht angezeigt ist,
z. B. "unter 2 Jahren" oder "unter 6 Jahren". In diesem Fall ist das Arzneimittel unter dieser Altersgrenze nicht zugelassen.
Ein weiterer Grund für die Zurückhaltung beim Einsatz von bestimmten Wirkstoffen bei Kindern und Jugendlichen liegt darin, dass - ähnlich wie bei Schwangeren - diese nicht in die ersten Studien vor der Zulassung eingeschlossen werden dürfen. Daher werden Erkenntnisse erst dann gewonnen, wenn ein Arzneimittel bei Kindern und Jugendlichen eingesetzt wird.
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