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Wechselwirkungen mit anderen Mitteln

Wechselwirkungen: Medikamente können sich gegenseitig beeinflussen

Jeder arzneiliche Wirkstoff greift in Stoffwechselvorgänge des Körpers ein. Dies ist mit seinen erwarteten Ergebnissen ausdrücklich erwünscht und beabsichtigt, darin besteht der Zweck der Verordnung und der Einnahme des Medikaments. Nicht selten werden aber gleichzeitig oder in engem zeitlichen Zusammenhang andere verschreibungspflichtige oder nicht verschreibungspflichtige Medikamente eingenommen. Diese wirken ebenfalls im Körper und beeinflussen seine Stoffwechselvorgänge.

Arzneimittel können sich beeinflussen

Nicht alle Stoffe wirken dabei voneinander unabhängig, sondern sie beeinflussen sich wechselseitig. Das heißt also etwas vereinfacht: Zwei Arzneimittel können zusammen anders wirken, als beide unabhängig voneinander betrachtet; in einem Fall wird eine Wirkung verstärkt, in einem anderen Fall abgeschwächt. Vorhandene und bekannte Wechselwirkungen treten in zwei Richtungen auf: Das Medikament, auf den sich der Beipackzettel bezieht, kann durch andere beeinflusst werden. Andererseits kann das Medikament selbst wiederum andere beeinflussen.

Nicht alle Arzneimittel besitzen Wechselwirkungen mit anderen. In diesem Fall findet sich im Beipackzettel der Hinweis, dass diese "bisher nicht bekannt sind".

Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung des Arzneimittels?

Falls bekannt, werden hier entweder ein bestimmter Wirkstoff oder die Wirkstoffgruppe und die beobachteten Beeinflussungen genannt, ebenso wie das Anwendungsgebiet des anderen Wirkstoffs.

Ebenso kann hier angegeben sein, wie auf eine solche Wechselwirkung reagiert werden soll. Das könnten z. B. eine - eventuell vorübergehende - Verringerung der Dosierung oder Einnahmehäufigkeit oder bestimmte andere Maßnahmen sein. Wichtig ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass die beschriebenen Wechselwirkungen zwar eintreten können, aber nicht müssen.

Wie beeinflusst das Arzneimittel die Wirkung von anderen Arzneimitteln?

Ähnlich wie beim letzten Punkt wird hier beschrieben, welche anderen Wirkstoffe oder Wirkstoffgruppen durch das Medikament beeinflusst werden, auf das sich der Beipackzettel bezieht.

Beispiele für Wechselwirkungen

Grundsätzlich sind alle denkbaren Beeinflussungen möglich. Typische Beispiele sind die Veränderung der Abbaugeschwindigkeit des einen oder anderen Arzneimittels, wenn mehrere Mittel gleichzeitig eingenommen werden. Damit wirken sie entweder stärker und länger oder auch weniger stark und kürzer als eigentlich erwartet.

Grundsätzlich sollten Sie sorgfältig prüfen, ob die beschriebenen Bedingungen für Sie zutreffen. Sprechen Sie Ihren Arzt oder Apotheker an, wenn Sie andere Arzneimittel als das gerade verordnete einnehmen. Der behandelnde Arzt kann nicht immer wissen, welche weiteren Medikamente Sie einnehmen.

Welche Genussmittel, Speisen und Getränke sollten Sie meiden?

Unter diesem Punkt in der Packungsbeilage finden sich insbesondere Hinweise, wie sich der Genuss von Alkohol mit dem Medikament verträgt. Bei einigen Arzneimitteln müssen Sie vollständig auf alkoholische Getränke verzichten, bei anderen müssen Sie einen bestimmten zeitlichen Abstand einhalten. Grundsätzlich empfiehlt es sich, nur wenig Alkohol zu trinken und immer einige Zeit zwischen der Einnahme des Medikaments und dem Trinken von Alkohol vergehen zu lassen.

Sollten andere Speisen und Getränke besondere Maßnahmen erfordern, erfahren Sie es ebenfalls hier. Das kann sowohl Tee oder Kaffee als auch Milchprodukte und andere Lebensmittel betreffen. Milchprodukte beeinflussen z. B. die Aufnahme bestimmter Antibiotika im Magen-Darmtrakt und sollen daher mit einem Abstand von ca. zwei Stunden zu sich genommen werden.

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Zuletzt aktualisiert: 01.07.2010