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Zusammensetzung

Zusammensetzung: Name, Wirkstoff, Darreichungsform

Der Abschnitt zur Zusammensetzung eines Arzneimittels beginnt immer mit dem Satz "Arzneilich wirksamer Bestandteil". Dann folgt die Angabe, wie viel und welcher Wirkstoff in einer Einheit der Darreichungsform in dieser Verpackung enthalten ist. Typische Beispiele lauten: "1 Filmtablette enthält 50 mg Wirkstoff x" oder "1 ml Lösungskonzentrat enthält 20 mg Wirkstoff y".
Name des Arzneimittels

Name des Arzneimittels

Dies ist die Bezeichnung für das Arzneimittel, die der Hersteller für sein Produkt gewählt hat. Dieser "Markenname" ist grundsätzlich frei wählbar. Es kann sich dabei um Ableitungen chemischer Bezeichnungen, um Abkürzungen oder beliebige Kunstworte handeln. Der Markenname ist weltweit geschützt; um dies kenntlich zu machen, wird ihm ein ® angefügt. Das ® steht für "registered trademark" (registrierte Handelsmarke). Kein anderer Hersteller von Arzneimitteln darf unter dem identischen Markennamen ein Produkt in den Handel bringen.

Darreichungsform

Unmittelbar neben oder beim Markennamen steht im Beipackzettel die Darreichungsform. Damit wird bezeichnet, in welcher Form oder Konsistenz das Medikament in dieser Schachtel oder Verpackung verabreicht wird. Die häufigsten Formen sind Tabletten oder Filmtabletten, Kapseln, Lösungen, Zäpfchen, Salbe und Creme. Weitere Darreichungsformen sind Saft, Brausetabletten, Vaginaltabletten, Granulat oder Dragees.

Wirkstoff

Die dritte Angabe in diesem Block zusammen mit Markennamen und Darreichungsform bezeichnet den Wirkstoff des Arzneimittels. Das ist der chemisch-pharmazeutische (Kurz-)Name des Bestandteils der Tabletten, der Lösung etc., der die erwünschte Wirkung im Körper auslöst. Die Wirkstoffbezeichnungen werden in der gesamten wissenschaftlichen Welt frei und ohne Angabe des dazugehörigen Herstellers verwandt und sind deshalb markenrechtlich nicht geschützt. Daher werden die Wirkstoff-Bezeichnungen auch "Freiname" oder englisch "INN" (International Non-proprietary Name) genannt.

Einige Arzneimittel enthalten nicht nur einen medizinisch wirksamen Stoff, sondern sind eine Kombination aus mehreren. In diesem Fall sind diese einzeln aufgeführt.

Wirkstoff in verschiedener Darreichungsform

Der gleiche arzneiliche Wirkstoff kann durchaus in verschiedener Darreichung sinnvoll sein. So wirken viele Mittel gegen z. B. Kopfschmerzen sowohl in Form einer Tablette als auch einer Lösung oder Zäpfchen. Welche der Möglichkeiten im Einzelfall sinnvoll ist, bestimmt sich durch Faktoren wie der Schwere der Erkrankung, dem Alter des Patienten, gleichzeitig bestehende weitere Erkrankungen, der Einnahme anderer Medikamente und anderen mehr.

Einige Wirkstoffe dürfen nur in einer bestimmten Form angewendet werden, da sie sonst wirkungslos oder sogar gefährlich sind. Die optimale Darreichungsform für einen Wirkstoff zu finden, ist eine wesentliche Leistung des pharmazeutischen Unternehmers, der dazu aufwändige Studien durchführt.

Was sind "Generika"?

Die forschenden Arzneimittelhersteller, zu denen auch Pfizer gehört, wenden erhebliche Anstrengungen auf, um neue, verbesserte Wirkstoffe zu entdecken und in geeigneter Form auf den Markt zu bringen. Diese Investitionen werden durch Patente geschützt, die die Vermarktung des gleichen Wirkstoffs durch andere Hersteller verhindern. Der Patentschutz läuft nach einer gesetzlich festgelegten Zeitspanne ab.

Ab diesem Zeitpunkt steht es grundsätzlich jedem Hersteller frei, Arzneimittel mit diesem Wirkstoff anzubieten. Dies kann allerdings nicht unter dem geschützten Markennamen des "Originals" geschehen, der neue Anbieter muss einen anderen Namen für sein Produkt finden. Arzneimittel mit ehemals geschützten Wirkstoffen, die in der beschriebenen Weise durch einen anderen Hersteller unter einem neuen Markennamen vertrieben werden, heißen "Generika" oder "Nachahmerpräparate".

Beispiele für Markennamen, Wirkstoff und Darreichungsform

Wie schon erwähnt, sind Wirkstoffe oft in verschiedener Darreichungsform mit dem gleichen Markennamen auf dem Markt. Zwei Beispiele von Pfizer:

Der Wirkstoff Fluconazol (INN) wird unter dem Markennamen Diflucan® u. a. als Hartkapseln, Saft, Trockensaft und Infusionslösung angeboten. Darüber hinaus enthält das einzelne Arzneimittel den Wirkstoff in unterschiedlichen Dosierungen, z. B. 50 oder 100 mg je Hartkapsel.

Minipress® dagegen wird ausschließlich als Tabletten oder Retardtabletten angeboten, eine enthält jeweils 1, 2 oder 5 mg des Wirkstoffs Prazosin-HCl (INN).

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Zuletzt aktualisiert: 01.07.2010