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Basisinformation Atemwege

Um die Abläufe und Ursachen einer Lungenerkrankung wie etwa der chronisch obstruktiven Bronchitis besser verstehen zu können, finden Sie hier Informationen zu den menschlichen Atemwegen, deren Aufbau und Funktion. Genauer betrachtet werden dabei:

  • Aufbau der Atemwege
  • Atmung
  • Lungenreinigung

Aufbau der Atemwege

Unser Respirationstrakt ist für die Atmung zuständig und besteht aus der Luftröhre und den beiden abzweigenden Lungenflügeln. Er befindet sich geschützt im Brustkorb (Thorax).

In jeden Lungenflügel führt ein Hauptbronchus, der sich in die Bronchien weiter verzweigt. Man kann den Aufbau des Respirationstraktes mit den Ästen eines Baumes vergleichen, die sich immer weiter gabeln. Die Bronchien teilen sich in die Bronchiolen, an deren Ende sich die Lungenbläschen (Alveolen) befinden, die für den lebensnotwendigen Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid zuständig sind. Die Lungenbläschen haben einen Durchmesser von annähernd 0,2 mm. Ihre Anzahl wird auf etwa 300 Millionen und ihre Gesamtoberfläche auf ca. 80 m2 geschätzt1.

Atmung

Die Atmung dient dem Gasaustausch. Mit jedem Atemzug wird dem Körper Sauerstoff zugeführt, den er für den Stoffwechsel in jeder einzelnen Zelle benötigt. Das dabei entstehende Kohlendioxid wird beim Ausatmen an die Außenluft abgegeben.

Durchschnittlich atmet der Mensch in Ruhe etwa 14-mal pro Minute und zieht dabei pro Atemzug etwa einen halben Liter Luft ein.1 Das ergibt pro Minute ein Atemvolumen von ca. 7 Liter, was jedoch unter körperlicher Belastung ohne weiteres auf annähernd 120 Liter gesteigert werden kann.

Am besten funktioniert der Gasaustausch, wenn die Luft beim Einatmen durch die Nase in die Luftröhre strömt, da sie hier gereinigt, erwärmt und angefeuchtet wird. Durch Bronchien und Bronchiolen erreicht sie die Lungenbläschen, die durchzogen sind von winzigen Blutgefäßen, den Kapillaren. Die feinen Zellwände der Lungenbläschen ermöglichen den Übertritt von Sauerstoff in das Blut, der zur Versorgung des gesamten Körpers dient. Im Gegenzug gelangt Kohlendioxid in die Lungenbläschen, welches bei der nächsten Ausatmung mit der Atemluft abgegeben wird.

Lungenreinigung

Ähnlich wie die Haare in unserer Nase, ist auch die Lunge in der Lage, eingedrungene Fremdstoffe wie z.B. Staub hinauszubefördern. Die Bronchien sind mit einer speziellen Schleimhaut ausgekleidet, die an ihrer Oberfläche feine Härchen trägt – die so genannten Zilien oder Flimmerhärchen.

Diese Härchen bewegen sich rhythmisch wie Ähren im Wind und befördern eingedrungene Partikel mundwärts hinaus, wo sie anschließend durch die Speiseröhre hinuntergeschluckt oder ausgespuckt werden. Größere Fremdkörper werden durch Auslösung des Hustenreizes entfernt.

Schädigungen der Härchen findet man beispielsweise bei der chronischen Bronchitis oder COPD.

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Referenzen

  1. Thews G, Mutschler E, Vaupel P. Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 6. Auflage, 2007

Zuletzt aktualisiert: 01.07.2010