Bereichsnavigation "Gesundheit"
Inhalt
Altersbedingte Makuladegeneration
Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine sehr häufige Erkrankung der Netzhaut des Auges, die zu einer schwerwiegenden Beeinträchtigung des Sehvermögens führen kann. Pfizer möchte Sie über die Ursachen und die frühen Anzeichen dieser Erkrankung informieren.
Außerdem stellen wir Ihnen verschiedene Therapiemöglichkeiten vor und zeigen Ihnen, was Sie selbst gegen ein Fortschreiten der Erkrankung tun können.
Was ist die altersbedingte Makuladegeneration?
Die altersbedingte Makuladegeneration, kurz AMD, ist eine chronische Erkrankung der Netzhaut. Bei Menschen über 50 Jahren ist sie die häufigste Ursache für eine schwerwiegende Beeinträchtigung des Sehvermögens.
Bei der AMD werden Zellen im Bereich der Makula zerstört, dem Ort des schärfsten Sehens im Auge. Dadurch kann das Sehvermögen so weit eingeschränkt werden, dass alltägliche Dinge wie Einkaufen, Lesen oder Autofahren kaum noch möglich sind.
Man unterscheidet zwei Formen der AMD: trocken und feucht. Die trockene AMD verläuft meist sehr langsam, die feuchte Form kann dagegen innerhalb kurzer Zeit zu einer schwerwiegenden Sehbehinderung führen. Da die trockene Form in die feuchte übergehen kann, sind regelmäßige Kontrollen beim Augenarzt sehr wichtig.
Die genauen Ursachen der altersbedingten Makuladegeneration sind noch nicht vollständig geklärt. Bei der trockenen AMD zerstören Ablagerungen unter der Netzhaut, die so genannten Drusen, die Netzhautzellen. Bei der feuchten Form wird die Netzhaut durch ein unkontrolliertes Wachstum der Blutgefäße im Augenhintergrund geschädigt.
Wer ist von einer altersbedingten Makuladegeneration betroffen?
Unter einer altersbedingten Makuladegeneration leiden etwa ein Fünftel aller Deutschen im Alter zwischen 65 und 74 Jahren. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko einer Erkrankung: So sind in der Gruppe der 75- bis 84-Jährigen schon 35 Prozent der Bevölkerung betroffen. Mit 85 Prozent aller Erkrankungen ist die trockene AMD die häufigste Form, aber bei fast einem Fünftel der Betroffenen geht sie in die aggressivere, feuchte Form über. Meist tritt die altersbedingte Makuladegeneration zunächst nur an einem Auge auf. Die Wahrscheinlichkeit, dass innerhalb von fünf Jahren auch das zweite Auge erkrankt, liegt bei 45 Prozent. Etwa die Hälfte aller schweren Sehbehinderungen lässt sich auf eine AMD zurückführen.1
Auch wenn die Ursachen der AMD noch nicht vollständig erforscht wurden, sind einige Faktoren bekannt, die das Risiko für eine Erkrankung erhöhen:
- Rauchen (Verdopplung des Risikos bei mehr als 25 Zigaretten pro Tag)
- helle Augenfarbe bereits
- erkrankte Familienmitglieder
- Mangel an bestimmten Nährstoffen (Antioxidanzien)
- hoher Blutdruck
- Schäden durch UV-Strahlen
Wie äußert sich eine altersbedingte Makuladegeneration?
Zu Beginn der Erkrankung treten meist keine Beschwerden auf, da das gesunde Auge die Ausfälle des erkrankten Auges übernimmt. Mögliche erste Symptome der AMD sind:
- zunehmende Probleme beim Lesen bei schlechter Beleuchtung
- gerade Linien erscheinen gebogen
- verschwommenes, unscharfes Sehen
- verzerrte Bilder
- Farben erscheinen schwächer
- grauer Fleck im Zentrum des angeschauten Bereichs der Umgebung (Skotom)
- Gesichter verschwimmen und können nicht mehr erkannt werden
Diese Symptome verschlechtern sich im Lauf der Erkrankung immer weiter. Zu einer vollständigen Erblindung kommt es bei der AMD aber nicht. Am Rand des so genannten Gesichtsfelds (der Bereich der Umgebung, den wir mit unbewegten Augen erfassen können) bleibt das Sehvermögen bestehen.
Die feuchte Form der AMD führt schnell zu einem Sehverlust. Die trockene Form verläuft wesentlich langsamer, d.h. das Sehvermögen verschlechtert sich über einen Zeitraum von Jahren oder sogar Jahrzehnten.
Je früher eine altersbedingte Makuladegeneration erkannt wird, umso besser sind die Chancen, die Krankheit durch eine Therapie aufzuhalten.
Sobald Sie eine der typischen Beschwerden bei sich feststellen, sollten Sie so schnell wie möglich einen Augenarzt aufsuchen.
Wenn Sie bereits an der trockenen Form der AMD erkrankt sind, sollten Sie mindestens ein- bis zweimal jährlich kontrollieren lassen, ob sie in die feuchte Form übergegangen ist.
Wie wird eine altersbedingte Makuladegeneration behandelt?
Eine altersbedingte Makuladegeneration kann zurzeit noch nicht geheilt werden. Daher ist das wichtigste Ziel einer Therapie, den Krankheitsverlauf zu bremsen und das Sehvermögen möglichst lang zu erhalten.
Die feuchte Form der AMD kann mit Medikamenten, einer photodynamischen Therapie (PDT) oder einer Laserphotokoagulation behandelt werden.
Bei der medikamentösen Therapie werden so genannte VEGF-Hemmer oder kortisonhaltige Präparate eingesetzt. Die VEGF-Hemmer verhindern, dass weitere Blutgefäße unkontrolliert im Augenhintergrund wachsen. Kortisonhaltige Medikamente vermindern die Entzündungsreaktion und sollen bestimmte Wachstumsfaktoren der Blutgefäße hemmen.
Bei der photodynamischen Therapie werden krankhafte Gefäßeinsprossungen mit Laserlicht zerstört. Bei der Laserphotokoagulation werden die geschädigten Stellen auf der Netzhaut ebenfalls mit Laserlicht verödet. Diese Methode hat den Nachteil, dass das Sehvermögen an der behandelten Stelle komplett verloren geht. Neben den beschriebenen Therapien wird zurzeit daran geforscht, die AMD operativ zu behandeln – etwa durch eine Verlagerung der Makula oder eine Übertragung von gesunden Netzhautzellen.
Für die trockene Form der AMD gibt es zurzeit noch keine Therapie. Bei manchen Betroffenen lässt sich die Erkrankung durch eine Kombination hoch dosierter Vitamine und Mineralstoffe verlangsamen.
Bei der AMD hängt die Wahl der Therapie davon ab, welche Form der Erkrankung vorliegt und welche Stellen der Netzhaut geschädigt sind.
Ihre Augenärztin oder Ihr Augenarzt wird Sie ausgiebig untersuchen und die für Sie geeignete Therapiemethode finden.
Was können Sie gegen eine trockene AMD tun?
Da eine trockene AMD zurzeit noch nicht behandelt werden kann, sollten Sie einige Dinge beachten, um durch Ihr eigenes Verhalten einer Augenerkankung vorzubeugen – oder um das Fortschreiten der Erkrankung etwas zu verzögern.
Geben Sie das Rauchen auf und schützen Sie Ihre Augen durch eine Sonnenbrille. Es genügt nicht, wenn die Gläser dunkel getönt sind. Es sollte auch ein Schutz gegen UV-Strahlen integriert sein.
Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung. Essen Sie viel Obst und Gemüse und achten Sie auf eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen, Vitaminen und Spurenelementen. Besonders wichtig sind dabei die Antioxidanzien Vitamin E, C und Karotinoide. Greifen Sie notfalls auch auf Nahrungsergänzungsmittel zurück.
Wenn Sie bereits bemerkt haben, dass Ihr Sehvermögen nachlässt, gibt es unterschiedliche Sehhilfen, die im Alltag sehr hilfreich sein können: nicht nur Brillen, sondern auch Handlupen, Teleskope, Mikroskopsysteme oder Bildschirmlesegeräte. Welche Sehhilfe am besten für Sie geeignet ist, können Sie zusammen mit Ihrem Optiker herausfinden.
Weiterführende Informationen
Login für Fachkreise
Sie haben die Möglichkeit, sich mit DocCheck® oder einem Pfizer-Account anzumelden, um Informationen zu erhalten, die aufgrund des Heilmittelwerbegesetzes (HWG) medizinischen Fachkreisen vorbehalten sind.
Wenn Sie bei DocCheck® registriert sind, tragen Sie Ihre Nutzerdaten bitte hier ein:
Wenn Sie bei Pfizer registriert sind, tragen Sie Ihre Nutzerdaten bitte hier ein:
Websites zum Thema
Verwandte Seiten
Hier finden Sie als "Tags" Verweise zu Seiten, die thematisch passende oder weiterführende Informationen enthalten
Tags dieser Seite:ArzneimittelfälschungenAugenheilkundeForschungMedikamenteRezeptfreie ProdukteRezeptpflichtige MedikamenteService
Weiterführende Informationen
Referenzen
Statistische Datenbank des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands e.V. http://www.augeninfo.de/stat_db/glaukom.php




