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Erektionsstörungen
Sex ist ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Klappt es aber nicht richtig im Bett, verlieren viele Männer und Frauen die Freude daran. Das Selbstvertrauen sinkt, die Beziehung leidet.
Pfizer möchte dieses Thema enttabuisieren und offen ansprechen. Wir zeigen die Hintergründe und Ursachen von Erektionsstörungen und stellen verschiedene Therapiemöglichkeiten vor, damit es im Bett wieder läuft.
Frauen möchten wir helfen, mit ihrem Partner ins Gespräch zu kommen und richtig auf seine Erektionsstörungen zu reagieren.
Was sind Erektionsstörungen?
Medizinisch ausgedrückt ist eine Erektionsstörung, auch Erektile Dysfunktion genannt, die Unfähigkeit, eine Erektion zu erreichen oder aufrecht zu erhalten, die für ein befriedigendes Sexualleben ausreicht.1
Der Auslöser für eine Erektion kann ein mechanischer Reiz, wie eine Berührung, aber auch ein erotischer Gedanke oder Anblick sein. Dieser Reiz löst im Gehirn die sexuelle Erregung aus und leitet sie über das Rückenmark an den Penis weiter. Botenstoffe werden freigesetzt, welche die Blutgefäße in den Schwellkörpern entspannen. Es strömt mehr Blut ein, der Penis wird größer: Es kommt zur Erektion.
Im Normalfall bleibt die Erektion bis zum Orgasmus bestehen und klingt erst danach allmählich wieder ab. Ist dieser komplexe Vorgang aber an einer Stelle gestört, kann es zu Erektionsstörungen kommen.
Wer ist von Erektionsstörungen betroffen?
Erektionsstörungen sind weit verbreitet. Allein in Deutschland sind etwa fünf Millionen Männer davon betroffen. Auch wenn sexuelle Probleme mit zunehmendem Alter häufiger werden, können schon sehr junge Männer darunter leiden. In vielen Fällen werden Erektionsstörungen aber nicht als medizinisches Problem erkannt – nur jeder fünfte Betroffene erhält eine Behandlung.
Erektionsstörungen können durch unterschiedliche Faktoren hervorgerufen werden. In den meisten Fällen haben sie organische Ursachen. So sind beispielsweise Männer mit Bluthochdruck, Gefäßerkrankungen, erhöhten Blutfetten oder Diabetes sehr häufig davon betroffen. Auch die Einnahme bestimmter Medikamente kann die sexuellen Probleme auslösen.
Besonders häufig treten Erektionsstörungen auch bei Männern auf, die Übergewicht haben, rauchen oder häufig Drogen oder Alkohol konsumieren. Genauso können seelische Belastungen die Ursache sein – etwa wenn Männer unter ständigem Stress und Leistungsdruck stehen oder wenn sie unter Depressionen oder Konflikten in der Partnerschaft leiden.
Wie äußern sich Erektionsstörungen?
Eine Voraussetzung für guten Sex besteht darin, dass der Penis richtig hart ist und auch bleibt. Auf der so genannten „Erection Hardness Grading Scale“ entspricht diese Härte dem optimalen Wert von vier [3]. Erst nach dem Orgasmus sollte die Erektion allmählich wieder abklingen.
Verliert der Penis zu früh die nötige Härte oder erreicht er sie gar nicht erst, spricht man von Erektionsstörungen. Das kann passieren, wenn die Blutgefäße in den Schwellkörpern nicht weit genug sind und das Blut vorzeitig wieder aus dem Penis heraus fließt.
Durch Erektionsstörungen wird das Eindringen erschwert und das Empfinden – sowohl beim Mann als auch bei der Frau – ist weniger intensiv. So entmutigt kann der Mann sein Selbstvertrauen und die Lust am Sex verlieren. Bei betroffenen Männern, die in Partnerschaften leben, leidet meist auch die Beziehung.
Nicht die Länge ist entscheidend, sondern die volle Erektion. Im Gegensatz zur vorherrschenden Meinung bei Männern ist für Frauen die Länge des Penis gar nicht so entscheidend beim Sex.
In einer aktuellen Umfrage unter deutschen Frauen antworteten nur knapp neun Prozent der Befragten, dass ihnen die Länge des Penis wichtig ist. Über 91 Prozent gaben dagegen an, dass es vielmehr auf die volle Erektion ankommt.4
Wie werden Erektionsstörungen behandelt?
Erektionsstörungen können mit modernen Medikamenten behandelt werden. Zum Beispiel wirken so genannte PDE-5-Hemmer direkt auf den Bluteinstrom in den Penis und können auf diese Weise die Erektion verstärken und verlängern. Sie werden in Tablettenform etwa eine Stunde vor dem Geschlechtsverkehr eingenommen. Wird der Mann sexuell stimuliert, können sie mehrere Stunden wirken.
Bei der Schwellkörper-Autoinjektionstherapie, kurz SKAT, spritzt sich der Mann kurz vor dem Sex ein Medikament in den Schwellkörper des Penis. Der enthaltene Wirkstoff steigert ebenfalls die Durchblutung und sorgt für eine ausreichende Erektion, die etwa eine Stunde anhält. Neben den medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten können auch Vakuumpumpen oder, wenn alle anderen Therapien scheitern, Schwellkörper-Implantate eingesetzt werden.
Wenn die Erektionsstörungen keine organischen, sondern psychische Ursachen haben, kann neben der medikamentösen Behandlung eine Sexualtherapie oder Psychotherapie sinnvoll sein. Sie hilft dabei, die Ursachen zu erkennen und die durch die Erektionsstörungen ausgelösten Probleme zu beseitigen.
Erektionsstörungen sind kein unabänderliches Schicksal mehr.
Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird Sie individuell beraten und Ihnen weitere Detailinformationen zur medikamentösen Behandlung oder zu anderen Therapiemaßnahmen geben.
Vorsicht vor Arzneimittelfälschungen!
Ein großes Problem bei der Behandlung von Erektionsstörungen sind gefälschte Medikamente, die unter dem Namen der Originalpräparate verkauft werden. Diese Fälschungen sind meist nicht nur unwirksam, sondern können auch gefährliche Nebenwirkungen haben.
Laut Schätzungen stammt mittlerweile etwa die Hälfte alle PDE-5-Hemmer aus unkontrollierten Quellen – beispielsweise von unseriösen Anbietern im Internet. Viele Männer, die aus falscher Scham nicht zum Arzt gehen, nutzen diese Angebote, werden von Fälschern ausgenutzt und setzen dabei ihre Gesundheit aufs Spiel.
Achten Sie deshalb unbedingt auf folgende Sicherheitsregeln beim Kauf von Medikamenten gegen Erektionsstörungen:
- Suchen Sie einen Arzt auf. Nur von ihm erhalten Sie ein Rezept für Ihr Medikament.
- Kaufen Sie das Medikament mit dem Rezept in einer Apotheke. Dort erhalten Sie originale und damit sichere Präparate.
- Gehen Sie niemals auf rezeptfreie Angebote ein.
- Wenn Sie Ihr Medikament bei einer Online-Apotheke bestellen möchten, achten Sie darauf, dass diese seriös ist und die Präparate nur gegen Rezept versendet.
- Nehmen Sie keine Medikamente ein, von denen Sie nicht sicher wissen, woher sie stammen.
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Weiterführende Informationen
Referenzen
NIH Consensus Development Panel on Impotence. JAMA 1993; 270(1): 83-90
Braun M et al. Epidemiology of erectile dysfunction: results of the “Cologne Male Survey”. Int J Imp Res 2002; 12(6): 305-311
Goldstein I et al. N Engl J Med 1998: 338(20): 1397-1404
Umfrage “Guter Sex” durchgeführt von der GfK Marktforschung, Juli 2006






