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Schwangerschaft
Jedes Jahr sind etwa 700.000 Frauen in Deutschland schwanger.1 Pfizer möchte Sie in dieser Zeit unterstützen.
Wir zeigen Ihnen, was nach der Befruchtung passiert und wie sich Ihr Körper bei einer Schwangerschaft verändert. Gleichzeitig möchten wir dem Begriff der Risikoschwangerschaft seinen Schrecken nehmen.
Außerdem erklären wir Ihnen, wie Sie in diesen neun Monaten dafür sorgen können, dass Ihr ungeborenes Kind ausreichend und richtig ernährt wird – die Grundlage für eine gute und gesunde Entwicklung im Mutterleib.
Wie kommt es zur Befruchtung?
Gesteuert durch die zwei Hormone FSH (Follikel-stimulierendes Hormon) und LH (Luteinisierendes Hormon) reift alle vier Wochen im Eierstock der Frau eine Eizelle in einem Eizellbläschen heran. Etwa zwei Wochen nach der Regelblutung kommt es zum so genannten Eisprung (Ovulation). Das Eizellbläschen platzt und gibt die jetzt befruchtungsfähige Eizelle in einen der beiden Eileiter ab.
Bestimmte Hormone, die Östrogene, sorgen zu dieser Zeit für einen Aufbau der Gebärmutterschleimhaut. Gleichzeitig bewirken sie eine zusätzliche Öffnung des Gebärmutterhalses und das Absondern eines glasigen Schleims. Dadurch können die männlichen Spermien die Eizelle leichter erreichen. Danach dringt ein Spermium durch die Hülle der Eizelle hinein. Nach dieser Befruchtung beginnt die Zelle sich zu teilen und innerhalb der nächsten vier bis fünf Tage in die Gebärmutter zu wandern, um sich dort in die Schleimhaut einzunisten. Die Schwangerschaft beginnt.
Drei bis vier Monate lang gibt der nach dem Eisprung gebildete Gelbkörper das Hormon Progesteron ab, das die Schwangerschaft aufrechterhält. Nach dieser Zeit übernimmt der entstandene Mutterkuchen (Plazenta) die notwendige Hormonproduktion für die restliche Zeit bis zur Geburt.
Was sind die ersten Anzeichen einer Schwangerschaft?
Eine Schwangerschaft ist für viele Paare ein kleines Wunder. Sie bringt für die Frau sehr viele körperliche, aber auch seelische Veränderungen mit sich, da sich ihr Körper innerhalb kürzester Zeit durch Hormone gesteuert den Anforderungen einer Schwangerschaft anpasst.
Neben dem Ausbleiben der Regelblutung gibt es viele weitere Veränderungen des Körpers, die eine Schwangerschaft begleiten. Schon in den ersten Wochen wirkt sich der veränderte Hormonhaushalt auf den Körper aus. Viele schwangere Frauen fühlen sich aufgebläht, spüren ein Spannungsgefühl in der Brust oder ein Ziehen im Unterleib. Gerade am Anfang der Schwangerschaft kommt es oft zu Übelkeit, Erbrechen und Schwindel. Die Frauen sind häufiger müde und leiden unter Stimmungsschwankungen.
Später können die Schamlippen durch eine erhöhte Blutzufuhr dunkler werden. Die Brüste nehmen an Größe zu und werden sehr empfindlich. Häufig färbt sich der Warzenvorhof dunkler. Da der Embryo und damit auch die Gebärmutter wachsen, drückt diese auf die Blase. Gleichzeitig wird die Schwangerschaft sichtbar, weil der Bauchumfang deutlich größer wird.
Schon neun Tage nach der möglichen Befruchtung kann Ihre Frauenärztin oder Ihr Frauenarzt einen Schwangerschaftstest durchführen.
Wenn Sie schwanger sind, wird Ihre Ärztin oder Ihr Arzt einen Mutterpass ausstellen, in den sämtliche Ergebnisse der Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft eingetragen werden. Sollte ein Notfall auftreten, können Ärzte und Hebammen dem Mutterpass schnell Informationen entnehmen, die für Mutter und Kind lebenswichtig sein können.
Wie ernähre ich mich richtig während der Schwangerschaft?
Während einer Schwangerschaft wird das ungeborene Kind über den Mutterkuchen (Plazenta) ernährt. Werdende Mütter benötigen deshalb besonders viele Mineralstoffe, Vitamine und Eiweiße. Sie sollten Lebensmittel wählen, die reich an Nährstoffen sind: etwa Gemüse, Obst, Kartoffeln, Vollkornprodukte, fettarme Milch und Milchprodukte, Fisch und mageres Fleisch.
Nährstoffe wie Folsäure, Jod, Kalzium und Eisen sind besonders wichtig. Folsäure wird für alle Zellteilungs- und Wachstumsprozesse des Körpers benötigt. Beim ungeborenen Kind kann ein Folsäuremangel die Entwicklung des zentralen Nervensystems, des Gehirns und des Rückenmarks stören. Lebensmittel wie Spinat und Hülsenfrüchte enthalten viel Folsäure, aber der erhöhte Bedarf lässt sich damit kaum decken. Daher sollten Schwangere Folsäure-Tabletten zu sich nehmen: am besten schon vor der geplanten Schwangerschaft und bis zum Ende des dritten Schwangerschaftsmonats.
Auch der erhöhte Bedarf an Jod lässt sich über die Ernährung nur schwer ausgleichen. Daher empfehlen Mediziner Jodtabletten. Bei Kalzium und Eisen hingegen ist eine Nahrungsmittelergänzung meist nicht notwendig: Der Bedarf kann gut über geeignete Lebensmittel gedeckt werden.2
Welche Sportarten sind gesund während einer Schwangerschaft?
Während einer komplikationsfreien Schwangerschaft brauchen Sie auf sportliche Aktivität nicht zu verzichten. Ganz im Gegenteil: Wer körperlich fit ist, leidet seltener unter Schwangerschaftsbeschwerden. Sport stärkt die Abwehrkräfte und sorgt für eine bessere Sauerstoffversorgung des Körpers.
Nur auf die Auswahl der richtigen Sportart sollten Schwangere achten. Und egal, welchen Sport Sie ausüben: Sie sollten sich auf keinen Fall überfordern. Besonders geeignet sind beispielsweise Radfahren, Schwimmen, Walking, Wandern und Gymnastik. Nicht zu empfehlen sind Sportarten, bei denen es zu abrupten Bewegungen und Richtungswechseln kommt. Denn Bänder, Sehnen und Gelenke sind durch die hormonellen Veränderungen gelockert und anfälliger für Verletzungen.
Vollkommen verzichten sollten Sie auf Sportarten mit einer hohen Sturzgefahr wie Skifahren oder Inlineskaten. Schwere Stürze können zu einer Ablösung des Mutterkuchens und damit zu einer Fehl- oder Frühgeburt führen.
Neben der regelmäßigen sportlichen Aktivität empfiehlt sich zusätzlich ein Kurs für Schwangerschaftsgymnastik. Auf dem Programm stehen dabei spezielle Atemtechniken und Übungen zur Vorbereitung und Erleichterung der Geburt.
Was ist eine Risikoschwangerschaft?
Der Begriff Risikoschwangerschaft wird oft missverstanden. Er suggeriert, dass während der gesamten Schwangerschaft eine akute Gesundheitsgefahr für die werdende Mutter und ihr ungeborenes Kind besteht. Doch so ist es nicht. Eine Risikoschwangerschaft bedeutet vielmehr, dass einige zusätzliche Regeln zur Sicherheit beachtet werden müssen.
Zu einer Einstufung als Risikoschwangerschaft führen folgende Faktoren:
- Alter unter 17 oder über 35 Jahren bei Erstgebärenden
- Mehrlingsschwangerschaften
- vorausgegangene Fehl- oder Frühgeburten
- Komplikationen bei früheren Geburten
- Rhesus-Unverträglichkeit
- Schwangerschaftsdiabetes oder -bluthochdruck
- Konsum von Alkohol, Nikotin oder Drogen
- akute Allgemeinerkrankungen oder Infektionen
- Gebärmutterhalsschwäche
- Nieren- oder Schilddrüsenerkrankungen
- Lageanomalien des Kinds (z.B. Steißlage)
Frauen, die laut Mutterpass als Risikoschwangere eingestuft wurden, erhalten neben den normalen Vorsorgeuntersuchungen zusätzliche Leistungen wie häufigere Kontrollen oder auch spezielle Untersuchungen, die an ihr Alter oder ihren persönlichen Gesundheitszustand angepasst sind. Wenn sich Schwangere an die zusätzlichen Regeln halten und die Vorsorgetermine beim Arzt regelmäßig besuchen, verlaufen Risikoschwangerschaften in den meisten Fällen vollkommen normal.
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Referenzen
Destatis. Geburten in Deutschland. Statistisches Bundesamt. Wiesbaden, 2007
DACH/DGE. Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. Umschau/Braus, Frankfurt/Main, 2000



