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Schizophrenie
Die Schizophrenie ist eine Erkrankung, die wegen Symptomen wie Wahnvorstellungen oder Halluzinationen auf viele Menschen besonders bedrohlich wirkt. Pfizer möchte den Betroffenen und ihren Angehörigen die Angst nehmen und ihnen helfen, die Erkrankung besser zu verstehen.
Wir möchten über die Entstehung und die typischen Beschwerden der Schizophrenie informieren und aufzeigen, wie den Betroffenen durch eine medizinische Behandlung langfristig geholfen werden kann.
Was ist Schizophrenie?

- Schizophrenie-Symptome werden durch Störungen im Gehirn ausgelöst
Schizophrenie ist ein Sammelbegriff für eine Gruppe von psychischen Störungen, die sich auf das Denken, die Wahrnehmungen und die Gefühle auswirken.
Die genauen Ursachen der Schizophrenie wurden bislang noch nicht vollständig geklärt. Man geht davon aus, dass die Symptome durch Störungen im Stoffwechsel bestimmter chemischer Substanzen im Gehirn ausgelöst werden. Diese Botenstoffe, die so genannten Neurotransmitter, sind für die Kommunikation der Hirnzellen verantwortlich. Eine Störung ihrer Aktivität kann eine Fehlfunktion des Gehirns verursachen.
Bei der Schizophrenie spielt der Neurotransmitter Dopamin eine Rolle, dessen Aktivität bei den Betroffenen erhöht ist. Gleichzeitig scheint die Aktivität eines anderen Neurotransmitters, des Serotonins, verringert zu sein.
Über die Schizophrenie kursieren viele falsche Vorstellungen und Vorurteile. Daher sollten Sie Folgendes wissen:
- Niemand ist schuld daran, an Schizophrenie erkrankt zu sein.
- Ein Mensch mit Schizophrenie hat keine gespaltene Persönlichkeit.
- Es ist nicht bewiesen, dass die Schizophrenie durch Traumata während der Kindheit, Erziehungsfehler oder Armut verursacht wird.
- Die Intelligenz wird in der Regel durch eine Schizophrenie nicht eingeschränkt.
- Die meisten Menschen mit Schizophrenie sind nicht häufiger gewalttätig oder gefährlich als psychisch Gesunde.
Wer ist von Schizophrenie betroffen?
Die Schizophrenie kommt weit häufiger vor, als viele Menschen vermuten. Durchschnittlich ist ein Prozent der Bevölkerung davon betroffen, allein in Deutschland geht man von 800.000 Erkrankten aus. Meist tritt die Krankheit zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr auf. Männer erkranken durchschnittlich etwas früher als Frauen, sind insgesamt aber gleich häufig betroffen.1
Obwohl noch kein Gen gefunden wurde, das für eine Schizophrenie verantwortlich sein könnte, scheinen vererbte Faktoren an der Erkrankung beteiligt zu sein. Leidet ein Elternteil, ein Bruder oder eine Schwester an Schizophrenie, ist das Risiko, selbst zu erkranken, mit 1:10 deutlich erhöht. Sind beide Elternteile betroffen, steigt die Wahrscheinlichkeit sogar auf 1:3 an.
Auslöser einer Schizophrenie können bestimmte Ereignisse im Leben sein, die mit viel Stress verbunden sind. So erkranken viele Menschen beispielsweise bei Beginn eines Studiums oder nach der Geburt eines Kindes. Auch andere Faktoren, wie zum Beispiel Drogen- oder Alkoholkonsum, können die Beschwerden auslösen oder verstärken.
Wie äußert sich Schizophrenie?
Bei der Schizophrenie können verschiedene Symptome auftreten. Die wichtigsten sind:
- Denkstörungen
- Sinnestäuschungen (Halluzinationen)
- Wahnvorstellungen
- Veränderte Wahrnehmung der eigenen Identität
Denkstörungen entstehen, weil die Betroffenen das Gefühl haben, ihr Gehirn sei von unsinnigen Informationen überschwemmt. Sie haben Probleme, sich zu konzentrieren oder Entscheidungen zu treffen. Viele Erkrankte hören – für andere Menschen unhörbare – Stimmen (akustische Halluzinationen). Manche haben das Gefühl, jemand anderes würde ihre Gedanken kennen und kontrollieren. Andere Erkrankte glauben, dass jemand besondere Kräfte besäße oder ihnen schaden möchte. Viele wissen nicht mehr, wer sie sind, und verlieren den Bezug zur Realität.
Neben diesen Hauptsymptomen können weitere Beschwerden auftreten. Einige Erkrankte sind ständig müde und antriebslos, andere fühlen sich „leer“ und ziehen sich aus ihrem sozialen Umfeld zurück. Auch Depressionen sind häufig.
Meist sind die Symptome im Frühstadium der Erkrankung stark ausgeprägt und werden dann schwächer oder verschwinden sogar vollkommen. Bei den meisten Erkrankten treten aber immer wieder psychotische Episoden auf. Dies sind Lebensphasen, in denen sie erneut unter den Symptomen der Schizophrenie leiden.
Wie wird Schizophrenie behandelt?
Bisher ist die Schizophrenie nicht heilbar. Mithilfe von Medikamenten in Kombination mit einer Psychotherapie können die Beschwerden aber soweit gelindert werden, dass Erkrankte am normalen Leben teilnehmen können.
Bei der medikamentösen Therapie der Schizophrenie werden so genannte Antipsychotika (Neuroleptika) eingesetzt. Diese Medikamente können das Ungleichgewicht zwischen den Botenstoffen im Gehirn regulieren, indem sie die Überaktivität von Dopamin vermindern.
Wenn Erkrankte sich besser fühlen, dürfen die Medikamente keinesfalls abgesetzt werden. Die Gefahr eines Rückfalls ist sehr groß. Deshalb müssen die Medikamente meist über einen langen Zeitraum eingenommen werden, manchmal sogar ein Leben lang.
Neben der Behandlung mit Medikamenten sollte eine Psychotherapie durchgeführt werden. In Einzel- oder auch Gruppentherapien lernen die Betroffenen, mit den Symptomen der Erkrankung richtig umzugehen. Angehörige können eine Familientherapie dazu nutzen, die Erkrankung und ihre Symptome besser zu verstehen. Ein weiteres wichtiges Ziel der Therapie besteht darin, dass die Erkrankten die Kommunikation und den Umgang mit anderen Menschen trainieren.
Zur Behandlung der Schizophrenie gibt es sehr viele verschiedene Medikamente. Sie unterscheiden sich in ihrer Wirksamkeit und hinsichtlich ihrer Nebenwirkungen.
Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird Sie umfassend über die verschiedenen Medikamente und ihre Nebenwirkungen aufklären und die für Sie beste Therapie auswählen.
Tipps für den richtigen Umgang mit Schizophrenie
Die Schizophrenie ist eine Erkrankung, die vielen Menschen Angst macht. Sie vermeiden den Umgang mit Betroffenen und wissen nicht, wie sie mit den Symptomen umgehen sollen. Die Erkrankten leiden doppelt – denn eine Unterstützung von außen kann ihnen eine große Hilfe sein.
Beachten Sie deshalb folgende Tipps im Umgang mit Betroffenen:
- Denken Sie daran, dass der Erkrankte möglicherweise Angst hat.
- Versuchen Sie, so ruhig wie möglich zu bleiben.
- Schalten Sie Radio oder Fernseher ab.
- Setzen Sie sich und fordern Sie den Erkrankten auf, sich ebenfalls zu setzen.
- Reden Sie langsam und deutlich in normaler Stimmlage.
- Fassen Sie den Erkrankten nicht an.
- Vermeiden Sie ständigen direkten Augenkontakt.
- Fragen Sie den Erkrankten, was ihn beunruhigt.
- Geben Sie ihm persönlichen Freiraum.
- Versuchen Sie nicht, mit dem Erkrankten zu streiten.
- Schreien Sie nicht und werden Sie nicht ärgerlich.
- Bevormunden und kritisieren Sie ihn nicht.
- Versperren Sie nicht die Tür oder den Ausgang.
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Referenzen
Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde. Schizophrenie. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 038/009, 2005


