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Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall

Etwa 20 Millionen Menschen in Deutschland haben Bluthochdruck, darunter sechs Millionen, die nichts davon wissen.

Wenn Bluthochdruck über einen längeren Zeitraum nicht behandelt wird, kann er lebensgefährliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen. In Deutschland erleiden jedes Jahr fast 300.000 Menschen einen Herzinfarkt, davon über 170.000 mit tödlichen Folgen. Weitere 200.000 Menschen werden Opfer von Schlaganfällen, die oft zum Tod führen oder dauerhafte, schwere Behinderungen verursachen.

Pfizer empfiehlt deshalb, den Blutdruck regelmäßig von einem Arzt kontrollieren und gegebenenfalls medikamentös behandeln zu lassen. Nur so können lebensbedrohliche Folgen eines erhöhten Blutdrucks vermieden werden.

Krankheitsbild

Was sind Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall?

Bluthochdruck

Bluthochdruck (Hypertonie) liegt vor, wenn an verschiedenen Tagen und Zeiten Ruhe-Werte von 140/90 mmHg oder mehr gemessen werden. Bei Menschen über dem 65. Lebensjahr beginnt Bluthochdruck bei 160/90 mmHg (gemessen wird der Blutdruck mittels der so genannten Millimeter-Quecksilbersäule: ein mmHg ist der Druck, den ein Millimeter (mm) einer Quecksilbersäule (Hg) ausübt.)

Bluthochdruck kann lebenswichtige Organe schädigen und zu schweren, manchmal tödlichen Erkrankungen führen – beispielsweise Herzinfarkt und Schlaganfall.

Herzinfarkt

Ein Herzinfarkt (Myokardinfarkt) tritt auf, wenn sich ein Herzkranzgefäß (Koronararterie) verschließt. Dadurch wird im Herzmuskel die Sauerstoff- und Nährstoffzufuhr unterbrochen. Die Folgen für den Patienten hängen vom Ausmaß und der Lokalisation des Infarktes ab.

Schlaganfall

Der Schlaganfall (Apoplexie) wird durch eine plötzlich einsetzende Durchblutungsstörung in den Arterien des Gehirns verursacht. Der Mangel an Sauerstoff und Nährstoffen bewirkt, dass schlagartig Zellen absterben und Gehirnfunktionen ausfallen.

Betroffene

Wer ist von Bluthochdruck betroffen?

Beim Bluthochdruck unterscheidet man zwischen einer primären (essentiellen, idiopathischen) und einer sekundären Form:

Mehr als 90 Prozent der Betroffenen leiden unter einem primären Bluthochdruck, dessen Ursachen bis heute ungeklärt sind. Die familiäre Häufung zeigt, dass erbliche Faktoren eine Rolle spielen können.

Nur bei einer Minderheit der Fälle handelt es sich um einen sekundären Bluthochdruck, dessen Ursachen bekannt sind: beispielsweise eine Nierenerkrankung, Schwangerschaft, bestimmte hormonelle Störungen oder bestimmte Arzneimittel. In einigen Fällen normalisiert sich der Blutdruck, sobald die Ursache behandelt wird oder – wie etwa in der Schwangerschaft – nicht mehr gegeben ist.

Nennenswert ist außerdem, dass der primäre Bluthochdruck im Rahmen des metabolischen Syndroms auftritt. Darunter versteht die Medizin das gleichzeitige Auftreten von Typ-2-Diabetes, Übergewicht, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen (erhöhte Cholesterinwerte). Jede einzelne der vier Gesundheitsstörungen ist ein eigenständiger Risikofaktor für das Entstehen schwerer Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall.

Symptome

Wie äußern sich Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall?

Bluthochdruck verursacht meist keine Beschwerden. Wenige Betroffene leiden an Schwindel, Nasenbluten oder Kopfschmerzen. Meist wird der erhöhte Blutdruck zufällig bei einer Routineuntersuchung festgestellt.

Beschwerden bereiten jedoch die lebensbedrohlichen Folgen des Bluthochdrucks. Warnsignale für Herzinfarkt und Schlaganfall sind:

Herzinfarkt

  • starke Schmerzen in der Brust, die oft in den linken Arm ausstrahlen
  • Atemnot
  • Übelkeit
  • Todesangst
  • kalte Schweißausbrüche
  • allgemeines Schwächegefühl
  • blasse Hautfarbe

Ein Herzinfarkt kann auch „stumm“ (ohne die genannten Beschwerden) verlaufen.

Schlaganfall

  • Sehstörungen
  • Sprachstörungen
  • Sprachverständnisprobleme
  • Lähmungen
  • Taubheitsgefühl
  • Schwindel und Gangunsicherheit

Bei einem Herzinfarkt oder Schlaganfall – auch bei einem Verdacht darauf – ist sofort der Notarzt zu rufen.

 

Behandlung

Wie wird Bluthochdruck behandelt?

Bei einigen Patienten kann der Blutdruck durch Verhaltensänderungen im Alltag gesenkt werden – etwa durch den Abbau von Übergewicht, eine salzarme Kost, Verzicht auf Nikotin, Maßnahmen zur Stressbewältigung (z.B. Autogenes Training) und moderaten Ausdauersport.

Reichen diese Maßnahmen nicht aus, kann der Arzt zusätzlich blutdrucksenkende Tabletten verschreiben. Die Einnahme solcher Medikamente entbindet den Patienten nicht davon, durch sein eigenes Verhalten zur Senkung des Blutdrucks beizutragen. In vielen Fällen wirken sich gesunde Ernährung, Sport und der Verzicht auf Zigaretten so günstig aus, dass die blutdrucksenkenden Medikamente niedriger dosiert werden können.

Die Palette der Medikamente ist sehr groß. Einige Wirkstoffe reduzieren die Flüssigkeit in den Gefäßen, andere bewirken eine Erweiterung der Gefäße oder sie hemmen bestimmte Botenstoffe, die für eine Erhöhung des Blutdrucks sorgen können. Oft werden verschiedene Wirkstoffe kombiniert, um die Behandlung auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten abzustimmen. Wichtig ist dabei, dass die Tabletten über einen langen Zeitraum entsprechend der ärztlichen Verordnung und regelmäßig eingenommen werden. Auch dann, wenn der Blutdruck optimal eingestellt ist.

Tipps für eine schmackhafte und gesunde Ernährung

Ein fett- und salzarmer Speiseplan muss keinesfalls langweilig sein. Einfache und raffinierte Rezepte für den gesunden Genuss und eine gesunde Lebensführung gibt es unter http://www.herz-info.de/service/kueche.htm

Spezial

Expertentelefon für Menschen mit hohem Blutdruck

Seit ihrer Gründung im Jahre 1974 ist die Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL® – Deutsche Hypertonie Gesellschaft eine kompetente Adresse für alle Fragen rund um das Thema Bluthochdruck – sowohl für Ärzte als auch für Patienten.

Die Hochdruckliga hat unter anderem ein Herz-Kreislauf-Telefon eingerichtet. Von Montag bis Freitag beantworten Experten die Fragen von Patienten und deren Angehörigen.

Zum Expertentelefon

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Zuletzt aktualisiert: 01.07.2010