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Nikotinsucht
Das Portal Rauchfrei-durchstarten.de (Patienten- und Fachkreiseinformationen) wird gerade überarbeitet und steht Ihnen wieder ab dem 15.05. mit neuen Inhalten zur Verfügung.
Rauchen kann tödlich sein. Zahlreiche, teils lebensbedrohliche Krankheiten werden durch das Rauchen ausgelöst oder verstärkt: Allein in Deutschland sterben jährlich mehr als 110.000 Menschen an den Folgen ihres Tabakkonsums. Das sind etwa 300 Tote täglich – und somit mehr Todesfälle, als durch AIDS, Alkohol, andere Drogen oder Verkehrsunfälle verursacht werden.
Obwohl die meisten Raucher genau wissen, wie sehr sie ihrer Gesundheit mit ihrer Nikotinsucht schaden, schaffen es nur wenige von ihnen von den Zigaretten loszukommen. Pfizer möchte sie dabei unterstützen und ihnen helfen, die Nikotinsucht zu überwinden.
wirkungen
Was bewirken Nikotin und andere Tabaksinhaltsstoffe?
Mit jedem Zug an der Zigarette wird der Körper vergiftet. Das im Tabak enthaltene Nikotin gehört zu den stärksten Giften, die in der Natur vorkommen. Außerdem enthält Tabakrauch zahlreiche weitere Substanzen, die gesundheitsschädlich sind.
Tabakrauch erzeugt Sucht
Schon wenige Sekunden nach der Inhalation setzt Nikotin bestimmte Botenstoffe (z.B. Dopamin) im Gehirn frei, was sofort Gefühle von Glück, Belohnung und Entspannung auslöst. Daran gewöhnt sich das Gehirn nach geraumer Zeit – das Verlangen wird größer. Wenn der Tabakkonsum ausbleibt, treten Entzugserscheinungen wie Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen und/oder Aggressivität auf.
Für viele Menschen wird der Zug an der Zigarette zum Ritual: nach dem Essen, zu einem Glas Wein oder in Stresssituationen. So ist es nicht das Nikotin allein, das süchtig macht, sondern auch das Koppeln des Rauchens an bestimmte Alltagssituationen.
Tabakrauch macht körperlich krank
Tabakrauch – egal, ob aktiv oder passiv inhaliert – enthält mehr als 40 krebserregende Substanzen und ist für viele akute und chronische Leiden verantwortlich. Nahezu jedes Organ oder Gewebe wird durch das Rauchen geschädigt. Rund die Hälfte aller regelmäßigen Raucher stirbt an den Folgen des Tabakkonsums. Ihre Lebenserwartung ist durchschnittlich um 20 Jahre verkürzt.
Welche gesundheitlichen Folgen hat die Nikotinsucht?
An den in Deutschland häufigsten Todesursachen ist regelmäßiger Tabakkonsum als auslösender Faktor wesentlich beteiligt:
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Neben Bluthochdruck und erhöhten Cholesterinwerten gehört Rauchen zu den drei Hauptrisikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall). Bei Raucherinnen erhöht sich das Risiko zusätzlich, wenn sie die „Pille“ nehmen.
Krebserkrankungen
Rund ein Drittel aller Krebstodesfälle werden dem Zigarettenkonsum zugeschrieben: allen voran Lungen-, Speiseröhren-, Mundhöhlen- und Kehlkopfkrebs. Auch am Entstehen anderen Krebsarten (z.B. an Blase, Niere oder Gebärmutter) ist das Rauchen nachweislich beteiligt.
Erkrankungen der unteren Atemwege
Die chronische Bronchitis (Entzündung und Verengung der Atemwege) und das Lungenemphysem (Schwächung der Lungenstruktur) werden zu 90 Prozent auf das Rauchen zurückgeführt. Außerdem werden 70 Prozent aller Fälle von Asthma mit Tabakkonsum in Zusammenhang gebracht.
Rauchen und Sexualität
Regelmäßiger Tabakkonsum kann bei Frauen dazu führen, dass die Wechseljahre früher einsetzen. Frauen, die in der Schwangerschaft rauchen, gefährden die Gesundheit ihrer ungeborenen Kinder. Bei Männern sinkt durch den Tabakkonsum die Qualität der Spermien und es können Erektionsstörungen auftreten.
Wie verbessert sich meine Gesundheit nach der letzten Zigarette?
Nichtraucher zu werden und zu bleiben wird vom Körper belohnt. Seine Reaktionen sind erstaunlich:
- Nach 20 Minuten normalisiert sich die Körpertemperatur; Herzschlagfrequenz und Blutdruck gleichen sich denen eines Nichtrauchers an.
- Nach 24 Stunden sinkt der Gehalt an Kohlenmonoxid (schädlicher Stoff im Tabakrauch) im Blut. Die Organe und Gewebe erhalten mehr Sauerstoff, wodurch die körperliche Fitness und Leistungsfähigkeit zunimmt.
- Nach ein bis zwei Tagen verbessern sich Geruchs- und Geschmackssinn. Das Atmen fällt leichter und das Herzinfarktrisiko sinkt.
- Nach drei bis neun Monaten geht der Raucherhusten merklich zurück. Der Kreislauf stabilisiert sich, das Immunsystem wird gestärkt und die Lungenfunktion verbessert sich.
- Nach ein bis zwei Jahren sinkt das Herzinfarktrisiko um etwa die Hälfte.
- Nach zehn Jahren halbiert sich das Lungenkrebsrisiko.
- Nach 15 Jahren ist das Risiko von Herzinfarkt und Schlaganfall mit dem von Nichtrauchern vergleichbar.
entwöhnung
Wie wird die Nikotinsucht behandelt?
Zur Behandlung einer Nikotinsucht stehen nicht-medikamentöse und medikamentöse Methoden zur Verfügung.
Akupunktur und Verhaltenstherapie
70 bis 80 Prozent aller Raucher versuchen mindestens einmal, spontan mit dem Rauchen aufzuhören. Doch nur maximal fünf Prozent von ihnen schaffen es dauerhaft durchzuhalten. Hilfreich kann die Akupunktur sein, bei der bestimmte Punkte am Ohr mit Nadeln angeregt werden, um die Entzugserscheinungen einzudämmen. Hohe Erfolgsquoten verzeichnen Verhaltenstherapien (z.B. in Rauchentwöhnungsgruppen) oder auch spezielle Programme zur Raucherentwöhnung.
Medikamente gegen die Nikotinsucht
Bei der Nikotinersatztherapie wird der Körper weiterhin mit Nikotin versorgt (z.B. durch Kaugummis oder Pflaster), um die Entzugserscheinungen zu mindern. Neben den rezeptfreien Nikotinpräparaten gibt es verschreibungspflichtige Medikamente. Deren Wirkstoffe setzen wie Nikotin den Botenstoff Dopamin im Gehirn frei. Eines der Medikamente blockiert außerdem die Rezeptoren, an die sich Nikotin normalerweise im Gehirn anlagert. Die Folge: Wird eine Zigarette geraucht, bleibt der „Belohnungseffekt“ aus.
Sie möchten endlich mit dem Rauchen aufhören? Dann sprechen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt darauf an.
Sie oder er kann Ihnen Tipps für eine effektive Tabakentwöhnung geben oder Ihnen Adressen von Beratungsstellen nennen, bei denen Sie Hilfe erhalten können.
Wie gelingt der Weg aus der Nikotinsucht am besten?
Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass eine Kombination von Verhaltens- und medikamentöser Therapie der aussichtsreichste Weg aus der Nikotinsucht ist. Außerdem ist die Erfolgsquote bei einer Tabakentwöhnung mit ärztlicher Hilfe deutlich höher als ohne.
Auf dem Weg zum Nichtraucher unterstützt Pfizer Sie mit der Gesundheitsinitiative Rauchfrei durchstarten www.rauchfrei-durchstarten.de. Auf der Homepage finden Sie unter anderem
- Hinweise zur Vorbereitung einer Tabakentwöhnung
- Selbsttests zum Rauchverhalten
- Informationen zu medikamentösen und nichtmedikamentösen Therapien
- Durchhaltetipps
- Expertenvideos
Weiterführende Informationen
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