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Infektionen durch Bakterien, Viren oder Pilze
Infektionskrankheiten können durch verschiedene Erreger wie Bakterien, Viren oder Pilze ausgelöst werden. Je nach Art des Erregers verlaufen sie sehr unterschiedlich.
Pfizer möchte über die verschiedenen Arten von Infektionskrankheiten informieren. Wir erklären, wie sich diese Erkrankungen äußern, und zeigen, welche verschiedenen Medikamente gegen Infektionskrankheiten helfen.
Außerdem möchten wir das neue Unternehmen ViiV Healthcare vorstellen, das sich den Kampf gegen HIV und AIDS zur Aufgabe gemacht hat.
Was sind Infektionskrankheiten?
Unter dem Oberbegriff Infektionskrankheiten werden zahlreiche Erkrankungen zusammengefasst, die durch eine Ansteckung mit Erregern wie Bakterien, Viren oder Pilzen entstehen. Sie unterscheiden sich hinsichtlich der Erkrankungsschwere, ihres Verlaufs, der typischen Beschwerden und der Behandlungsmöglichkeiten.
In erster Linie werden Infektionskrankheiten nach Art ihrer Erreger eingeteilt:
- Bakterien (z.B. Lungenentzündung, Tuberkulose, Hirnhautentzündung)
- Pilze (z.B. Aspergillose, Kandidose)
- Viren (z.B. Grippe, Hepatitis, HIV)
Daneben gibt es weitere Infektionskrankheiten, die durch andere Erreger wie die so genannten Protozoen ausgelöst werden – beispielsweise Malaria und Toxoplasmose.
Die Erreger können auf unterschiedliche Wegen auf den Menschen übertragen werden – etwa durch die Luft über eine so genannte Tröpfcheninfektion, als Kontakt- oder Schmierinfektion, durch Geschlechtsverkehr oder Blutkonserven oder auch durch lebende Überträger, wie beispielsweise blutsaugende Insekten.
Wer ist von Infektionskrankheiten betroffen?
Grundsätzlich kann jeder Mensch an einer Infektionskrankheit erkranken. Besonders gefährdet sind Personen, bei denen aufgrund einer Erkrankung oder von Medikamenten das Immunsystem geschwächt ist.
Am häufigsten treten bakterielle und Virusinfektionen auf. Da es unzählige Arten von Infektionskrankheiten gibt, kann man eine genaue Anzahl an Krankheitsfällen kaum angeben. Statistisch erfassen lassen sich hingegen die Todesfälle. Laut Angaben des Robert Koch-Instituts, des Bundesinstituts für Infektionskrankheiten, sterben allein in Deutschland jährlich etwa 30.000 Personen an den Folgen einer Infektionskrankheit.1
Ein gefährliches Merkmal von Infektionskrankheiten ist die in vielen Fällen leichte Übertragbarkeit des Erregers von Mensch zu Mensch. Manche Krankheiten können sich daher sehr schnell ausbreiten – und eine Epidemie verursachen. Kommt es länderübergreifend oder sogar weltweit zu einer plötzlichen Erhöhung der Krankheitszahlen, spricht man von einer Pandemie.
Wie äußern sich Infektionskrankheiten?
So unterschiedlich und zahlreich Infektionskrankheiten sind, so verschieden sind auch die Beschwerden, die sie auslösen. Sehr häufig kommt es zu einer Entzündung. Der von der Erkrankung betroffene Bereich des Körpers rötet sich und schwillt an, er schmerzt und juckt.
Wenn Infektionskrankheiten die Atemwege befallen, leiden die Betroffenen an Husten, Schnupfen, Heiserkeit und Halsschmerzen. Wenn sie sich auf den Magen-Darm-Trakt auswirken, treten Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder auch Magenkrämpfe auf. Wenn die Harnwege infiziert sind, verursacht das Wasserlassen einen brennenden Schmerz. In manchen Fällen ist dem Urin Blut beigemengt.
Daneben können Beschwerden auftreten, die den ganzen Körper erfassen. Die Betroffenen fühlen sich krank und müde, haben Kopf- und Gliederschmerzen und eine erhöhte Körpertemperatur bis hin zum Fieber.
Ob Beschwerden auftreten und wie stark sie sind, hängt nicht nur von der Art des Erregers ab, sondern auch von der Leistungsfähigkeit des Immunsystems. Wenn es geschwächt ist, können eigentlich ungefährliche Erreger gefährliche oder sogar lebensbedrohliche Beschwerden auslösen.
Wie werden Infektionskrankheiten behandelt?
Die Behandlung von Infektionskrankheiten, bei der meist Medikamente eingesetzt werden, richtet sich nach der Art ihres Erregers.
Wirksamstes Mittel gegen bakterielle Infektionskrankheiten sind die so genannten Antibiotika. Sie töten die Bakterien, lösen sie auf oder verhindern, dass sie sich weiter vermehren können. Eine ähnliche Wirkungsweise haben Antimykotika, die gegen Pilzinfektionen eingesetzt werden.
Bei viralen Infektionskrankheiten ist die Therapie komplizierter. Gegen einige Viren helfen die so genannten Virostatika, die eine Vermehrung der Viren im Körper hemmen. Aber bei vielen Viruserkrankungen stehen bislang noch keine speziellen Wirkstoffe zur Verfügung. Die Behandlung beschränkt sich in diesen Fällen darauf, die Beschwerden beispielsweise mit Schmerzmitteln oder fiebersenkenden Präparaten zu lindern.
Damit Infektionskrankheiten gar nicht erst ausbrechen, werden gegen einige Erreger Schutzimpfungen eingesetzt. Manche bieten schon nach der ersten Impfung einen ausreichenden Schutz, andere müssen in regelmäßigen Abständen wiederholt werden.
Gegen die meisten Infektionskrankheiten gibt es spezielle und wirksame Medikamente. Wenn bei Ihnen typische Beschwerden auftreten, sollten Sie deshalb Ihre Ärztin oder Ihren Arzt aufsuchen.
Dort werden Sie ausgiebig untersucht, um den Erreger zu identifizieren. Nur so kann für Sie die beste Therapie gefunden werden.
Gemeinsam gegen AIDS

- Die rote Schleife ist das weltweite Symbol der Solidarität mit HIV-Infizierten und AIDS-Kranken
Um im Kampf gegen die bisher noch nicht heilbare Infektionskrankheit HIV/AIDS noch stärker und effektiver zu sein, haben sich die beiden Arzneimittelhersteller Pfizer und GlaxoSmithKline (GSK) unter dem Namen ViiV Healthcare zu einem spezialisierten Pharmaunternehmen zusammengeschlossen.
Das neue Unternehmen hat sich das Ziel gesetzt, den zunehmend komplexen Bedürfnissen der Menschen mit HIV beziehungsweise AIDS weltweit bestmöglich gerecht zu werden. Dank seiner Spezialisierung ist ViiV Healthcare in der Lage, schneller als andere große Unternehmen auf die Bedürfnisse der Betroffenen zu reagieren.
Zurzeit befinden sich im Portfolio des gemeinsamen Unternehmens zehn Medikamente gegen die Infektionskrankheit. An weiteren sieben Substanzen wird geforscht. Durch den Zusammenschluss der beiden Unternehmen und die Bündelung der Ressourcen wird es künftig möglich sein, die Suche nach neuen, wirksamen Medikamenten noch schneller und effektiver voranzutreiben – auch in Zusammenarbeit mit weiteren Partnern.
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Referenzen
Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Heft 18: Neu und vermehrt auftretende Infektionskrankheiten. Robert Koch-Institut, Berlin, 2003


