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Brust-, Magen-/Darm-, Nierenkrebs, gastrointestinale Stromatumore und pankreatische neuroendokrine Tumore
Krebserkrankungen sind weit verbreitet. Wurde die Diagnose durch den Arzt gestellt, wirft sie bei den Betroffenen und ihren Angehörigen viele Fragen auf: Wie wird sich der Gesundheitszustand entwickeln? Wie lässt sich Krebs behandeln, vielleicht auch heilen?
Die Behandlung von Krebserkrankungen ist ein Schwerpunkt der Forschung bei Pfizer. Wir möchten Ihnen und Ihren Angehörigen helfen, die Krankheit besser zu verstehen, und Ihre Fragen beantworten.
Was sind Brust-, Magen-/Darm-, Nierenkrebs, gastrointestinale Stromatumore und pankreatische neuroendokrine Tumore?

- Brustkrebs
Brustkrebs
Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen. [1] Aber auch Männer können daran erkranken. Meist lässt sich Brustkrebs durch ein Abtasten der Brust und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt frühzeitig entdecken und behandeln. Bei einer frühen Diagnose ist in den meisten Fällen eine brusterhaltende Operation möglich.
Darmkrebs
Der Darmkrebs ist bei Männern und Frauen die zweithäufigste Krebserkrankung.1 Sie lässt sich bei früher Diagnose sehr gut heilen. Die wichtigsten Waffen im Kampf gegen den Darmkrebs sind daher Maßnahmen zur Vorsorge und Früherkennung. Dazu gehören unter anderem die Darmspiegelung ab einem Alter von 55 Jahren sowie der Arztbesuch, wenn Unregelmäßigkeiten beim Stuhlgang oder Blut im Stuhl auftreten.
Magenkrebs
Magenkrebs zählt ebenfalls zu den häufigeren Krebsarten, auch wenn die Zahl der Neuerkrankungen in den letzten Jahrzehnten zurückgegangen ist. Bei anhaltenden Magenbeschwerden sollte man auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen, denn bei frühzeitiger Diagnose lässt sich Magenkrebs gut therapieren.
Nierenkrebs
Der Nierenkrebs zählt zu den selteneren Krebsarten. Er betrifft Männer häufiger als Frauen und tritt überwiegend im höheren Alter auf. Da er meist nur eine Niere befällt, ist die Urinausscheidung häufig weiterhin möglich. Zum Teil ist dieser Anstieg durch eine verbesserte Diagnostik zu erklären, wie zum Beispiel die häufigeren Früherkennungen mittels Ultraschalluntersuchung.
GI-Stromatumore (GIST)
Die gastrointestinalen Stromatumore zählen ebenfalls zu den selteneren Krebserkrankungen. Sie treten zwar auch im Magen-Darm-Trakt auf, gehören aber zu den so genannten Weichteiltumoren.
Pankreatische neuroendokrine Tumore (pNET)
Auch die pankreatischen neuroendokrinen Tumore gehören zu den selteneren Krebserkrankungen. Die pankreatischen neuroendokrinen Tumore gehen von den neuroendokrinen, hormonproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse aus. Ein typischer und der häufigste Vertreter ist das Insulinom.
Für alle Krebsarten gilt: Eine frühzeitige Diagnose ist das A und O der erfolgreichen Behandlung.
Suchen Sie deshalb bei anhaltenden Beschwerden Ihren Hausarzt auf!
Wer ist von Brust-, Magen-/Darm-, Nierenkrebs, gastrointestinalen Stromatumoren und pankreatischen neuroendokrinen Tumoren betroffen?
Grundsätzlich treten die meisten Krebserkrankungen eher bei älteren als bei jüngeren Menschen auf. Daher ist das Alter ein Risikofaktor für Krebs, den wir aber nicht beeinflussen können.
Bei vielen Krebsarten hängt die Erkrankungsrate vom Geschlecht ab. So tritt Brustkrebs überwiegend bei Frauen auf und betrifft nur in seltenen Fällen auch Männer. Bei anderen Arten, wie beispielsweise dem Nierenkrebs, sind mehr Männer als Frauen betroffen. Die Gründe für diese ungleiche Verteilung sind bislang noch unbekannt.
Ansonsten gilt für alle Menschen, egal ob jung oder alt, ob Frau oder Mann: Eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und der Verzicht auf schädigende Faktoren wie zum Beispiel Rauchen, intensive Sonnenbäder oder übermäßigen Alkoholgenuss helfen, ein langes gesundes Leben zu führen.
Eine Patientin, die an pNET leidet, berichtet in einem Kurzfilm über ihre Erfahrungen mit der Krankheit.
In der Wissenschaft weiß man heute, dass es den einen Krebs nicht gibt. Vielmehr gibt es rund 200 unterschiedliche Krebsarten, die sich bei genauer Betrachtung jeweils in mehrere Unterarten einteilen lassen. Diese Unterarten unterscheiden sich zum Teil so stark voneinander, dass sie in der Medizin als völlig eigenständige Erkrankungen betrachtet werden. Eine dieser Krebserkrankungen sind die so genannten pankreatischen neuroendokrinen Tumoren, kurz pNET. Diese sehr seltene und schwer zu behandelnde Krebserkrankung entsteht im hormonproduzierenden (endokrinen) Gewebe der Bauchspeicheldrüse und wird häufig erst im fortgeschrittenen Stadium oder sogar gar nicht erkannt. In einem Kurzfilm schildert eine pNET-Patientin ihren Umgang mit der Krankheit und berichtet über ihr Engagement als Vorsitzende der „Bundesorganisation Selbsthilfe NeuroEndokrine Tumoren e.V.“ (BS-NET).
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Wie äußern sich Brust-, Magen-/Darm-, Nierenkrebs, gastrointestinale Stromatumore und pankreatische neuroendokrine Tumore?
Bei den meisten Krebsarten treten zu Beginn der Erkrankung noch keine Beschwerden auf. Erst im weiteren Krankheitsverlauf kommt es zu Symptomen, die sich je nach Krebsart unterscheiden.
Auffälligstes Zeichen von Brustkrebs sind tast- und sichtbare Veränderungen des Körpers. Manchmal zieht sich die Haut oder die Brustwarze ein, aus der Brustwarze tritt Flüssigkeit aus oder es findet sich ein tastbarer Knoten bei der Selbst- oder ärztlichen Untersuchung. Möglicherweise sind Lymphknoten in der Achselhöhle vergrößert.
Bei Darmkrebs ändert sich die Häufigkeit der Darmentleerung oder die Menge des Stuhls, dem oft Blut beigemengt ist. Auch eine plötzliche Gewichtsabnahme oder Bauchschmerzen können Anzeichen dieser Erkrankung sein. Ähnlich sind die Symptome bei Magenkrebs.
Nierenkrebs äußert sich durch charakteristische Schmerzen in der Flanke, die auch den Rücken befallen. Im Urin ist meist Blut erkennbar. Weitere Symptome sind ungewollter Gewichtsverlust, Müdigkeit und Appetitlosigkeit.
Bei GI-Stromatumoren hängen die Symptome davon ab, welcher Ort des Verdauungstrakts von der Erkrankung betroffen ist. Typische Beschwerden können Bauchschmerzen, Blut im Stuhl, Übelkeit und blutiges Erbrechen sein. In manchen Fällen treten Schluckstörungen, Verstopfung oder sogar ein Darmverschluss auf.
Pankreatische neuroendokrine Tumore können sich durch Beschwerden wie Bauchschmerzen oder Völlegefühl äußern. In bestimmten Fällen ähneln die Symptome auch den Beschwerden, die durch eine Bauchspeicheldrüsenentzündung hervorgerufen werden – etwa Bauchschmerzen, Verdauungsbeschwerden oder auch Übelkeit. Durch die Sekretion von Hormonen, wie dem Insulin, kann es zu Fehlsteuerungen im Hormonstoffwechsel (Dysregulationen) kommen, die sich im Fall des Insulinoms mit einer Hypoglykämie, also einem gefährlichen Sinken des Blutzuckerspiegels, äußern können.
Wie werden Brust-, Magen-/Darm-, Nierenkrebs, gastrointestinale Stromatumore und pankreatische neuroendokrine Tumore behandelt?
Bei den meisten Krebserkrankungen werden unterschiedliche Therapiemethoden kombiniert. An erster Stelle steht dabei meist eine Operation, um das bösartige Gewebe zu entfernen.
Als Alternative oder in Kombination mit einer Operation wird häufig eine Strahlentherapie durchgeführt. Dabei wird die betroffene Region des Körpers mit ionisierenden Strahlen „beschossen“, um die Krebszellen zu zerstören. In vielen Fällen wird die Strahlentherapie auch eingesetzt, um einen Tumor vor einer Operation zu verkleinern, damit er leichter entfernt werden kann.
Bei einer Chemotherapie werden – oft nach einer Operation – im Körper vorhandene Krebszellen mit besonderen Medikamenten abgetötet, den so genannten Zytostatika. Ähnlich wie die Strahlentherapie kann man die Chemotherapie auch vor einer Operation durchführen, um den Tumor zu verkleinern.
Die heutigen Zytostatika sind deutlich schonender als früher verwendete Medikamente. Dennoch bleiben Nebenwirkungen während einer Chemotherapie nicht aus – beispielsweise Erbrechen, Durchfälle, Haarausfall und Schleimhautschädigungen.
Vorsorgeuntersuchungen
Viele Krebsarten können heutzutage geheilt werden, wenn man sie früh entdeckt und behandelt. Vorsorgeuntersuchungen sind wichtig, denn sie ermöglichen eine rechtzeitige Diagnose. Deshalb übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für folgende Untersuchungen:
- Mammografie für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre
- Darmspiegelung ab 55 Jahren
- Untersuchung am ganzen Körper auf Hautkrebs ab 35 Jahren alle zwei Jahre
- Prostatauntersuchung für Männer ab 45 Jahren einmal jährlich
Um Krebs vorzubeugen, sollten Sie bei anhaltenden Beschwerden, wie beispielsweise Magenschmerzen oder Problemen beim Stuhlgang, grundsätzlich einen Arzt aufsuchen. Frauen sollten einmal im Monat ihre Brust abtasten, um vorhandene Knoten möglichst früh zu entdecken.
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Referenzen
Robert Koch-Institut und Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. Krebs in Deutschland 2005/2006, Häufigkeiten und Trends. 7. Ausgabe, 2010




