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Pädiatrie
Gezielte Behandlung für kleine Patienten
Kinder brauchen Therapien, die auf ihre individuelle körperliche Entwicklung abgestimmt sind. Im kindlichen Organismus funktionieren beispielsweise der Stoffwechsel und das Nerven- und Hormonsystem anders als bei Erwachsenen. Für die Arzneimittelhersteller bedeutet das, nach der Zulassung eines Medikaments für erwachsene Patienten eine Reihe von weiteren klinischen Studien durchzuführen, mit denen die Wirksamkeit und Sicherheit in der pädiatrischen Anwendung nachgewiesen wird. Pfizer hat sein Engagement in der Erforschung von Medikamenten für Kinder und Jugendliche ausgebaut, beispielsweise in der Rheumatologie und bei Impfstoffen.
Die Aufklärung von Kindern, die möglicherweise an einer klinischen Studie teilnehmen, ist essentiell und zugleich herausfordernd. Pfizer Deutschland hat zur Unterstützung des Arztes gemeinsam mit einem Psychologen und einem Pädiater eine informative und kindgerechte Broschüre erstellt, an der auch Eltern und Kinder mitgearbeitet haben: „Forschen, um neue Medikamente zu finden. Klinische Studien für Kinder erklärt“. Die Broschüre ist für Kinder ab 7 Jahren geeignet und leitet sie mit kurzen Texten und ansprechenden Illustrationen durch das Thema.
Sie können die Broschüre bestellen bei:
Pfizer Deutschland GmbH
Jennifer Theil
Anett Müller
Linkstr. 10
10785 Berlin
Jennifer.Theil[at]pfizer.com
Schuppenflechte
Rheumatische Erkrankungen sind weit verbreitet. Der Begriff „Rheuma“ steht nicht für ein bestimmtes Krankheitsbild, sondern ist vielmehr ein Sammelbegriff für verschiedene entzündliche Erkrankungen des Bewegungsapparates, von denen nicht nur ältere Menschen betroffen sind.
Juvenile Idiopathische Arthritis („Kinder-Rheuma“)
In Deutschland leiden etwa 50.000 Kinder und Jugendliche an rheumatischen Erkrankungen. Davon sind etwa 20.000 junge Patienten an chronischen Gelenkentzündungen erkrankt. Mit dem Begriff „Kinderrheuma“ wird eine ganze Gruppe verschiedener, oft schmerzhaft chronisch-entzündlicher Erkrankungen umschrieben. Am häufigsten handelt es sich um die sogenannte Juvenile Idiopathischen Arthritis (JIA). Die Ursache für rheumatische Erkrankungen bei Kindern konnte bis heute noch nicht genau geklärt werden. Es wird vermutete, dass eine vererbte Veranlagung im Zusammenspiel mit äußeren Faktoren zu einer Autoimmunreaktion des Körpers führt: Das Immunsystem greift dabei körpereigene Strukturen an und verursacht dadurch entzündliche Prozesse, zum Beispiel in den Gelenken, die zu schmerzhaften Schwellungen und Einschränkungen der Beweglichkeit führen können.
Frühzeitige Behandlung ist wichtig
Bei jungen Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen ist eine rechtzeitige Diagnose und gezielte Therapie besonders wichtig. Wenn eine fachgerechte Behandlung frühzeitig gewährleistet ist, stehen bei vielen kleinen Patienten die Chancen für einen erfolgreichen Therapieverlauf gut.
Für die Behandlung von rheumatischen Erkrankungen im Kindesalter stehen unterschiedliche Therapien und Medikamente zur Verfügung. Sie lindern die Schmerzen und wirken den Entzündungen der Gelenke entgegen. Angewendet werden beispielsweise moderne „Biologicals“ (so werden biotechnologisch hergestellte Wirkstoffe genannt), die direkt in das Entzündungsgeschehen eingreifen.
Rheumatische Erkrankungen führen meist zu einer Einschränkung der Beweglichkeit. Betroffene Kinder haben beispielsweise Schwierigkeiten, eine Treppe hinaufzusteigen oder Gegenstände mit der Hand zu greifen. Manche versuchen auch, sich durch eine Vermeidung von bestimmten Bewegungen vor Schmerzen zu schützen. Wenn Eltern bei ihrem Kind Anzeichen einer rheumatischen Erkrankung entdecken, sollten sie den Kinderarzt oder einen Kinderrheumatologen um Rat fragen.
Weitere Information zum Thema „Kinderrheuma“ bei der Fachgesellschaft GKJR unter www.gkjr.de und der Kinderrheumastiftung unter
www.kinder-rheumastiftung.de
Juvenile Plaque-Psoriasis („Schuppenflechte“)
Eine chronisch-entzündliche Autoimmunkrankheit, an der junge Patienten leiden, ist die Schuppenflechte. Als typisches Symptom entstehen bei dieser Erkrankung, die oft in Schüben auftritt, rötlich gefärbte, juckende, schuppige Stellen auf der Haut. So wie die Juvenile Idiopathische Arthritis wird auch die Schuppenflechte durch eine Störung des körpereigenen Immunsystems verursacht. Für viele junge Patienten ist die Erkrankung mit einem besonders hohen Leidensdruck verbunden, da sie die sichtbaren Symptome der Schuppenflechte im Alltag oft wie eine Stigmatisierung empfinden.
Bei leichteren Formen wird mit schuppenlösenden und entzündungshemmenden Salben behandelt, bei schwereren Ausprägungen der Erkrankung werden spezifischen Medikamente eingesetzt. Bei der Behandlung der Hautkrankheit werden in vielen Fällen ähnliche Wirkstoffe eingesetzt wie bei der Therapie von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. So sind beispielsweise „Biologicals“ in der Lage, bestimmte Prozesse des Immunsystems zu hemmen, sodass die Entzündungsreaktion der Haut unterdrückt werden kann.
störungen
Wenn ein Kind langsamer oder weniger wächst als andere Kinder in seinem Alter, kann das unterschiedliche Ursachen haben. Die Erbanlagen spielen beim Wachstum ebenso eine Rolle wie beispielsweise die Ernährung. Aber auch ein Mangel des Wachstumshormons Somatotropin kann dazu führen, dass ein Kind deutlich kleiner bleibt als seine Altersgenossen. Etwa jedes fünftausendste Kind kommt mit einem Wachstumshormonmangel zur Welt.
Wenn Eltern den Eindruck haben, dass ihr Kind sehr langsam heranwächst, so besteht in den meisten Fällen kein Grund zur Sorge. Oft machen Kinder erst in der Pubertät einen Schub und wachsen dann in einem relativ kurzen Zeitraum besonders schnell. Trotzdem sollte man Anzeichen für einen möglichen Kleinwuchs nicht ignorieren und den Kinderarzt um Rat fragen. Durch besondere Untersuchungen, beispielsweise durch die Analyse von Röntgenbildern der Handknochen, lässt sich feststellen, wie es um das Wachstum eines Kindes steht und ob vielleicht doch ein Hormonmangel vorliegt.
Moderne Behandlungsmethoden für den Wachstumshormonmangel
Ein Mangel an Wachstumshormonen lässt sich in der Regel gut behandeln, indem ein künstliches Hormon zugeführt wird. Dieses Hormon kann nicht als Tablette verabreicht werden, denn es besteht aus Eiweißverbindungen, die im Magen verdaut würden, bevor sie wirken könnten. Deshalb muss das Wachs- tumshormon – ähnlich wie bei einer Behandlung mit Insulin – regelmäßig unter die Haut gespritzt werden.
Dabei werden moderne Applikationshilfen eingesetzt, die so genannten „Pens“. Sie zeichnen sich durch eine einfache Handhabung aus und erinnern optisch eher an einen modernen Kugelschreiber als an eine klassische Spritze. So helfen sie den jungen Patienten und seinen Eltern, im Alltag einen souveränen, angstfreien Umgang mit der Krankheit zu entwickeln.
Ein souveräner Umgang mit der Erkrankung ist das beste Rezept, um Missverständnisse oder Ausgrenzungen der betroffenen Kinder zu vermeiden.
Wichtig ist deshalb, dass die betroffenen Familien die Erkrankung nicht geheim halten, sondern Vertrauenspersonen wie Verwandte, Freunde oder auch Lehrer informieren.
Viele Infektionskrankheiten lassen sich mit Antibiotika gut behandeln. Dennoch sollte man die gesundheitlichen Gefahren, die von Bakterien ausgehen, nicht unterschätzen. Für Säuglinge und Kleinkinder ist das Risiko besonders groß, da deren Immunsystem noch nicht richtig ausgebildet ist.
Pneumokokken und Meningokokken – gefährlich für Säuglinge und Kleinkinder
Zu den besonders gefährlichen Bakterienstämmen zählen beispielsweise Pneumokokken und Meningokokken, da sie schwere Infektionen wie Blutvergiftung, Hirnhautentzündung und Lungenentzündung oder auch schmerzhafte Mittelohrentzündungen auslösen können. Eine Ansteckung mit den Bakterien Streptokokkus pneumonia (Pneumokokken) und Neisseria meningitidis (Meningokokken) kann bei Kindern längere Aufenthalte im Krankenhaus mit sich bringen und schlimmstenfalls sogar tödlich enden.
Durch eine frühzeitige Impfung lassen sich Kinder vor solchen Gefahren wirkungsvoll schützen. Deshalb hat die Ständige Impfkommission (STIKO), ein vom Bundesgesundheitsministerium berufenes Expertengremium, den Schutz vor Pneumokokken und Meningokokken 2006 in den Standard-Impfkalender aufgenommen. Die Kosten der Impfungen werden seitdem von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
Empfohlene Impfungen:
- Für Säuglinge und Kinder bis zum vollendeten zweiten Lebensjahr werden vier Impfungen gegen Pneumokokken empfohlen
- Für Kinder ab dem vollendeten zweiten Lebensjahr und Jugendliche mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung beispielsweise infolge einer chronischen Erkrankung empfiehlt die STIKO eine sogenannte Indikationsimpfung.
- Für Kinder ab zwölf Monaten wird eine Impfung gegen Meningokokken empfohlen.
Impfplan gewährleistet langfristigen Schutz
Impfstoffe werden aus abgetöteten oder abgeschwächten Erregern hergestellt, manchmal enthalten sie auch bestimmte Teile von den Krankheitserregern. Durch die Impfung wird der Körper langfristig gegen diese Krankheitserreger immunisiert, da die körpereigene Abwehr in die Lage versetzt wird, schnell die passenden Antikörper zu produzieren. Manche Impfungen wirken langfristig und können den Körper über Jahrzehnte immunisieren, andere müssen nach einem bestimmten Muster aufgefrischt werden.
Um einen nachhaltigen Schutz zu erreichen, ist es wichtig, den empfohlenen Impfplan einzuhalten.
Welche Impfungen für ein Kind in welchem Alter nötig und sinnvoll sind, können Eltern bei ihrem Kinderarzt in Erfahrung bringen. Außerdem finden sie einen individualisierbaren Impf-Kalender mit automatischem Erinnerungsservice unter www.impftipp.de.
Bei der Hämophilie, die umgangssprachlich auch Bluterkrankheit genannt wird, ist die Blutgerinnung gestört, so dass Blut aus Wunden nur schwer oder gar nicht gerinnt und es je nach Schweregrad auch zu spontanen Blutungen ohne sichtbare Wunden kommen kann. Betroffen sind fast ausschließlich Jungen bzw. Männer.
Hämophilie tritt bei ca. einem von 5.000 männlichen Neugeborenen auf. In den meisten Fällen wird die Krankheit vererbt, aber sie kann auch in Familien auftreten, die keine genetische Veranlagung mitbringen. Bei ungefähr jedem dritten Betroffenen wird die Hämophilie durch eine spontane Änderung im Erbgut hervorgerufen.
Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten der Hämophilie
Die Ursache für die Störung der Blutgerinnung ist ein Mangel an bestimmten Eiweißen im Blut, den so genannten Gerinnungsfaktoren. Die Blutgerinnung ist ein komplexer Prozess, an dem diese Substanzen in einer Art Kettenreaktion beteiligt sind. Behandelt wird die Erkrankung deshalb durch eine Zufuhr des fehlenden Gerinnungsfaktors. Dazu wird ein so genanntes Faktorkonzentrat direkt in den Blutkreislauf gespritzt.
Gerinnungsfaktoren können nicht als Tablette verabreicht werden, da sie im Magen verdaut würden, bevor sie wirken könnten. Die Behandlung mittels Faktorkonzentrat erfolgt anfangs meist durch den Arzt, sie kann aber nach einer entsprechenden Schulung auch von den Eltern der betroffenen Kinder bzw. im entsprechenden Alter auch von den Patienten selbst zuhause durchgeführt werden.
Bei den meisten Kindern fällt eine Hämophilie auf, sobald sie anfangen zu krabbeln. Die ersten Anzeichen sind schnell und häufig entstehende blaue Flecken, die nicht verschwinden wollen oder kleine Wunden, die schlecht oder gar nicht verheilen.
Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Kind an Hämophilie leidet, sollten Sie entweder den Kinderarzt um Rat fragen oder ein spezialisiertes Hämophilie-Behandlungszentrum aufsuchen.
Informationen zu den Adressen der Behandlungszentren bietet die Deutsche Hämophiliegesellschaft (DHG) auf ihrer Internetseite http://www.dhg.de
Therapie-
gebiete
Kindliches Glaukom und erhöhter Augeninnendruck
Unter dem Begriff Glaukom (Grüner Star) versteht man eine Augenkrankheit, die zu schweren Sehbehinderungen und zur Erblindung führen kann. Beim Glaukom sterben Fasern des Sehnervs ab, der die optischen Eindrücke vom Auge ins Gehirn weiterleitet. In vielen Fällen ist die Erkrankung mit einem erhöhten Augeninnendruck verbunden. Betroffen sind vor allem ältere Menschen, aber auch Kinder können am Glaukom erkranken. Für die Behandlung stehen unter anderem besondere Augentropfen zur Verfügung, die eine Senkung des erhöhten Augeninnendrucks bewirken.
Erhöhter Cholesterinspiegel
Verschiedene Faktoren haben einen Einfluss auf den Cholesterinspiegel im Blut. Eine ungesunde, fettreiche Ernährung oder ein Mangel an Bewegung können den Cholesterinspiegel steigen lassen, aber auch die familiäre Veranlagung spielt eine Rolle. Gefährlich ist eine bestimmte Cholesterin-Form, das LDL-Cholesterin, da es sich in den Wänden von Blutgefäßen ablagert und eine Arterosklerose (auch Arterienverkalkung genannt) verursacht, die schlimmstenfalls zu Herzversagen führen kann.
Bipolare Störung
Bei einer bipolaren Störung, früher auch „manisch-depressive Erkrankung“ genannt, erleben die Patienten einen episodischen Verlauf ihrer Stimmung, ihres Antriebs und ihrer Aktivität. Zwischen den einzelnen Krankheitsepisoden kehrt ein meist unauffälliger Normalzustand ein, während Krankheitsphasen beispiels- weise von Antriebslosigkeit geprägt sind. Die bipolare Störung zählt zu den häufigeren psychischen Erkrankungen und lässt sich heute mit modernen Behandlungsmethoden relativ gut behandeln. Gewöhnlich treten die ersten Symptome einer bipolaren Störung zwischen dem zwanzigsten und dreißigsten Lebensjahr auf. In seltenen Fällen können die ersten Krankheitsepisoden aber auch schon bei Jugendlichen vorkommen und sollten frühzeitig behandelt werden.
Pulmonal-arterielle Hypertonie („Lungenhochdruck“)
Die pulmonal-arteriellen Hypertonie (PAH) ist eine seltene Erkrankung der Lunge, die durch anhaltenden hohen Bluthochdruck in der Lunge gekennzeichnet ist und deshalb auch Lungenhochdruck genannt wird. Sie tritt bei Erwachsenen, aber auch bei Kindern und Jugendlichen auf. Die Erkrankung kann zu Herzversagen und frühem Tod führen. Durch eine gezielte Behandlung lassen sich die Blutgefäße in der Lunge erweitern, wodurch der Blutdruck im Lungenkreislauf sinkt. Dadurch können die Belastbarkeit und Lebensqualität auch von jungen Patienten im Alter zwischen einem und 17 Jahren mit Lungenhochdruck deutlich verbessert werden.
Nichtverschreibungspflichtige Medikamente
Die meisten der nicht verschreibungspflichtigen Arzneimittel von Pfizer sind ebenfalls für Jugendliche zugelassen, unter anderem die Schmerzmittel von Spalt (www.spalt-online.de), die Nahrungsergänzungsmittel von Centrum (www.centrum-online.de) und Vitasprint B12 (www.vitasprint.de) oder auch die Beruhigungs- und Einschlafmittel von Baldriparan (www.baldriparan.de). Die Altersbegrenzung hängt jeweils von Dosierung, Wirkstoff und Indikation ab.
Blähungen bei Babys
In den ersten Lebensmonaten leiden viele Babys an Blähungen. Pfizer hat mit sab simplex besondere Tropfen entwickelt, die gezielt gegen Luftansammlungen im Verdauungstrakt wirken. Nach der Einnahme gelangt der Wirkstoff direkt in den Verdauungstrakt und wird unverändert ausgeschieden. Weitere Informationen finden Sie hier: www.sab-simplex.de
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