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Psoriasis-Arthritis

Prosiosis Arthritis

Psoriasis-Arthritis ist eine entzündliche Gelenkerkrankung (Arthritis). In den meisten Fällen tritt diese rheumatische Erkrankung zusammen mit einer Hauterkrankung, der Schuppenflechte (Psoriasis), auf.

Vielleicht haben Sie jemanden in der Familie, der unter Psoriasis-Arthritis leidet. Oder Sie gehören selbst zu den Betroffenen. Wir von Pfizer möchten Ihnen helfen, die Erkrankung und ihre Therapiemöglichkeiten besser zu verstehen.

 

Krankheitsbild

Was ist Psoriasis-Arthritis?

Psoriasis-Arthritis, auch Schuppenflechtenarthritis genannt, tritt vorwiegend an Hand- und Fußgelenken sowie an der Wirbelsäule auf. Meist werden die Gelenkentzündungen von einer Schuppenflechte (Psoriasis) begleitet, die Haut oder Nägel befällt. In schwereren Fällen kann die Erkrankung zu Verformungen der Gelenke führen.

Die Ursachen der Psoriasis-Arthritis sind noch nicht vollständig erforscht. Genetische Faktoren sowie bestimmte Umwelteinflüsse scheinen die Entstehung der Erkrankung zu begünstigen. Experten gehen davon aus, dass die körpereigene Substanz TNF-alpha (Tumornekrosefaktor-alpha) eine Schlüsselrolle in den zellulären Entzündungsprozessen spielt. Genau diese Struktur ist das Ziel der modernen Medikamente: Sie blockieren die krankheitsauslösende oder -verstärkende Wirkung des TNF-alpha. Genaueres siehe unter Behandlung.

Betroffene

Wer ist von Psoriasis-Arthritis betroffen?

Psoriasis-Arthritis tritt bei etwa einem Fünftel bis einem Viertel aller Psoriasispatienten auf. Bei Erwachsenen ist die Psoriasis-Arthritis mit einem bis zwei von hundert Fällen etwa ebenso häufig wie die rheumatoide Arthritis und der Morbus Bechterew.

Männer und Frauen sind gleichermaßen betroffen, jedoch ist bei Männern die Wirbelsäule häufiger beteiligt als bei Frauen. Neuerkrankungen werden meist zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr diagnostiziert. Eine Sonderform der Psoriasis-Arthritis tritt schon vor dem 17. Lebensjahr auf: Man spricht hier von juveniler Psoriasis-Arthritis.

Symptome

Wie äußert sich die Psoriasis-Arthritis?

Gelenkbefallmuster bei der Psoriasis-Arthritis

Psoriasis-Arthritis befällt vorwiegend die Finger- oder Zehenendgelenke der Hände und Füße, bei Männern häufig auch die Wirbelsäule. Meist werden die Gelenkentzündungen von einer Schuppenflechte (Psoriasis) der Haut oder der Nägel begleitet. In der Regel entwickeln sich die schuppigen Beläge, bevor die arthritischen Beschwerden der Gelenke einsetzen. Letztere schwellen an und verursachen Schmerzen, die darüber liegende Haut spannt und verfärbt sich. Auch an den Sehnen können Entzündungsherde entstehen. In schwereren Fällen kann die Erkrankung außerdem zu Deformationen der Gelenke führen. Der Krankheitsverlauf ist sehr unterschiedlich. Oft tritt die Krankheit in Schüben auf, zwischen denen es immer wieder symptomfreie Phasen gibt. In einigen Fällen verläuft die Erkrankung chronisch-kontinuierlich.

Behandlung

Wie wird Psoriasis-Arthritis behandelt?

Die Therapie der Psoriasis-Arthritis hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Ziele der Behandlung sind die Linderung der Hautsymptome und die langfristige Besserung der Gelenkentzündung. Für eine erfolgreiche medikamentöse Behandlung gibt es unterschiedliche Ansätze:1

  • Die Behandlung beginnt oft mit kortisonfreien entzündungshemmenden Arzneimitteln, den so genannten nicht-steroidalen Antirheumatika.
  • Im manchen Fällen ist die Therapie mit Kortisonpräparaten (Steroide) sinnvoll. Sie erzielt oft eine rasche Linderung.
  • Auch krankheitsmodifizierende Medikamente bzw. langwirksame Antirheumatika (Basistherapeutika) werden häufig zur Behandlung rheumatischer Erkrankungen verwendet.
  • Wenn diese Maßnahmen keine Besserung erzielen, werden biotechnologisch hergestellte Medikamente eingesetzt, die aktiv in den Krankheitsverlauf eingreifen (so genannte „Biologicals“). Zu dieser Medikamentenklasse gehören Wirkstoffe, die den körpereigenen Tumornekrosefaktor (TNF)-alpha binden. Sie hemmen den Entzündungsprozess und können die Symptome im günstigsten Falle sogar vollständig unterdrücken.
  • Auch die Bewegungs- und Ergotherapie, Wärme-/ Kältebehandlungen sowie physiotherapeutische Maßnahmen spielen eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Psoriasis-Arthritis
  • Wie bei anderen rheumatischen Erkrankungen gibt es in schwereren Fällen auch die Möglichkeit von Operationen am Bewegungsapparat und Gelenkprothesen
Spezial

Pfizer fördert Forschung im Bereich Psoriasis

Pfizer will die Forschung auf dem Gebiet der Psoriasis und der TNF-abhängigen Hauterkrankungen weiter vorantreiben und schreibt deshalb den Forschungspreis Dermatologie aus. Über die Vergabe der Förderung entscheidet ein unabhängiges Expertenkomitee. Nähere Informationen zum Forschungspreis finden Sie hier.

Psoriasis-Bund

Der Psoriasis-Bund mit etwa 7.000 Mitgliedern ist die größte Patientenorganisation im Bereich der Hautkrankheiten in Deutschland. Pfizer arbeitet eng mit der Interessengemeinschaft zusammen.

Leiden Sie unter Psoriasis-Arthritis? Haben Sie Fragen oder suchen den Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen? Dann wenden Sie sich an den Psoriasis-Bund. Den Link finden Sie rechts auf dieser Seite.

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Referenzen

  1. Boehncke WH et al. Psoriasis-Arthritis - eine interdisziplinäre Herausforderung. Dt Ärztebl 2006; 103(21): A1455-61

Zuletzt aktualisiert: 16.08.2011