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Basisinformation Schmerz

Neuroschmerz Cover

Schmerz ist nicht gleich Schmerz. Schmerzen können unterschiedlich stark sein und verschiedene Gründe haben. So unterscheidet man beispielsweise Knochen- und Gelenkschmerzen, Nervenschmerzen oder auch Migräne.

Die Schmerzempfindung ist ein lebenswichtiges Alarmsignal. Sie warnt uns, wenn etwas mit unserem Körper nicht stimmt. Aber wenn der Schmerz häufig kommt oder lange andauert, ist Vorsicht geboten. Denn das Gehirn ist in der Lage, ein Schmerzgedächtnis zu entwickeln. Vereinfacht ausgedrückt, werden die Nervenzellen dabei immer empfindlicher. Wenn sie immer wieder Schmerzimpulsen ausgesetzt sind, reichen nach einiger Zeit schon kleine Reize, um Schmerzen auszulösen. Der Körper reagiert auf diese Reize immer stärker, bis die Schmerzen irgendwann nicht mehr verschwinden. Wenn akuter Schmerz chronisch wird, verwandelt sich das Warnsignal in eine Erkrankung.

Rechtzeitig behandeln, Lebensqualität gewinnen

Ob akut oder chronisch: Jede Art von Schmerz ist unangenehm und beeinträchtigt unsere Lebensqualität. Darum ist es besonders wichtig, die Schmerzen frühzeitig und ausreichend zu behandeln. Dank moderner Therapiemethoden kann man Schmerzen heutzutage sehr gut behandeln.

Die Behandlung richtet sich nach der Stärke der Schmerzen: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ein gut bewährtes, so genanntes „Stufenschema“ entwickelt, das Schmerzen in drei Schweregrade unterteilt. Je nach Schmerzstufe werden verschiedene Arzneimittel empfohlen.

WHO-Stufenschema Schmerz
  • Bei leichten bis mäßigen Schmerzen (Stufe 1) werden vor allem Medikamente eingesetzt, die dort wirken, wo Schmerzen entstehen, zum Beispiel am Ort einer Verletzung oder Entzündung. Diese schwachen Schmerzmittel werden auch als "Nicht-Opioidanalgetika" oder "Antirheumatika" bezeichnet. Sie enthalten zum Beispiel Ibuprofen, Acetylsalicylsäure (ASS), Paracetamol oder Wirkstoffkombinationen und sind meist ohne Rezept in der Apotheke zu erhalten (z. B.Spalt Forte). Bei leichten bis mittleren Gelenk- und Rückenschmerzen helfen oft auch physikalische Methoden, zum Beispiel Wärmeumschläge.
  • Bei mittelschweren und stärkeren Schmerzen (Stufe 2) verordnet der Arzt zusätzlich starke Schmerzmittel, die vor allem die Schmerzverarbeitung in Gehirn und Rückenmark beeinflussen. Weil die Wirkstoffe dieser Medikamente den natürlichen Inhaltsstoffen des Opiums ähneln, werden diese Schmerzmittel "Opioide" genannt.
  • Bei stärksten Schmerzen (Stufe 3) werden noch wirksamere, sehr starke Schmerzmittel gegeben, die ebenfalls zu den "Opioiden" zählen.

 

 

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Zuletzt aktualisiert: 16.08.2011