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Thrombose
Bei einer Thrombose wird ein Blutgefäß durch ein Blutgerinnsel verschlossen, sodass der Blutfluss behindert wird. Im schlimmsten Fall können solche Blutgerinnsel einen lebensgefährlichen Gefäßverschluss verursachen und zur Embolie führen.
Pfizer möchte helfen, die Entstehung und die Risiken von Thrombosen besser verständlich zu machen. Außerdem möchten wir zeigen, was man selbst gegen eine Thrombose tun kann.
Was ist eine Thrombose?
Als Thrombose bezeichnet man den Verschluss eines Blutgefäßes durch ein Blutgerinnsel (Thrombus). Verursacht wird eine Thrombose beispielsweise durch:
- verlangsamten Blutfluss (z. B. bei längerer Immobilität, Bettlägerigkeit)
- Veränderungen der Blutzusammensetzung (z.B. erhöhte Gerinnungsneigung)
- Schädigungen der Gefäßwand (z.B. Entzündungen)
Vor allem in den Beinvenen, die das Blut entgegen der Schwerkraft nach oben leiten müssen, kommen Thrombosen häufig vor. Sind die tiefen Beinvenen betroffen, können sich Blutgerinnsel lösen, mit dem Blutstrom zu den Lungen gelangen und dort einen lebensgefährlichen Gefäßverschluss (Embolie) verursachen.
Tiefe Beinvenenthrombosen sind besonders gefährlich, weil sie häufig keine Beschwerden verursachen und fatale Konsequenzen haben können. So treten 80 Prozent aller tödlich verlaufenden Lungenembolien ohne jegliche Vorankündigung auf.
Achten Sie auf Ihre Venengesundheit.
Jeder kann im Alltag viel dafür tun, sein Thromboserisiko zu senken. Beachten Sie folgende Tipps:
- Bewegen Sie sich regelmäßig (z.B. Schwimmen, Radfahren oder Spazierengehen).
- Duschen Sie Ihre Füße und Beine täglich im Wechsel kalt und warm ab.
- Trinken Sie ausreichend (am besten Mineralwasser, Früchtetee oder ungesüßte Fruchtsäfte).
Menschen, die in ihrem Beruf täglich viele Stunden stehen müssen oder bereits an Venenproblemen leiden, sollten außerdem Stützstrümpfe tragen.
Wer ist von einer Thrombose betroffen?
Zahlreiche Faktoren können das Risiko für eine Thrombose erhöhen. Besonders hoch ist es bei Personen, die zu einem früheren Zeitpunkt eine Thrombose hatten. Verletzungen und größere oder lange dauernde Operationen erhöhen die Blutgerinnungsneigung und damit die Gefahr für eine Thrombose.
Weitere Risikofaktoren sind:
- Blutgerinnungsstörungen (z. B. familiäre Thromboseneigung)
- Krebserkrankungen
- Herzinsuffizienz (Herzleistungsschwäche)
- höheres Lebensalter
- Ruhigstellung, Immobiltät (z.B. lange Bettlägerigkeit)
- Flüssigkeitsmangel
- Übergewicht
- Schwangerschaft
- Einnahme von östrogenhaltigen Hormonpräparaten (z.B. die „Pille“, Präparate gegen Wechseljahresbeschwerden)
Vorsicht ist auch auf Reisen geboten. Durch Bewegungsmangel und langes Sitzen kann die so genannte Reisethrombose entstehen. Betroffen sind vor allem Personen auf langen Busreisen oder Langstreckenflügen.1
Wie äußert sich eine Thrombose?
Die Beschwerden hängen davon ab, ob die oberflächlichen oder tiefer gelegenen Beinvenen betroffen sind. Zeichen einer oberflächlichen Thrombose sind gerötete, überwärmte und oft verhärtete Venenabschnitte, die auf Druck mit Schmerzen reagieren.
Bei einer tiefer gelegenen Thrombose können folgende Beschwerden auftreten:
- Schwellung eines Beins
- Spannungs- und Schweregefühl
- Druckschmerz
- Schmerzen beim Gehen
- Überwärmung des Beins
- ziehender Schmerz, vergleichbar mit Muskelkater
Thrombosen sind gefährlich. Wenn ein Thromboseverdacht besteht, sollte man deshalb so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen. Wird eine Thrombose zu spät oder nicht ausreichend behandelt, können Thrombus und Blutstau die erkrankten Venen so sehr schädigen, dass der Blutfluss dauerhaft beeinträchtigt bleibt – das Venenleiden wird chronisch. Wenn sich dieses Leiden weiter verschlimmert, kommen oft noch Unterschenkelgeschwüre („offene Beine“) hinzu.
Wie wird einer Thrombose vorgebeugt?
Einer Thrombose kann mit Medikamenten oder auch mit nichtmedikamentösen Maßnahmen vorgebeugt werden. Welche Art der Prophylaxe im Einzelfall am besten geeignet ist, entscheidet der Arzt.
Günstige Sportarten für die Venengesundheit
Körperliche Bewegung und Muskeltraining verbessern die Durchblutung und reduzieren das Thromboserisiko. Besonders gesunde Sportarten sind:
- Gymnastik, Tanzen
- Wandern, Walking, Nordic Walking
- Jogging, Waldlauf
- Ski-Langlauf, Radfahren
- Schwimmen
Medikamente
Die Entstehung einer Thrombose wird durch Medikamente verhindert, die die Blutgerinnung hemmen. Die Bildung von Blutgerinnseln kann z.B. durch den Wirkstoff Heparin weitgehend verhindert werden.1,2
Um Thrombosen vorzubeugen, hat sich „niedermolekulares Heparin“ besonders gut bewährt. Es wird einmal täglich (möglichst zur gleichen Tageszeit) mit einer Fertigspritze unter die Haut gespritzt.
Nach Operationen wird niedermolekulares Heparin so lange gegeben, bis sich der Patient wieder uneingeschränkt bewegen kann.
Die vorbeugende Behandlung kann auch zu Hause fortgeführt werden.
Weitere Maßnahmen
Wichtig ist in jedem Fall Bewegung, auch im Krankheitsfall. Nach einer Operation oder einer Verletzung sollten Patienten deshalb in Absprache mit dem Arzt das Krankenbett so früh wie möglich wieder verlassen.2
Fachgesellschaft hilft Patienten
Die Deutsche Gesellschaft für Angiologie - Gesellschaft für Gefäßmedizin (DGA) setzt sich als wissenschaftliche Fachgesellschaft für die Erforschung von Erkrankungen der Blutgefäße ein. Auf ihren Internetseiten bietet sie zahlreiche Informationen für interessierte Patienten: vom Terminkalender über ein Verzeichnis von spezialisierten Ärzten bis hin aktuellen Hinweisen zu Aktionstagen und anderen Veranstaltungen. Außerdem werden medizinische Broschüren zu Themen wie Durchblutungsstörungen, Ödemen und Thrombose zum Download angeboten.
Einen Link zur DGA finden Sie rechts auf dieser Seite.
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Referenzen
Thromboembolierisiko nach Operation unterschätzt. Deutsches Ärzteblatt, 04.12.2009
Interdisziplinäre Leitlinie der AWMF: Prophylaxe der venösen Thromboembolie (VTE). AWMF-Leitlinien-Register Nr. 003/001, Mai 2010




