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Wachstumshormonmangel

Der Wachstumshormonmangel gehört zu den Erkrankungen, von denen jeder schon mal gehört hat. Wie sich dieser Mangel äußert, wann Beschwerden auftreten, wer betroffen ist und welche Möglichkeiten die moderne Behandlung bietet, wissen die meisten Menschen hingegen nicht.

Pfizer möchte Sie dabei unterstützen, die Erkrankung besser zu verstehen. Insbesondere möchten wir Eltern von betroffenen Kindern die Verunsicherung nehmen und ihnen helfen, einen souveränen Umgang mit der Erkrankung zu entwickeln.

Krankheitsbild

Was ist ein Wachstumshormonmangel?

Bildet unser Körper zu wenig oder gar kein Wachstumshormon, das auch Somatotropin genannt wird, spricht man von einem Wachstumshormonmangel.

Das menschliche Wachstumshormon ist ein großes Eiweißmolekül, das von der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) produziert wird.

Eine der wichtigsten Aufgaben dieses Hormons ist die Steuerung unseres Längenwachstums. Früher wurde angenommen, dass es nicht mehr gebraucht wird, sobald der Körper ausgewachsen ist. Heute weiß man, dass das Hormon auch im Erwachsenenalter unentbehrlich ist, weil es im menschlichen Körper viele Stoffwechselvorgänge steuert. Wenn Somatotropin fehlt, reagiert der Körper mit einem Abbau von Muskelgewebe und einer Zunahme des Fettgewebes. Außerdem beeinflusst das Hormon die Knochendichte, das Herz-Kreislaufsystem und nicht zuletzt auch das seelische Wohlbefinden.

Betroffene

Wer ist von einem Wachstumshormonmangel betroffen?

Die Erkrankung tritt etwa bei jedem 3500sten Neugeborenen auf.1 Die Ursachen sind noch nicht vollständig erforscht. Bestimmte Komplikationen während der Geburt können einen Wachstumshormonmangel begünstigen.

Auch bei Erwachsenen kann ein Wachstumshormonmangel auftreten. Ausgelöst wird er beispielsweise durch einen Tumor der Hirnanhangsdrüse oder deren Operation bzw. Bestrahlung. Auch schwere Kopfverletzungen oder Gehirnblutungen kommen als auslösende Faktoren in Frage.

Symptome
Tab3

Wie äußert sich ein Wachstumshormonmangel?

Man unterscheidet zwischen Wachstumshormonmangel bei Kindern und bei Erwachsenen.

Wenn Kinder deutlich langsamer und weniger wachsen als ihre Altersgenossen, kann ein Mangel an Somatotropin die Ursache sein. Je nach Größe der Eltern lässt sich für das Kind ein Wachstumsbereich errechnen, in dem es sich mit seiner Körpergröße befinden sollte. Bleibt das Kind deutlich hinter diesen Berechnungen zurück, liegt möglicherweise ein Hormonmangel vor, den der Arzt diagnostizieren kann.

Bei Erwachsenen äußert sich der Wachstumshormonmangel durch andere Anzeichen. Die wichtigsten Symptome sind:

  • Müdigkeit
  • vermindertes Wohlbefinden und mangelnde Energie
  • trockene, leicht faltige Haut
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • verminderte Muskelmasse und erhöhte Körperfettmasse

Die Symptome entsprechen den weitreichenden Wirkungen, die das Wachstumshormon auf den gesamten Organismus hat, insbesondere auf das Muskel- und Fettgewebe.2

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Kind nicht dem Alter entsprechend wächst, dann sollten Sie Ihren Kinderarzt um Rat fragen.

Behandlung

Wie wird ein Wachstumshormonmangel behandelt?

Behandelt wird die Erkrankung durch die Zufuhr eines künstlich hergestellten Wachstumshormons. Da es sich dabei um ein Eiweiß handelt, kann es nicht als Tablette verabreichet werden, weil das Hormon im Magen verdaut würde, bevor es wirken könnte. Stattdessen muss das Wachstumshormon täglich in den Bauch gespritzt werden. Ähnlich wie beim Insulin ermöglichen spezielle Injektionshilfen („Pens“) eine unproblematische Anwendung.

Bei Kindern orientiert sich die Dosis an ihrem Körpergewicht. Bei der Behandlung von Erwachsenen ist die Dosierung etwas komplizierter, denn sie richtet sich nach den bestehenden Beschwerden. Der Arzt beginnt die Behandlung mit einer niedrigen Dosis, die er nach und nach steigert. Anhand der Laborwerte des Patienten lässt sich dabei ermitteln, welche Dosierung dem individuellen Krankheitsbild am besten entspricht. Die Behandlung erfolgt durch einen auf Hormone spezialisierten Facharzt, einen Endokrinologen.

Die Behandlung mit dem Wachstumshormon Somatotropin (STH) verbessert wichtige Körperfunktionen und erhöht die Lebensqualität.


Spezial

Wenn Kinder nicht richtig wachsen

Wenn der Kinderarzt einen Mangel an Wachstumshormon feststellt, reagieren Eltern und Kinder oft ängstlich und verunsichert. Solche Reaktionen sind verständlich, doch sie beruhen in den meisten Fällen auf Unwissenheit. Die heutigen Therapiemöglichkeiten sind um vieles besser, als sie es noch vor einigen Jahren waren. Moderne Applikationshilfen helfen den betroffenen Kindern, einen angstfreien Umgang mit der Erkrankung und ihrer Behandlung zu entwickeln.

Eltern sollten mit der Situation möglichst souverän umgehen und darauf achten, dass sich ihre eigene Verunsicherung nicht auf das Kind überträgt.

Abbildung der Injektionshilfen
Injektionshilfen für das Wachstumshormon

Informieren Sie Angehörige, Freunde und Lehrer möglichst frühzeitig über die Erkrankung und ihre Behandlung. So lassen sich Missverständnisse, Vorurteile und vor allem Ausgrenzungen der betroffenen Kinder vermeiden.

Weiterführende Informationen

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Referenzen

  1. Lindsay R et al. Utah Growth Study: growth standards and the prevalence of growth hormone deficiency. J Pediatr 1994; 125(1): 29-35

  2. Alexopoulou O et al. Treatment of adult growth hormone deficiency: who, why and how? A review. Acta Clin Belg 2010; 65(1): 13-22

Zuletzt aktualisiert: 01.07.2010