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Berlin, 18.05.2010

Pfizer richtet Produktionsnetzwerk weltweit neu aus

  • Beide Produktionsstandorte in Deutschland bleiben erhalten
  • Teilweise veränderte Aufgabenstellung bei gestraffter Struktur

Heute wurden Pläne zur Restrukturierung des weltweiten Pfizer-Produktionsnetzwerks bekannt gegeben. Grundlage für die Pläne ist die im Vorjahr angekündigte umfassende Überprüfung und Evaluierung aller Produktionsstandorte und Produktionsanforderungen. Die Pläne zielen darauf ab, ausgehend von den kombinierten Standortnetzwerken von Pfizer und Wyeth, eine vollständig aufeinander abgestimmte Produktions- und Lieferorganisation zu schaffen.

Die Pläne implizieren weltweit die Einstellung des Betriebs an acht Produktionsstandorten oder deren Verkauf sowie die Verkleinerung von sechs Standorten. (Weitere Informationen zu der weltweiten Neuausrichtung des Produktionsnetzwerks von Pfizer entnehmen Sie bitte der unten beigefügten Übersetzung der heutigen Pressemitteilung von Pfizer Inc., S. 4ff.)

In Deutschland bleiben die beiden Werke Freiburg und Illertissen erhalten. Sie werden in dem künftig gestrafften Produktionsnetzwerk eine wichtige Rolle einnehmen. Teilweise sind jedoch Aufgabenstellung und Strukturen anzupassen.

Die Entscheidung, an beiden Standorten fest zu halten, unterstreicht die strategische Rolle von Pfizer Deutschland innerhalb des weltweit tätigen Unternehmens. Gleichzeitig ist sie ein Zeichen der Anerkennung von Leistung und Professionalität der Mitarbeiter in den beiden Werken.

Die Pfizer Manufacturing Deutschland GmbH (PMD) mit den Werken Freiburg und Illertissen wird sich in Zukunft wie folgt aufstellen:

  • Das Werk in Freiburg ist als so genannte "Launch Site" bestätigt. Das bedeutet, Anlauf und Fertigung neuer Produkte aus der Pfizer Pipeline werden bevorzugt hierher vergeben.
  • Das Werk Illertissen wird weiterhin in der Verpackung tätig sein. In der Produktion wird es sich verstärkt auf die Herstellung von Arzneimitteln mit hoch-wirksamen Stoffen konzentrieren. Dies wird zu einer Verringerung der Arbeitsplätze in diesem Werk führen.

Wie viele und welche Arbeitsplätze am Standort Illertissen betroffen sein werden, wird nun eine genaue Detailplanung ergeben. Auch wird die Planung Gegenstand von Gesprächen mit den Mitbestimmungsgremien sein. Diese haben bereits heute begonnen. Pfizer wird, wie in allen vergleichbaren Fällen bisher auch, faire Lösungen erarbeiten und anbieten.

Angesichts des aktuellen Rationalisierungsdrucks ist dennoch beachtlich, dass beide Standorte, Freiburg ebenso wie Illertissen, im weltweiten Vergleich mit ihrer Leistungsfähigkeit überzeugen konnten und weiterhin eine wichtige Rolle im internationalen Pfizer-Netzwerk behalten.

Pfizer Global Manufacturing gibt Pläne zur Umstrukturierung des globalen Standortnetzwerks bekannt

  • Geplante Produktionseinstellung an acht Standorten oder deren Verkauf
  • Empfehlung zur Verkleinerung von sechs Standorten
  • Produktionsausweitungen an anderen Standorten

Pfizer Global Manufacturing gab heute Pläne zur Restrukturierung des weltweiten Produktionsnetzwerks bekannt. Diese zielen darauf ab, ausgehend von den kombinierten Standortnetzwerken von Pfizer und Wyeth, eine vollständig aufeinander abgestimmte Produktions- und Lieferorganisation zu schaffen. Die Implementierung der ersten Phase der zuvor von Pfizer angekündigten Plant Network Strategy beinhaltet Empfehlungen zur Einstellung des Betriebs an acht Produktionsstandorten in Irland, Puerto Rico und den USA bis Ende 2015 sowie für einen reduzierten Betrieb an sechs weiteren Standorten in Deutschland, Irland, Puerto Rico, Großbritannien und den USA.

Die geplanten Standortverkleinerungen werden die Effizienz der Produktion erhöhen und Kosten senken durch eine effektivere Nutzung von Ressourcen und Technologien, verbesserte standortspezifische Prozesse, den Abbau von Überkapazitäten und durch eine bessere Abstimmung der Produktion auf die Marktnachfrage. Die Veränderungen sehen auch den Abbau von weltweit etwa 6.000 Stellen im Laufe der nächsten Jahre vor. Durch Produkttransfers wird die Rolle einer Reihe von Standorten innerhalb des Produktionsnetzwerks von Pfizer gestärkt.

"Die Umstrukturierung unseres weltweiten Netzwerks ist ein zentraler Baustein unserer Anstrengungen, unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, damit wir weiterhin die Bedürfnisse von Patienten erfüllen und die Verfügbarkeit und Bezahlbarkeit unserer Arzneimittel optimieren können", so der Vorsitzende von Pfizer Global Manufacturing, Nat Ricciardi.

"Gleichwohl fällt uns die heutige Bekanntgabe wegen der Auswirkungen auf unsere Mitarbeiter sehr schwer", so Ricciardi weiter. "Wir haben weltweit hervorragende Mitarbeiter und einige der besten industriellen Produktionseinrichtungen. Aber wir müssen uns weiterhin an den schnellen Wandel und den extremen Wettbewerbsdruck des Umfelds anpassen, in dem wir tätig sind. Dies erfordert eine Umstrukturierung unseres Standortnetzwerks und eine Verringerung unserer Produktionskapazität, damit wir Pfizer für die nächste Wachstumsphase im biopharmazeutischen Sektor und unseres diversifizierten Geschäfts-Portfolios positionieren können."

Die Bekanntgabe markiert den Schlusspunkt einer sechsmonatigen intensiven Evaluierung der Standorte, an denen injizierbare Arzneimittel, Feststoffe, biotechnologische Arzneimittel sowie Consumer Healthcare-Produkte hergestellt werden.

Pfizer plant in den kommenden 18 Monaten bis fünf Jahren die Einstellung des Produktionsbetriebs an folgenden drei Standorten für Feststoffe, die Tabletten und Kapseln herstellen: Caguas in Puerto Rico; Loughbeg in Irland und Rouses Point, New York, USA. (Wyeth hatte bereits 2005 seine Absicht bekannt gegeben, den Standort Rouses Point, New York, aufzugeben und zu verkaufen.)

Das Unternehmen plant außerdem die Produktion von Feststoffen in Guayama, Puerto Rico, auslaufen zu lassen. Dieser Standort wird seine Aktivitäten im Consumer Healthcare-Bereich ausweiten.

Zwei Werke, die sterile injizierbare Arzneimittel herstellen, sind für einen Ausstieg aus der Produktion vorgesehen: Dublin, Irland, und Carolina, Puerto Rico.

Verkleinerungen sind an zwei weiteren Standorte für feste Arzneimittel geplant: Illertissen, Deutschland, und Newbridge, Irland.

Während das biotechnologische Portfolio von Pfizer weiterhin signifikant wächst, schlägt das Unternehmen auch Veränderungen an den Standorten vor, die Impfstoffe und Arzneimittel mit makromolekularen Stoffen produzieren. Ziel dieser geplanten Veränderungen ist die optimierte Nutzung von Prozess- und Produktivitätsverbesserungen und neuen Technologien sowie die Vereinfachung der Lieferkette. Pfizer plant die Einstellung des Betriebs in Shanbally, Irland, sowie die Einstellung der biotechnologischen Produktion in Pearl River, New York, USA. Eine Standortverkleinerung ist in Sanford, North Carolina, und Andover, Massachusetts, beide USA, sowie in Havant in Großbritannien vorgesehen.

Pfizer plant außerdem die Produktion von Consumer Healthcare-Produkten in seinen US-Werken Richmond, Virginia, und Pearl River einzustellen. Wie bereits bekannt gegeben, wird der Standort Pearl River weiterhin Pfizers Center of Excellence für die Impfstofferforschung und -entwicklung bleiben. In Richmond bleibt der Bereich Forschung & Entwicklung von Consumer Healthcare ebenfalls erhalten. Die Stellen im Bereich Forschung & Entwicklung an den Standorten Richmond und Pearl River sind von den geplanten Änderungen nicht betroffen.

Der Zeitpunkt der spezifischen Betriebseinstellungen wird durch die Komplexität der Betriebsabläufe, den Zeitbedarf für Produkttransfers sowie weitere betriebswirtschaftliche Erfordernisse bestimmt.

Um möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten und die Auswirkungen auf das lokale Umfeld der jeweiligen Standorte so gering wie möglich zu halten, wird Pfizer Möglichkeiten prüfen, Werke zu veräußern, wenn dort der Betrieb eingestellt werden sollte. Der Erfolg hängt allerdings von einer Reihe von Marktfaktoren ab, darunter die aktuelle Nachfrage nach pharmazeutischen Produktionseinrichtungen.

"Wir sind uns völlig bewusst, welche Auswirkungen diese Art der Veränderungen auf die Mitarbeiter und ihre Familien haben werden", sagte Ricciardi. "Wir werden die Kollegen, die von der Arbeitsplatzreduzierung betroffen sind, dabei unterstützen, einen möglichst reibungslosen Übergang in neue Positionen zu schaffen."

Das Pfizer-Netzwerk für Feststoffe umfasst künftig Standorte in Freiburg, Deutschland; Amboise, Frankreich; Vega Baja und Barceloneta, Puerto Rico; Ascoli, Italien; Newbridge, Irland sowie Illertissen in Deutschland. Das Netzwerk für aseptische Abfüllung besteht zukünftig aus den Standorten Puurs, Belgien; Perth, Australien; Catania, Italien; und Kalamazoo, Michigan, USA.

Das biotechnologische Produktionsnetzwerk besteht künftig aus den Standorten Grange Castle, Irland; Strangnas, Schweden; Algete (Madrid), Spanien; Havant, Großbritannien; sowie Andover, Massachusetts, und Sanford, North Carolina, beide USA.

Das Consumer Healthcare-Netzwerk beinhaltet Standorte in Guayama, Puerto Rico; Montreal, Kanada; Albany, Georgia, USA; Aprilia, Italien; Hsinchu, Taiwan; sowie Suzhou, China.

Zurzeit findet die Evaluierung der Produktionsstandorte in der Pfizer-Sparte Tiergesundheit statt. Mit Empfehlungen wird bis Ende Juni gerechnet. Untersuchungen der Standortnetzwerke in den Bereichen Nutrition und Emerging Markets werden im Laufe des Jahres beginnen.

Pfizer Global Manufacturing betreibt derzeit weltweit 78 Produktionsstätten mit ca. 33.000 Beschäftigten. Der Unternehmensbereich zählt zu den führenden Lieferanten von biopharmazeutischen Arzneimitteln.

Standorte, an denen die Einstellung des Betriebs empfohlen wurde:

  • Caguas, Puerto Rico (Feststoffe)
  • Carolina, Puerto Rico (aseptische Stoffe)
  • Dublin, Ireland (aseptische Stoffe)
  • Loughbeg, Ireland (Feststoffe)
  • Shanbally, Ireland (Biotechnologie)
  • Richmond, Virgina (Einstellung der Produktion im Bereich Consumer Healthcare geplant; Forschung & Entwicklung verbleibt in Richmond)
  • Pearl River, N.Y. (Einstellung der Produktion in den Bereichen Biotechnologie und Consumer Healthcare geplant; Forschung & Entwicklung von Impfstoffen und biotherapeutischen Impfstoffen bleibt an diesem Standort)
  • Rouses Point, N.Y. (Feststoffe)

Standorte, an denen Verkleinerungen geplant sind:

  • Guayama, Puerto Rico (stufenweiser Abbau bei festen Arzneimitteln, Volumensteigerungen bei Consumer Healthcare-Aktivitäten)
  • Newbridge, Irland (Produktion von Feststoffen)
  • Andover, Massachusetts, USA (Biotechnologie)
  • Sanford, North Carolina, USA (Biotechnologie)
  • Havant, Großbritannien (Biotechnologie)
  • Illertissen, Deutschland (Feststoffe)

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Zuletzt aktualisiert: 10.01.2011