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Gezielte Behandlungen für kleine Patienten
Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Deshalb setzt die moderne Kinder- und Jugendmedizin auf Behandlungen, die spezifisch auf die individuelle Entwicklung junger Menschen zugeschnitten sind.
Masern, Mumps, Röteln, Windpocken – im Kampf gegen die klassischen Kinderkrankheiten hat die Medizin in den letzten Jahren große Fortschritte erzielt. „Viele Krankheiten wie zum Beispiel Infektionskrankheiten sind deutlich seltener geworden“, sagt Dr. Andreas Busse. „Das ist vor allem ein Verdienst der modernen Impfungen.“ Dr. Busse ist seit mehr als 30 Jahren als Arzt tätig und führt seit 1986 eine eigene Praxis für Kinder- und Jugendmedizin am Tegernsee. Anders als damals kommen heute immer mehr gesunde Kinder zu ihm, denn Impfschutz und Vorsorge sind in der Kinderheilkunde wichtiger geworden.
Vorsorge und Impfschutz – wichtig für Kinder und Jugendliche
In regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen überprüft der Mediziner nicht nur die körperliche Entwicklung seiner kleinen Patienten, sondern auch Sozialverhalten, Motorik und Sprache. Und durch regelmäßige Impfungen wappnet er die Heranwachsenden gegen eine Ansteckung mit gefährlichen Bakterien oder Viren. Außerdem verbringt Dr. Busse viel Zeit damit, die Eltern seiner Patienten zu beraten und ihre Fragen zu beantworten. Dabei geht es nicht nur um medizinische Auskünfte. Manche Eltern wenden sich an den Kinderarzt, weil sie sich mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert fühlen, andere bitten um Ratschläge zur Ernährung. „Vielen Eltern fehlt die Orientierung, die früher durch Tradition oder die eigene Familie gegeben war“, berichtet der Mediziner. Eine Quelle der Verunsicherung ist heute auch das Internet. Immer wieder muss der Arzt medizinische Informationen korrigieren, die Eltern online recherchiert haben und nicht richtig interpretieren.
Als erfahrener Arzt weiß Dr. Busse, dass die Kinderheilkunde nach ihren eigenen Regeln und Gesetzen funktioniert. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen – sie brauchen Therapien, die auf ihre individuelle körperliche Entwicklung abgestimmt sind. Im kindlichen Organismus funktionieren der Stoffwechsel, das Nerven- und Hormonsystem und die Blut-Hirn-Schranke anders als bei Erwachsenen. Die kindliche Leber kann Substanzen noch nicht ausreichend um- und abbauen, die Nieren filtern nur eingeschränkt, der Magen entleert sich langsamer. Bei älteren Kindern ist der Stoffwechsel hingegen besonders schnell – die zugeführten Nähr- und Wirkstoffe werden in hohem Tempo verwertet und ausgeschieden. Deshalb reicht es nicht, bei der Behandlung von Kindern eine Tablette einfach zu teilen oder die Dosierung der Erwachsenen herunterzurechnen. Die Dosis muss an das individuelle Gewicht, den Entwicklungsstand und das Alter des Kindes angepasst sein.
Neue Arzneimittel für kleine Patienten
Im Idealfall erfolgt die Behandlung mit Medikamenten, die gezielt auf die medizinischen Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen zugeschnitten sind. Deshalb hat die Europäische Union 2007 eine spezielle Richtlinie verabschiedet, um die Entwicklung von kindgerechten Arzneimitteln zu fördern. „Das Ziel besteht darin, dass für jedes Medikament eine spezielle Zulassung für die Kinderheilkunde erfolgt“, erklärt Dr. Thomas Reimann, Mitglied der Geschäftsführung von Pfizer Deutschland und Leiter der Geschäftseinheit Specialty Care. Für die Arzneimittelhersteller bedeutet das, nach der Zulassung eines Medikaments für erwachsene Patienten eine Reihe von weiteren klinischen Studien durchzuführen, mit denen die Wirksamkeit und Sicherheit in der pädiatrischen Anwendung nachgewiesen wird.
Trotz des hohen Aufwands, den die Entwicklung kindgerechter Medikamente mit sich bringt, hat Pfizer sein Engagement in der Erforschung von Medikamenten für Kinder und Jugendliche ausgebaut. Mehr als 35 Pfizer-Arzneimittel sind bereits für eine pädiatrische Anwendung zugelassen, weitere befinden sich in der Entwicklung – derzeit beispielsweise ein neuer Wirkstoff gegen Meningitis. Zudem unterstützt Pfizer den Aufbau von besonderen Registerdatenbanken, mit denen sich die Behandlung von Krankheiten wie Kinderrheuma oder Wachstumsstörungen weiter verbessern lässt. Die systematische Erfassung und Analyse von Patientendaten macht es möglich, die Dosierungen noch genauer an die Bedürfnisse der kleinen Patienten anzupassen und die Wirksamkeit der Behandlungen zu erhöhen.
Neben der Dosierung der Wirkstoffe spielt in der Kinderheilkunde die Darreichungs- form eine besondere Rolle. So kann man beispielsweise Tabletten erst ab einem bestimmten Alter verabreichen – für die Behandlung von Kleinkindern sind flüssige Suspensionen besser geeignet. Die besondere Bedeutung der Darreichungsform kann Kinderarzt Dr. Busse aus eigener Erfahrung bestätigen. Aus Gesprächen mit Eltern weiß er, dass es vielen an Durchsetzungsvermögen mangelt, wenn Kinder ihre Medikamente verweigern. „Heutzutage ist man da nicht mehr so autoritär wie früher und zwingt die Kinder nicht, die Medikamente gegen ihren Willen zu schlucken.“
Doch für die kranken Kinder ist die Toleranz der Erziehungsberechtigten wenig hilfreich, denn es ist wichtig, dass Medikamente zu den vom Arzt verschriebenen Zeiten eingenommen werden. Deshalb wünscht sich Dr. Busse für die Zukunft eine ganz neue Generation von Medikamenten: „Am besten wäre es, wenn wir die Wirkstoffe eines Tages als Kaugummi verabreichen könnten oder als Saft, der richtig gut schmeckt.“
Aktuell sind in Deutschland mehr als 35 Pfizer-Arzneimittel für die Anwendung in der Pädiatrie zugelassen. Eine Übersicht über wichtige Therapiegebiete und Behandlungsmöglichkeiten finden Sie hier
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