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Global Health Fellows
Pfizer-Mitarbeiter engagieren sich in internationalen Gesundheitsprojekten
Helfen, wo Hilfe am nötigsten gebraucht wird – dieser Gedanke steht im Mittelpunkt des Pfizer-Entsendeprogramms „Global Health Fellows“. Das Programm bietet Pfizer-Mitarbeitern die Möglichkeit sich für einige Monate freistellen zu lassen, um mit ihrer fachlichen Kompetenz internationale Gesundheitsprojekte in den ärmsten Ländern der Welt zu unterstützen. Für die Fellows bedeutet der Auslandseinsatz eine persönliche und berufliche Herausforderung – so auch für Anja Guntermann. Ihr Weg führte von Süddeutschland nach Südindien. Anja Guntermann tauschte ihren Arbeitsplatz in Freiburg und ihre gewohnten Aufgaben als Senior Process Manager in der Produkt- und Prozessentwicklung bei Pfizer gegen eine berufliche Herausforderung im indischen Vellore. Dort unterstützte sie als Global Health Fellow die Ärzte und Wissenschaftler im Christian Medical College (CMC), einem der größten Krankenhäuser des Landes.
Weltweit werden bei Pfizer jedes Jahr rund 20 Mitarbeiter für drei bis sechs Monate freigestellt, um in Entwicklungsländern in besonderen Hilfsprojekten mitzuarbeiten. Während dieser Zeit erhalten sie weiterhin ihr Gehalt und können später an ihren alten Arbeitsplatz zurückkehren. Durch ihren persönlichen Einsatz leisten die Global Health Fellows von Pfizer im Ausland einen Beitrag, um die medizinische Versorgung vor Ort nachhaltig zu verbessern. Den Nutzen haben alle Beteiligten gleichermaßen: Die Fellows kehren nach ihren Auslandsaufenthalten mit wertvollen persönlichen und fachlichen Erfahrungen in ihre Heimat zurück. Und ihre temporären Gastgeber profitieren langfristig von der hohen Kompetenz, die die Pfizer-Mitarbeiter in die Zusammenarbeit einbringen.
Das indische CMC gehört mit 7.000 Mitarbeitern und 2.400 Betten zu den größten Krankenhäusern des Landes. „Die Klinik platzt im Grunde aus allen Nähten“, berichtet Anja Guntermann. „Wenn man auf das Gelände kommt, laufen, sitzen, liegen überall Menschen.“ Neben Fachabteilungen für Diabetes, Radiologie und Hämatologie verfügt das CMC auch über ein eigenes Pharmazie-Department. Dort werden Präparate hergestellt, die entweder auf dem freien Markt nicht verfügbar sind oder für viele Patienten unerschwinglich wären.
Während ihrer Zeit im CMC unterstützte Anja Guntermann ihre indischen Kollegen bei der Produktherstellung und Qualitätskontrolle. Dabei konnte sie ihre Kompetenzen als Senior Process Manager einbringen und entwickelte Konzepte zur Verbesserung der Arbeitsabläufe, etwa bei der Freigabeanalyse der Produkte. Einen Großteil der Zeit hat sie mit der Auswertung verbracht, ob es wirtschaftlich und wirklich erforderlich ist, Arzneimittel in der Herstellungseinheit des CMC zu fertigen. Am Ende des Fellowships hat Anja Guntermann dem CMC-Direktorat produktgruppenspezifische Auswertungen und Empfehlungen als Entscheidungsgrundlage präsentiert. Außerdem organisierte sie auch Schulungen. So erklärte sie ihren indischen Kollegen beispielsweise in einem Training, wie man fragwürdige Analyseergebnisse und Abweichungen systematisch untersuchen kann.
Pfizer hat das Global-Health-Fellow-Programm 2003 ins Leben gerufen. Die regionalen Schwerpunkte befinden sich in Afrika, Lateinamerika und Südostasien. Dort leisten die Fellows beispielsweise Aufklärung über HIV, AIDS, Tuberkulose oder Malaria und unterstützen einheimische Helfer in nicht-staatlichen Gesundheitsorganisationen. Mitmachen kann grundsätzlich jeder, denn das Programm steht Mitarbeitern aus allen Abteilungen offen. Die fachlichen Kompetenzanforderungen richten sich nach den Bedingungen in den einzelnen Projekten vor Ort – deshalb werden die Bewerbungen der Interessenten sorgfältig geprüft. „Der Bewerbungsprozess ist recht aufwendig“, berichtet Anja Guntermann. Sie hatte sich für insgesamt drei Positionen an verschiedenen Orten beworben. Nach der schriftlichen Bewerbung folgten telefonische Interviews und schließlich die erhoffte Zusage. Vor dem Antritt des Programms fand zudem ein viertägiges Vorbereitungstreffen in New York statt, um die Health Fellows mit ihren neuen Aufgaben vertraut zu machen: „Das war sehr hilfreich“, erinnert sich die Pfizer-Mitarbeiterin.
Für die Global Health Fellows sind die Arbeitsaufenthalte in den Entwicklungsländern eine persönliche und professionelle Herausforderung. Sie tauchen in eine oft exotische Umgebung ein, in der nicht nur ihre fachliche Expertise, sondern meist auch eine große Portion Anpassungsfähigkeit und manchmal auch Improvisationstalent gefragt sind. Besonders beeindruckt habe sie in Indien „die Gelassenheit und die Toleranz, die die Menschen ausstrahlen“, so die Bilanz von Anja Guntermann. „Und ich habe gelernt, mich zu beschränken. Nebensächlichkeiten nicht mehr so wichtig zu nehmen.“ In Freiburg widmet sie sich nun wieder ihren vertrauten Aufgaben als Senior Process Manager: „Das ist das Gute an dem Programm: Man kann es reibungslos mit seinem regulären Pfizer-Job vereinbaren.“
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