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Impfschutz für ältere Menschen
Mit fortschreitendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, an einer Pneumokokken-Infektion zu erkranken. Deshalb ist Prävention durch Impfung gerade für ältere Menschen ein wichtiges Thema.
Infektionen mit Pneumokokken sind weit verbreitet. Bei vielen Menschen besiedelt das Bakterium Streptococcus pneumoniae, auch als Pneumokokkus bekannt, Nase und Rachenraum, ohne gesundheitliche Beschwerden zu verursachen. Doch wenn die Widerstandskraft geschwächt ist, können Pneumokokken schwere Erkrankungen verursachen.
Wenn sich die Bakterien im Körper der Patienten dort ausbreiten, wo sie normalerweise nicht zu finden sind, beispielsweise im Blut oder in der Rückenmarksflüssigkeit, werden Pneumokokkenerkrankungen als invasiv bezeichnet. Zu den invasiven Pneumokokkenerkrankungen zählen unter anderem die bakteriämische Pneumonie, eine besonders schwere Form der Lungenentzündung, oder auch Meningitis (Hirnhautentzündung). Invasive Pneumokokkenerkrankungen sind zwar seltener als die nicht-invasive Variante, verlaufen aber in der Regel schwerer und treten in der älteren Bevölkerung besonders häufig auf. Außerdem weisen auch Kleinkinder und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen ein erhöhtes Erkrankungsrisiko auf.
Prävention mit Pneumokokken-Impfung
Durch eine Impfung lässt sich die Widerstandskraft gegen Pneumokokken-Infektionen erheblich verbessern. Diese Immunität ist gerade für ältere Menschen wichtig, denn das Risiko, an einer Pneumokokkeninfektion zu erkranken, steigt mit fortschreitendem Alter. Das höchste Risiko tragen Menschen über 65 Jahren, doch vorbeugen sollte man schon früher: „Es ist wichtig, dass Menschen über 50 Jahre mit ihrem betreuenden Arzt über die Prävention von Pneumokokkenerkrankungen sprechen und darüber, welche Rolle ein Pneumokokken-Konjugatimpfstoff für ein gesundes Altern spielen kann“, sagt Priv.-Doz. Dr. Peter-Andreas Löschmann, Medizinischer Direktor der Geschäftseinheit Specialty Care von Pfizer in Deutschland.
Bisher kennt die Wissenschaft rund 90 unterschiedliche Bakterienstämme, sogenannte Serotypen, des Bakteriums Streptococcus pneumonia. Erforscht wurde zudem, welche Serotypen besonders gefährlich sind. So weiß man heute, dass für mehr als 70 Prozent der weltweit auftretenden invasiven Pneumokkenerkrankungen vorwiegend elf Serotypen verantwortlich sind. Die Erforschung der Bakterien ermöglichte die Entwicklung von besonderen Konjugatimpfstoffen. Sie enthalten Teile von bestimmten Bakterien-Serotypen und wappnen die Immunabwehr für eine Bekämpfung der Krankheitserreger.
Atemwegsinfektionen – eine globale Herausforderung
Gesundheitspolitische Institutionen wie die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts in Deutschland oder auch die Weltgesundheitsorganisation WHO empfehlen eine Impfung gegen Pneumokokken, weil Pneumokokken-Infektionen weit verbreitetet sind und schwer verlaufen können. Aktuell wird von der STIKO ein Polysaccharid-Impfstoff für Erwachsene ab 60 Jahren empfohlen.
Aufgrund der demographischen Entwicklung gehen Experten davon aus, dass die Zahl der Betroffenen künftig weiter steigen wird. In Europa wird sich zwischen 2000 und 2050 die Zahl der über 65-Jährigen voraussichtlich verdoppeln. Weltweit wird ihre Zahl bis zum Jahr 2030 von knapp 500 Millionen auf 1 Milliarde Menschen steigen. Die potenzielle Bedrohung durch Pneumokokken-Infektionen ist somit eine globale Herausforderung für Medizin und Gesellschaft.
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