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Kooperationsleitlinien
Kooperation braucht Rahmenbedingungen
Allgemeine Rahmenbedingungen und generelle Verhaltensregeln gibt es überall, wo Menschen zusammenleben und Institutionen zusammenarbeiten wollen. Deshalb sind auch Leitlinien für die Zusammenarbeit von Patientenorganisationen und Pfizer nicht nur sinnvoll, sondern notwendig. In diesen Leitlinien wird festgelegt, was von vertrauensvoller Zusammenarbeit erwartet wird.
Leitlinien der Patientenorganisationen
Die großen Patientenorganisationen, wie z.B. die BAG SELBSTHILFE e.V. oder der Paritätische Wohlfahrtsverband, haben Grundsätze zur Zusammenarbeit mit Wirtschaftsunternehmen formuliert. Zahlreiche Patientenorganisationen haben sich diesen Grundsätzen angeschlossen oder eigene Selbstverpflichtungserklärungen entwickelt.
Leitlinien von Pfizer
Pfizer hat sich einen eigenen Verhaltenskodex für Aktivitäten mit Ärzten, Patientenorganisationen, Wissenschaftlern und anderen Partnern gegeben, der für alle Mitarbeiter verbindlich ist. Die Entwicklung gemeinsam abgestimmter Kooperationsrichtlinien sowohl für die Patientenorganisationen als auch für die Verbände der Arzneimittelhersteller wird von Pfizer sehr begrüßt und aktiv vorangetrieben. Solange es aber eine Vielfalt von Leitlinien gibt, beachtet Pfizer die Kooperationsgrundsätze der Patientenorganisationen, mit denen das Unternehmen zusammenarbeitet.
Spielregeln müssen für alle gelten
Dass Patientenorganisationen und Wirtschaftsunternehmen ihrer Zusammenarbeit gewisse Regeln zugrunde legen, das ist richtig und wird auch von vielen gefordert. Wir meinen, dass dabei gleiches Recht für alle gelten soll. Das bedeutet konkret, dass alle Akteure im Gesundheitswesen sich dem Vorbild von Patientenorganisationen und Arzneimittelherstellern anschließen sollten, um in klaren Leitlinien die Regeln ihrer Zusammenarbeit mit Patientenvertretern zu definieren.
Leitlinien für die Zusammenarbeit mit Patientenorganisationen
Menschen für Menschen
Bei Pfizer erforschen, entwickeln und produzieren weltweit mehr als 81.900 Mitarbeiter, in Deutschland 3.800 Mitarbeiter wertvolle Arzneimittel für Menschen, die auf diese Therapie angewiesen sind. Allein in Deutschland wurden im vergangenen Jahr rund 7 Mio. Patienten mit Pfizer-Medikamenten behandelt. Diesen Menschen ist Pfizer verpflichtet. Pfizer ist in vielen wichtigen Therapiegebieten engagiert: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Erkrankungen des zentralen Nervensystems, Rheuma und Schmerz, urogenitale Erkrankungen, Infektionen/HIV, Atemwegserkrankungen, Augenerkrankungen, Krebs und Stoffwechselerkrankungen. Unsere Arzneimittel sind mit enormer wissenschaftlicher Leistung erforscht und nach höchsten Qualitäts- und Sicherheitsansprüchen hergestellt. Pfizer setzt sich dafür ein, dass diese Arzneimittel den Ärzten in der medizinischen Therapie zur Verfügung stehen und die Patienten davon profitieren.
Arzneimittel sind ein Beitrag
Pfizer ist sich bewusst, dass erkrankte Menschen neben Arzneimitteln viel menschliche, medizinische, therapeutische, soziale, rechtliche und finanzielle Unterstützung brauchen. Den Beitrag zum Heilungsprozess und zur Verbesserung der Lebensqualität der Menschen, den Pfizer leisten kann, ist die Erforschung, Produktion, Vermarktung und Vermittlung von Wissen über innovative Arzneimittel. Damit sind Medikamente zwar nicht alles, was erkrankte Menschen brauchen, aber unsere innovativen Arzneimittel sind ein wichtiger – für viele überlebenswichtiger – Teil der Lösung.
Gemeinsame Verantwortung
Dass Arzneimittel einen wertvollen Beitrag zum Heilungsprozess und zur Verbesserung der Lebensqualität leisten können, hängt von mehreren Faktoren ab: von der kontinuierlichen Erforschung von Arzneimitteln nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, von dem gezielten Einsatz der Arzneimittel in der medizinischen Therapie und von ihrer richtigen Anwendung durch den Patienten. Deshalb legt Pfizer großen Wert auf den fachlichen Dialog mit Wissenschaftlern, Ärzten, Patienten und ihren Angehörigen, Apothekern, Pflegekräften, Kostenträgern und allen anderen Beteiligten im Gesundheitswesen. Gemeinsame Verantwortung heißt für Pfizer gemeinsamer intensiver Informationsaustausch mit allen Beteiligten, damit alle vom Nutzen innovativer Arzneimittel profitieren können.
Pfizer im Dialog
Pfizer bietet seine Dialogbereitschaft neben den Ärzten, Apothekern und therapeutisch/pflegerisch tätigen Fachberufen allen interessierten Patientenorganisationen und Angehörigenverbänden an. Dabei unterliegen Art und Umfang der Informationsleistung durch Pfizer den gesetzlichen Bestimmungen. Pfizer öffnet sich dem Dialog und hält den kontinuierlichen Informationsaustausch über die gegenseitigen Erwartungen und Zielvorstellungen mit seinen Kooperationspartnern für eine grundlegende Voraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.
Unabhängigkeit und Respekt
Kooperationen von Patientenorganisationen und Pfizer entstehen auf freiwilliger Basis zum Nutzen der Patienten. Die Projekte dienen der Aufklärung und Information von Patienten. Grundlage jeder Kooperation ist der gegenseitige respektvolle Austausch von wissenschaftlichen Erkenntnissen einerseits und dem gesammelten Erfahrungswissen seitens der Patienten andererseits. Beide Partner wahren ihre inhaltliche, organisatorische und finanzielle Unabhängigkeit. Die Unterschiede zwischen den Zielen und Mitteln von Profit- und Non-Profit-Organisationen werden respektiert. Pfizer legt großen Wert darauf, dass sich beide Kooperationspartner in ihren Wertvorstellungen gegenseitig anerkennen; dazu gehört auch, dass die individuellen Kooperationsrichtlinien der Patientenorganisationen eingehalten werden.
Konkreter Nutzen für Patienten
Kooperationen von Patientenorganisationen und Pfizer basieren auf dem Ziel, Patienten und ihren Angehörigen konkret zu nutzen. Um dieses gemeinsame Ziel zu erreichen, werden Kooperationsprojekte nach Zweck, Form, Inhalt und Dauer definiert. An der konkreten nachvollziehbaren Verbesserung der Informations- und Versorgungssituation soll der Erfolg der Kooperationen für Patientenorganisationen und Pfizer gemessen werden. Alle Formen der Zusammenarbeit müssen transparent sein. Pfizer legt großen Wert auf eine offene und respektvolle Zusammenarbeit, im Vordergrund steht immer der Nutzen für Patienten.
Wissen für Patienten einsetzen
Respekt und Nutzen für Patienten werden am besten in der inhaltlichen Zusammenarbeit von Patientenorganisationen und Pfizer erreicht. Pfizer erkennt das große Erfahrungswissen von Patientenorganisationen an und ist bereit, den Patientenorganisationen im Rahmen der gesetzlichen Regelungen auch sein Wissen als forschender Arzneimittelhersteller anzubieten. Patienten können vor allem von der Zusammenführung, Diskussion und Weiterentwicklung der verschiedenen, aber gleich wertvollen Erfahrungen von Patientenorganisationen und Pfizer profitieren. Sponsoring ist nicht Zweck, sondern ein mögliches partielles Mittel der Zusammenarbeit. Im Fokus der Zusammenarbeit steht das Ziel von Pfizer und den Patientenorganisationen, Wissen für Patienten einzusetzen.
Karlsruhe, November 2003
Pfizer ist Mitglied im FSA (Freiwillige Selbstkontrolle der Arzneimittelindustrie e.V.) und richtet sich deshalb auch nach dem FSA-Kodex zur Zusammenarbeit mit Patientenorganisationen. (www.fs-arzneimittelindustrie.de)
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