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„Partnerschaften sind Quellen der Innovation.”

Im Zusammenspiel von jungen und etablierten, privaten und öffentlichen Playern haben wir uns weitgehend aus der Pandemie herausgearbeitet – zumindest für den Moment. Wir brauchen diese Form der Kooperation auch für die Zukunft.

Als sich im 14. Jahrhundert die Pest in ganz Europa ausbreitete, wanderte sie vier bis fünf Kilometer pro Tag von Süd nach Nord. Heute schaffen es Erreger binnen Stunden über Kontinente. Dabei ist die Vernetzung der heutigen Welt Schwäche und Stärke zugleich. Denn wir sind nicht nur räumlich vernetzt wie nie, wir sind es auch intellektuell. Nur durch den weltweiten Austausch innerhalb der wissenschaftlichen Community konnte das Genom von SARS-CoV-2 so schnell entschlüsselt werden. Auch teilten Forschende frühe Ergebnisse auf Pre-Print-Servern und trugen so zum raschen Wissensaufbau bei.

Derweil fanden sich Allianzen, die später den entscheidenden Unterschied machen sollten: In Mainz griff der CEO von BioNTech zum Telefon und rief bei Pfizer in New York an. Man kannte sich bereits aus gemeinsamer Forschung an einem Grippeimpfstoff, vertraute sich. Beide Unternehmen schafften es binnen kürzester Zeit, zwei unterschiedliche Unternehmenskulturen nebeneinander zu legen und eine Kultur des Miteinanders zu entwickeln. Auch der Austausch der Behörden war von einer neuen Form der Pragmatik geprägt, ohne Abstriche an der Sicherheit. Überall saßen Menschen, die für eine gemeinsame Sache kämpften.

Das Zusammenspiel von „etabliert“ und „neu“, „groß“ und „klein“ sowie „privat“, „gemeinnützig“ und „öffentlich“ hat uns in der Krise entscheidend vorangebracht. Es zeigt: Die Lern- und Innovationsfähigkeit des Gesundheitssystems hängt stark von seiner Diversität ab. Das ist auch ein zentrales Ergebnis der von Pfizer initiierten qualitativen Studie 12 Resilienzfaktoren für ein agiles und robustes Gesundheitssystem der Zukunft, die Learnings aus der Krise ‚heben‘ und nutzbar machen soll. Aus Gesprächen mit 80 Fachleuten des deutschen Gesundheitssystems und des Wissenschaftsbetriebs über ihre Pandemieerfahrungen entstand ein detailliertes Bild der Stärken und Schwächen unseres Gesundheitssystems.

Eine Schlussfolgerung: Mit Public-Private-Partnership-Modellen und Multi-Stakeholder-Netzwerken aus öffentlichen und privaten Akteuren sind wir besser aufgestellt für kommende Gesundheitskrisen. Wenn wir den Krebs besiegen wollen, wenn wir den Klimawandel aufhalten wollen, wenn wir Spitzenforschung bis ans Krankenbett bringen und für weitere potenzielle Krisen wie antimikrobielle Resistenzen gewappnet sein wollen – dann brauchen wir vernetzte Expert:innensysteme und agile Formen der Zusammenarbeit.

Es ist das Bild eines Ökosystems, das uns den Weg in die Zukunft weist. Die Zeit der Einzelkämpfer:innen und der Silos ist vorbei. Stattdessen greifen unsere Expertisen ineinander wie bei einer durchlässigen Membran - wobei eine Voraussetzung für diese Offenheit beim Teilen von Wissen und Erkenntnis die Sicherheit des derzeitigen Patentschutzniveaus ist.

Wir stehen als Gemeinschaft vor Krisen und Chancen unserer Zeit und können sie nur als Gemeinschaft meistern. Ob Akademie, Industrie oder Behörde, ob gemeinnützige Player oder Start-ups: Lassen wir unsere Fähigkeiten zusammenfließen. Stellen wir uns gemeinsam hinter die Aufgaben, die es zu bewältigen gilt. Denn Partnerschaften sind Quellen der Innovation.