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“Die moderne Medizin ermöglicht es uns, Krebs bei seinen Wurzeln zu packen.“

In den 90er Jahren legten wir noch mit der Schrotflinte auf einen Tumor an. Heute ist Krebsbekämpfung Präzisionsarbeit. Die individualisierte Behandlung auf Basis genetischer Informationen wird immer mehr zum Behandlungsstandard.

Es ist eine Weile her: Bill Clinton war US-Präsident, Borussia Dortmund Deutscher Meister und der Liter Benzin kostete rund 1,50 – D-Mark wohlgemerkt. Damals, vor 30 Jahren, schloss ich mein Medizinstudium in Maastricht, Niederlande, ab und begann als Arzt zu arbeiten. Eine Krebsdiagnose bedeutete in vielen Fällen das Todesurteil. Zur Behandlung standen uns die Operation, die Strahlen- und die Chemotherapie zur Verfügung.

Der Unterschied zu heute? Gewaltig.

Allein wir bei Pfizer haben in den vergangenen fünf Jahren sieben innovative Wirkstoffe und vier Biosimilars eingeführt, die Patientinnen und Patienten neue Lebensperspektiven eröffnen können. In den 1990er Jahren legten wir noch mit der Schrotflinte auf einen Tumor an. Heute ist Krebsbekämpfung Präzisionsarbeit. Die gezielte Therapie auf molekularer Ebene, die individualisierte Behandlung auf Basis genetischer Informationen wird immer mehr zum Behandlungsstandard.

Zum Glück. Denn das ermöglicht es uns, Krebs bei seinen Wurzeln zu packen. Es ermöglicht uns, gezielter vorzugehen. Und was gezielter ist, birgt das Versprechen, erfolgreicher zu sein. Und meistens auch nebenwirkungsärmer. Das ist für mich ein ganz entscheidender Punkt: Wir wollen in der Krebsbekämpfung immer besser werden. Das aber heißt nicht nur wirkungsvoller. Es heißt auch: Die Lebensqualität der Betroffenen ist für uns ein wichtiger Parameter, den wir nie aus den Augen verlieren dürfen. Sie ist ein entscheidender Treiber unserer Forschung. Insofern ist die Krebsforschung viel anspruchsvoller geworden.

Wir wollen Krebs nicht nur wirkungsvoll bekämpfen, wir wollen, dass die betroffenen Menschen die Chance haben, ein Leben zu führen, das so normal wie irgend möglich ist.

Krebs fordert uns alle. Nur, wenn wir an vielen Stellschrauben gleichzeitig drehen, wird es uns gelingen, dieser gewaltigen gesellschaftlichen und medizinischen Herausforderung zu begegnen. Innovative Medikamente sind eine wichtige, aber eben nicht die einzige Schraube. Denn um ihr Potenzial voll entwickeln zu können, ist eine frühe Diagnose wichtig. Auch bei der Vorsorge ist noch viel Luft nach oben: Wir wissen heute, dass wir ein Drittel der Krebsneuerkrankungen vermeiden könnten, wenn wir das volle Potenzial der Prävention ausschöpfen würden.

Krebsbekämpfung ist vielmehr als die Entwicklung neuer Therapien. Deshalb unterstützen wir die Ziele der Nationalen Dekade gegen Krebs. Weil sie Kräfte bündelt, um die Forschung voranzutreiben. Und dafür sorgen will, dass die Betroffenen einen schnellen und einfachen Zugang zur bestmöglichen Versorgung haben. Wir fördern den Verein Vision Zero, einen Zusammenschluss führender Onkologen und Gesundheitsprofis. Sie arbeiten unter der Prämisse, dass jeder Krebsfall einer zu viel ist; sie wollen jeden Stein umdrehen, damit das, was die Wissenschaft und Forschung heute schon kann, auch dort ankommt, wo es am dringendsten gebraucht wird: Bei den Menschen und ihren behandelnden Ärztinnen und Ärzten. Wir bringen unser Wissen in öffentlich-privaten Partnerschaften ein, etwa, wenn es darum geht, über den Einsatz von künstlicher Intelligenz dazu beizutragen, dass mehr Patientinnen und Patienten in Europa eine leitliniengerechte Krebsbehandlung erhalten.

Die Krebsforschung von heute und morgen ist innovationsoffen und denkt in globalen Netzwerken und Kooperationen – oder sie läuft ihren Möglichkeiten hinterher. Das aber kann niemand wollen.