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Pfizer Portrait Aylin Tüzel

„Prävention ist das Fundament für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung."

„Prävention ist das Fundament für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung."

Nie war die Bedeutung von Prävention im Gesundheitswesen so sichtbar wie heute. Da erstaunt es, dass nur drei Prozent der Ausgaben im deutschen Gesundheitswesen in die Vorbeugung von Krankheiten fließen.

Keine Frage: Deutschland geht es gut – um unser Gesundheitssystem beneiden uns viele. Den Menschen steht ein dichtes Netz an ärztlichen Praxen, Apotheken, und Krankenhäusern zur Verfügung – und ein System, das viele Milliarden Euro stemmen kann, um seine Bevölkerung auf hohem Niveau gut zu versorgen. 

Schaut man genauer hin, zeigt sich: Das deutsche Gesundheitssystem ist vor allem ein guter Reparaturbetrieb. Sind Menschen krank, spielt es seine Stärken aus. Dabei müssten viele Erkrankungen bei besserer Vorbeugung gar nicht erst auftreten. Und ließen sich bei entsprechender Früherkennung teilweise auch einfacher behandeln.

Nur ein Beispiel: Expertinnen und Experten schätzen, dass in Deutschland durch intelligente Präventions- und Früherkennungskonzepte jeder zweite Krebsfall verhindert werden könnte. Das wären 250.000 Menschen pro Jahr, denen ihr Arzt, ihre Ärztin nicht sagen müsste: „Sie haben Krebs.“ 

Für mich belegt das: Wir nehmen das Thema der Krankheitsvorbeugung nicht ernst genug. Die Mittel dazu haben wir. Aber wir wenden sie nicht konsequent genug an. 

Wir tun uns schwer, Prävention – ihre Erfolge, ihre verpassten Chancen – zu beziffern. Doch nur, was man messen kann, kann man auch managen.

Da drängt sich die Frage nach dem Warum auf. Einer der Gründe ist sicher, dass wir uns schwertun, Prävention – ihre Erfolge, ihre verpassten Chancen – zu beziffern. Doch nur, was ich messen kann, kann ich auch managen. 

Das wollten wir ändern und haben deshalb zusammen mit Prof. Wolfgang Greiner und Dr. Julian Witte von der Universität Bielefeld und Springer Medizin den Präventionsindex ins Leben gerufen. Es ist der Versuch einer Bestandsaufnahme. Gleichzeitig soll er zeigen, wo es Verbesserungsbedarf gibt. Der Index, entwickelt von der Universität Bielefeld, sieht für Deutschland bei den Minimalzielen von Präventionsmaßnahmen einen Erreichungsgrad von 65 Prozent. Ein Grund, sich zurückzulehnen, ist das nicht.

Im Gegenteil - Prävention ist der Schlüssel, wie wir unser Gesundheitssystem nachhaltig absichern und zukunftsfähig machen können. Prävention ist das Fundament für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung.

Warum? Weil unsere Sozialsysteme zunehmend unter Druck geraten. Auch dazu eine Zahl: Mit einem Durchschnittsalter von 45,7 Jahren zählt die Bevölkerung Deutschlands bereits heute zu den fünf ältesten der Welt. Das aber bedeutet zwangsläufig: mehr Krankheiten. Umso wichtiger ist es, die zu vermeiden, die vermieden werden können. 

Als forschendes Pharmaunternehmen setzt sich Pfizer für die Präventionswende ein: für ein Gesundheitssystem, das Krankheiten, wo immer möglich, verhindert; das hilft Krankheiten zu überwinden oder besser mit ihnen zu leben. 

Manchmal werde ich gefragt, warum wir das tun. Wir tun das aus voller Überzeugung. Denn Gesundheit ist unser wichtigstes Gut – und viel mehr als nicht krank zu sein. Wir denken Gesundheit ganzheitlich. Und sehen, dass unser System in Zukunft mehr Ressourcen für die Therapie nicht vermeidbarer Erkrankungen brauchen wird. Wir tun das auch, weil die Prävention als ein Entwickler und Hersteller von Impfstoffen ein Teil von uns ist. 

Wir brauchen mehr Prävention. Von den vielen Lehren, die wir aus der Pandemie ziehen sollten, ist das vielleicht die wichtigste.

Prävention gehört in den Fokus aller politischen Entscheidungen. Das Thema Vorsorge reicht dabei weit über das Gesundheitssystem hinaus und muss, um nachhaltig zu sein, Bereiche wie Bildung, Arbeit, Verkehr oder Umwelt einschließen, denn auch dort wird über Gesundheit und Gesundheitschancen entschieden.

Wir brauchen ein neues Denken – weg von der „Reparatur-Mentalität“ hin zu einer konsequenten Vorbeugung. Nur dann werden wir die Herausforderungen der Zukunft meistern. Nur dann werden auch kommende Generationen von einem Gesundheitssystem profitieren können, wie wir es heute kennen. 

Von den vielen Lehren, die wir aus der COVID-19-Pandemie ziehen sollten, ist das vielleicht die wichtigste.

Weitere Informationen zum Thema: Gesundheitsvorsorge der Zukunft (aerztezeitung.de).