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Blogbeitrag vom 22.09.2020

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Deutschlands Position in der globalen COVID-19-Forschung

Fokus Gesundheitsstandort Deutschland & Europa

Das Team des Berliner Virologen Christian Drosten gehört – um nur ein Beispiel zu nennen – zur absoluten Weltspitze in der Coronaforschung. Das hat eine Netzwerkanalyse ergeben, die das FAS-Institut aus Wien durchgeführt hat.

Nein, es geht hier nicht (allein) um Rankings. Vielmehr ist es ein Beleg dafür, dass deutsche Forschung zu Spitzenleistungen fähig ist. Es zeigt die „Power of Science“ und die hat viele Begleiteffekte. Denn wer sie auf die Straße zu bringen vermag, ist gut gerüstet, um Gesundheitskrisen zu meistern.

Aber die Analyse hat auch ergeben: Im Zentrum der Corona-Forschung stehen USA und China. Europäische Netzwerke wiederum sind stark fragmentiert. Europäische Spitzenzentren arbeiten tendenziell lieber mit den USA und China zusammen als untereinander. Die Folge ist: Wissen, Ressourcen, Erfahrung fließen ab. Aber Europa kann mehr.

„Power of Science“: Der Schlüssel für ein stärkeres Gesundheitssystem

Das stärkt andere und schwächt unseren Wissenschafts- und Forschungsstandort. Deshalb muss sich Europa in puncto Wissenschaft und Gesundheitsforschung stärker als Einheit begreifen. Wir brauchen eine größere Einheitlichkeit der Märkte. Und wir brauchen mehr Translationale Medizin: Die Umsetzung von präklinischer und klinischer Forschung in die Praxis ist stark ausbaufähig. Soll heißen: Der Weg von den Erkenntnissen in den Laboren bis zum Krankenbett dauert zu lange und findet zu selten in Europa und Deutschland statt.

Dem Virus werden wir mittels Wissenschaft und Forschung zu Leibe rücken können. Davon bin ich überzeugt. Science will win. Gesundheitsforschung und -wirtschaft auf Weltniveau schaffen nicht nur Gesundheit, sondern auch Wohlstand. Wir müssen lernen, Gesundheit ganzheitlicher zu denken.