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Infektionskrankheiten

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Antimikrobielle Resistenzen sind eine Bedrohung für das globale Gesundheitssystem. Wir setzen uns gegen die Ausbreitung von Infektionskrankheiten und Antibiotikaresistenzen ein.

Als Antiinfektiva werden Arzneimittel bezeichnet, die gegen bakteriell verursachte Infektionen (Antibiotika) oder gegen Pilzinfektionen (Antimykotika) wirken. Antiinfektiva und Impfstoffe können heute eine Vielzahl an Infektionskrankheiten heilen bzw. von vorne herein verhindern. Dem steht jedoch eine wachsende Bedrohung gegenüber: Die Zunahme antimikrobieller Resistenzen. Um der Ausbreitung von Resistenzen entgegenzuwirken, bedarf es der gemeinsamen Anstrengung von Politik, pharmazeutischen Unternehmen, ExpertInnen im Gesundheitswesen sowie PatientInnen. Wir sind uns unserer Verantwortung bei der Bekämpfung antimikrobieller Resistenzen bewusst und möchten sicherstellen, dass Patienten auch zukünftig mit Antiinfektiva erfolgreich therapiert werden können.

Auf dem Bild zu sehen sind mehrere Bakterien mit dem Namen Clostridioides difficile, ein sogenannter Krankenhauskeim, der häufig resistent gegen verfügbare Antibiotika ist und in Europa jährlich tausende Todesfälle. verursacht.
Das Bakterium Clostridioides difficile, ein sogenannter Krankenhauskeim, ist häufig resistent gegen verfügbare Antibiotika und verursacht in Europa jährlich tausende Todesfälle (Quelle: Centers for Disease Control and Prevention (CDC))

Von Pionierleistungen in der Antibiotikaforschung zur Prävention.

Was sind antimikrobielle Resistenzen und warum sind sie so gefährlich? 

Seit ihrer Entdeckung vor mehr als 80 Jahren können mit Antibiotika bakterielle Infektionskrankheiten effektiv behandelt werden. Der häufige Einsatz von Antibiotika birgt jedoch ein besonderes Risiko: Je häufiger Antibiotika eingenommen werden, desto mehr steigt der Druck auf bakterielle Erreger, effektive Resistenzmechanismen zu entwickeln. Diese können durch spontane Änderungen der Erbinformation der Bakterien, die unter anderem auch für die Ausbildung von Resistenzen verantwortlich sein können, entstehen oder durch Gentransfer zwischen verschiedenen Spezies ausgetauscht werden. Werden durch ein Antibiotikum die Mehrzahl der Bakterien abgetötet, steigt der Selektionsdruck und zufällig resistente Erreger vermehren sich daraufhin sprunghaft.

Weltweit verursachen Infektionen mit multiresistenten Erregern jährlich 700.000 Todesfälle; das sind mehr, als durch Tetanus, Cholera und Masern zusammen verursacht werden. Es sind zahlreiche Risikofaktoren für das Auftreten multiresistenter Erreger bekannt. Grundsätzlich sind Menschen mit einem schwachen Immunsystem besonders gefährdet, beispielsweise an einer systemischen Pilzinfektion zu erkranken. So gehören Kinder mit einer unreifen Immunabwehr, ältere Menschen, aber auch Menschen mit Autoimmunerkrankungen zu den Risikogruppen, aber auch KrebspatientInnen und Organtransplantierte, DiabetikerInnen sowie PatientInnen mit mehreren Krankenhausaufenthalten oder wiederholter Antibiotikaeinnahme in den letzten Monaten.

Generell existieren Resistenzen gegenüber Antibiotika von je her. Die zunehmende Verbreitung erworbener Resistenzmechanismen stellt jedoch eine erhebliche Bedrohung der Versorgung dar und kann durch zahlreiche Faktoren begünstigt werden: Der übermäßige Einsatz von Antibiotika in der Landwirtschaft, die unsachgemäße Anwendung durch PatientInnen, oder auch die Einnahme von Antibiotika bei durch Viren hervorgerufenen Erkrankungen sowie mangelnde Hygienemaßnahmen im Gesundheitswesen fördern die Ausbreitung von Resistenzen.


Resistenzbildung kann somit durch entsprechende Maßnahmen grundsätzlich verlangsamt, aber nie vollständig verhindert werden. Insbesondere bei den gramnegativen Bakterien ist in den letzten Jahren ein sprunghafter Anstieg von Antibiotikaresistenzen zu beobachten. Daher ist eine kontinuierliche Entwicklung neuer Therapieoptionen und Wirkstoffklassen essenziell, um solche multiresistenten „Problemkeime“ noch effektiv behandeln zu können. 

So geht Pfizer gegen Antibiotikaresistenzen vor.

Pfizer investiert auch weiterhin in neuartige Therapien zur Vorbeugung und Behandlung von Infektionskrankheiten. Doch gemeinsam mit unseren Partnern stellen wir auch Lösungen zur Verfügung, die über die reine Entwicklung von Arzneimitteln hinausgehen. Hierzu gehören beispielsweise  Aufklärungsprogramme, bei denen der verantwortungsvolle Umgang mit Antiinfektiva im Vordergrund steht. 

Angesichts der vielfältigen wissenschaftlichen, wirtschaftlichen, gesundheitlichen und ökologischen Herausforderungen, die Antibiotikaresistenzen mit sich bringen, ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit unerlässlich. Weiterhin trägt Pfizer mit einem breiten Antiinfektiva-Portfolio dazu bei, dass PatientInnen mit lebensbedrohlichen Infektionskrankheiten eine adäquate Behandlung erhalten, die ihre Überlebenschancen erhöht.

Im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen stehen wir gemeinsam in der Verantwortung.

Wir bei Pfizer begrüßen die nationale und internationale Debatte zu Antibiotikaresistenzen, denn nur gemeinsam kann der wachsenden globalen Bedrohung durch Resistenzen begegnet und so sichergestellt werden, dass Patienten auch zukünftig mit Antiinfektiva erfolgreich behandelt werden können. In diesem Zusammenhang erachten wir folgende Ansätze als essenziell, um hierbei erfolgreich zu sein:

  1. Zusammenarbeit
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    Zusammenarbeit

    Kooperation und Kommunikation zwischen Industrie und Öffentlichkeit

    Zukünftig werden neue Ansätze zur Zusammenarbeit zwischen Industrie, Politik, den anderen Akteuren im Gesundheitssystem sowie der Öffentlichkeit dringend benötigt, damit wir uns den Herausforderungen bei der Forschung und Entwicklung neuer Antibiotika gemeinsam stellen können. Wir müssen derzeitige Prozesse hinterfragen und auch den Wert von Antibiotika als mögliche lebensrettende Therapien anerkennen. Dazu gehört, dass die frühe Nutzenbewertung nicht zur Innovationshürde für die Entwicklung lebenswichtiger Reserveantibiotika wird, entsprechende Forschungsanreize geschaffen werden und eine Verknüpfung von Nutzenbewertung und Vergütung von Arzneimitteln, die ausschließlich im stationären Bereich zum Einsatz kommen, kritisch hinterfragt wird.

  2. Aufklärung
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    Aufklärung

    Wissen vermitteln, Bewusstsein fördern und Kompetenzen stärken

    Um Antibiotikaresistenzen einzudämmen und strategisch gegen sie vorzugehen, sind Bildung und Aufklärung essenzielle Bausteine. Es muss sichergestellt werden, dass Antibiotika nur gezielt zur Anwendung kommen, wenn ihr Einsatz dringend erforderlich ist. Dies erreichen wir auch durch kontinuierliche Fortbildung von ÄrztInnen sowie Aufklärung von PatientInnen und durch den Austausch mit Behörden, Fachpersonal, Interessengruppen und anderen PartnerInnen aus dem Gesundheitssystem. Dies bedeutet beispielsweise auch, dass es weiterhin die Möglichkeit der zertifizierten Fortbildung für medizinisches Personal geben muss, um Wissen zu vermitteln, Bewusstsein zu fördern und Kompetenzen hinsichtlich des rationalen Einsatzes von Antibiotika weiter zu stärken.