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Arzneimittelfälschung

»Der Handel mit illegalen Arzneimitteln steigt seit Jahren.«

Wolfgang Schmitz Zollkriminalamt Köln

Der Handel mit gefälschten Medikamenten boomt – vor allem im Internet. Experten schätzen, dass jedes zweite Arzneimittel im Online-Handel kein Originalpräparat ist, sondern eine illegale Fälschung fragwürdigen und ungeprüften Inhalts. Für die Patienten können solche Fälschungen lebensgefährlich sein. Gemeinsam mit Zollfahndern und anderen Sicherheitsbehörden setzt sich Pfizer dafür ein, den Fälschern das Handwerk zu legen.

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Gefälschte Medikamente sind lebensbedrohlich

Wolfgang Schmitz

Zitatende

Sie locken mit günstigen Preisen, versprechen schnelle Lieferungen und verkaufen angeblich nur Original-Produkte. Immer mehr Online-Shops bieten im Internet Medikamente an. Doch die Käufer gehen hier oft ein hohes Risiko ein, denn das Internet ist ein El Dorado für Arzneimittelfälscher. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass jedes zweite im Internet gehandelte Medikament eine Fälschung ist. Die gehandelten Waren stammen oft nicht von den Original-Herstellern, sondern aus dubiosen Werkstätten. Einige enthalten anstelle der zugelassenen Wirkstoffe nur Puder oder Speisestärke, in anderen haben die Wirkstoffe eine mangelhafte Qualität oder sie sind mit giftigen chemischen Cocktails angereichert. Auch Frostschutzmittel im Hustensaft oder Jeansfärbemittel in Tabletten wurden bei Überprüfungen schon gefunden.

Während die Fälscher früher vor allem gefälschte Medikamente gegen Haarausfall oder Erektionsstörungen auf den Markt geworfen haben, werden inzwischen zunehmend auch Mittel zur Behandlung von schweren Erkrankungen wie Krebs, HIV, Alzheimer, Bluthochdruck, Depressionen oder Rheuma gefälscht. „Das ist lebensgefährlich“, warnt Wolfgang Schmitz vom Zollkriminalamt in Köln. Und das Risiko für die betroffenen Patienten steigt von Jahr zu Jahr, denn der Handel mit gefälschten Medikamenten verzeichnet hohe Zuwachsraten. Zwischen 2012 und 2013 sei die Zahl der sichergestellten Fälschungen um 15 Prozent gestiegen, berichtet Schmitz: "Wir verzeichnen bei illegalen Arzneimittelfälschungen seit Jahren eine stetige Steigerung."

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Interessantes!

1 Million Menschen sterben laut Schätzungen von Experten weltweit jedes Jahr an den Folgen einer Einnahme von gefälschten Arzneimitteln. (Quelle: WHO).

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Bildergalerie Arzneimittelfälschung

 
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Sicherheitsregeln

Arzneimittelfälschungen sind gefährlich, aber Patienten können viel dafür tun, um sich vor Fälschern zu schützen: 

  • Es wird dringend davon abgeraten, ein rezeptpflichtiges Arzneimittel im Internet zu kaufen, wenn kein Rezept verlangt wird. Nur gegen Rezept erhalten Sie das Original und damit ein sicheres Medikament.
  • Kaufen Sie Medikamente nur in zugelassenen Apotheken. Medikamente aus "privater Hand" oder von zweifelhaften Onlineanbietern bergen unvorhersehbare Risiken für Ihre Gesundheit.
  • Auch im Internet gibt es seriöse Apotheken. Diese Apotheken versenden das Medikament nur gegen Rezept. Das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) hält eine Liste mit registrierten Internet- oder Versandapotheken bereit.
  • Wenn Sie eine Auslandsreise planen, dann decken Sie Ihren Medikamentenbedarf vorab.
  • Nehmen Sie keine Medikamente ein, von denen Sie nicht sicher wissen, woher sie stammen.

Checkliste Fälschungen

Nehmen Sie regelmäßig ein bestimmtes Arzneimittel ein, sind Ihnen Aussehen und andere Merkmale wahrscheinlich gut vertraut. Bei Auffälligkeiten sollten Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker zu Rate ziehen:

  • Hat das Medikament plötzlich eine andere Farbe?
  • Stimmen Konsistenz und Größe?
  • Schmeckt oder riecht das Medikament anders?
  • Sieht die Verpackung anders aus (Logos, Schriften, Farben, Größe etc.)?
  • Hat sich der Beipackzettel verändert?
  • Sieht die Verpackung aus, als hätte jemand sie manipuliert?

 

Haben Sie eine Frage mit "Ja" beantwortet?

Bitte sprechen Sie im Verdachtsfall mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Vielleicht handelt es sich um eine Fälschung. Ihr Medikament könnte allerdings auch völlig legal umgepackt worden sein. Das passiert bei so genannten Parallel- oder Reimporten. Bei diesen Importen werden im Ausland hergestellte Arzneimittel für die Anwendung in Deutschland völlig legal umgepackt. Dabei wird die Original-Faltschachtel, sowie die Packungsbeilage gegen eine andere, für Deutschland vorgesehene Verpackung ausgetauscht.

Ihr Arzt oder Apotheker kann helfen zu klären, ob es sich um einen solchen Reimport handelt – oder eine Fälschung.