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Erektionsstörungen

Expertenbeitrag

»Das Medikament hat dazu beigetragen, das Thema Erektionsschwäche zu enttabuisieren.«

Dr. Andreas Ludäscher Leiter von Pfizer Essential Health in Deutschland

Vor rund 20 Jahren kam ein inzwischen weltbekanntes Pfizer-Medikament gegen Erektionsstörungen auf den Markt. Es veränderte das Leben von Millionen Männern und setzte neue gesellschaftliche Maßstäbe, denn über das ehemalige Tabuthema Erektionsschwäche wird heute viel offener gesprochen.

Eine große Überraschung erlebten Ärzte und Patienten, als gegen Ende der 1980er Jahre ein neuer Pfizer-Wirkstoff gegen Herzbeschwerden in klinischen Studien erprobt wurde. Die Ärzte wunderten sich, dass so mancher männliche Studienteilnehmer die übrig gebliebenen Tabletten nicht zurückgeben wollte. Die männlichen Probanden wiederum staunten, weil die Behandlung eine unerwartete Nebenwirkung auslöste – sie bekamen Erektionen.

Als die Studienärzte die Gründe für die ungewöhnliche Therapietreue ihrer männlichen Probanden erfuhren, wurden neue Studien gestartet, um die Ursachen zu erforschen. Dabei stellte sich heraus, dass der neue Wirkstoff ein Enzym hemmt, das im Schwellkörper des Penis vorkommt. Dieses Enzym baut einen bestimmten Botenstoff ab, der für die Erektion notwendig ist. Durch die Behandlung mit dem neuen Wirkstoff wurde bei den männlichen Studienteilnehmern das Enzym gehemmt und die Durchblutung der Schwellkörper des Penis verbessert.

Es folgt ein Inhalt, der nicht in den Lesefluss gehört:

Interessantes!

1998 bedeutete einen Meilenstein der Medizin mit der Einführung der medikamentösen Therapie von Erektionsstörungen, von dem seither Millionen von Männern profitiert haben.

Ende des Inhaltes

Ein Meilenstein in der Behandlung erektiler Dysfunktion

Weitere Studien folgten, in denen über 4.000 Männer den neuen Wirkstoff als Medikament gegen Erektionsschwäche erprobten. Und bereits in dieser klinischen Entwicklungsphase erreichten hunderte Dankesbriefe die Forschungsabteilung von Pfizer. "Mit dieser Art der Behandlung hat Pfizer einen Meilenstein gesetzt", sagt Dr. Andreas Ludäscher, Leiter des Geschäftsbereichs Global Established Pharma bei Pfizer in Deutschland. Denn vorher gab es keine medikamentöse Therapie. Die Behandlungsmöglichkeiten waren auf schmerzhafte Injektionen in den Penis, Vakuumpumpen oder operative Eingriffe beschränkt. Das änderte sich, als Pfizer seinen Wirkstoff nach der erfolgreichen klinischen Prüfung bei der amerikanischen und der europäischen Zulassungsbehörde einreichte. Schon wenige Monate später gaben die internationalen Gesundheitsbehörden grünes Licht für das neue Medikament gegen Erektionsstörungen.

Von der unerwarteten Nebenwirkung zum weltbekannten Medikament

Inzwischen wird das Medikament in über 120 Ländern verschrieben. Die heute weltbekannte blaue Pille hat das Leben von Millionen von Männern, ihren Partnerinnen und Partnern verändert und ihnen zu einem besseren Liebesleben verholfen. "Durch die Entwicklung der medikamentösen Therapie ist es für viele Menschen einfacher geworden, mit dem Thema Erektionsschwäche offen umzugehen und sich Rat und Hilfe zu suchen", so die Bilanz von Ludäscher. "Das Medikament hat dazu beigetragen, das Thema Erektionsschwäche zu enttabuisieren." Anders als früher werden die intimen Probleme heute in vielen Partnerschaften nicht mehr verschwiegen und verdrängt. Auch in den Arztpraxen wird viel offener über Erektionsprobleme gesprochen. Eine vergleichbare Bedeutung und Aufmerksamkeit hatte zuvor nur die Anti-Baby-Pille in den 1960er-Jahren erreicht. Oft wird die medikamentöse Therapie der Erektionsschwäche deshalb auch als Auslöser einer zweiten sexuellen Revolution beschrieben.

Welches hohe therapeutische Potenzial in diesem Wirkstoff steckt, zeigte sich später auch beim so genannten Mount-Everest-Projekt der Universität Gießen. Im Frühling 2003 fanden Gießener Wissenschaftler heraus, dass der Wirkstoff unter extremen Höhenbedingungen die Lungengefäße erweitert und die Sauerstoffaufnahme verbessert. Die Ergebnisse der Studie bahnten den Weg für die Entwicklung eines neuen Medikaments gegen Lungenhochdruck, das heute bereits zur Behandlung verfügbar ist.