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Dr. Andreas Busse

Expertenbeitrag

»Durch Impfungen sind wir inzwischen in der Lage, viele Infektionskrankheiten zu verhindern.«

Dr. Andreas Busse Arzt am Tegernsee

40 Grad Fieber, Übelkeit, Halsschmerzen und der ganze Körper übersät mit roten Flecken – in den Anfangsjahren seiner Laufbahn als Kinderarzt hatte Dr. Andreas Busse oft mit kleinen Patienten zu tun, die an Masern litten. "Als ich damals, 1986, meine Praxis am Tegernsee eröffnete, waren Infektionskrankheiten unter Kindern noch sehr weit verbreitet", berichtet der Mediziner.

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Einige Krankheiten wurden so erfolgreich zurückgedrängt, dass jüngere Ärzte im Praxisalltag kaum noch damit zu tun haben.

Dr. Andreas Busse

Zitatende

Und heute? Dr. Busse hat seine Praxis inzwischen an zwei Kolleginnen übergeben, ist aber weiterhin als Arzt tätig, übernimmt Vertretungen und kümmert sich weiter um seine kleinen Patienten. Doch anders als früher kommen heute kaum noch Kinder zu ihm, die an Infektionskrankheiten leiden. "Das verdanken wir vor allem den Fortschritten auf dem Gebiet der Impfstoffe", sagt Dr. Busse. "Durch Impfungen sind wir inzwischen in der Lage, viele schwere Infektionskrankheiten zu verhindern.“ Einige Krankheiten wurden so erfolgreich zurückgedrängt, dass jüngere Ärzte im Praxisalltag kaum noch damit zu tun haben: "Manche Kollegen haben noch nie einen schweren Masern-Fall behandelt und kennen den Krankheitsverlauf nur noch aus Lehrbüchern."

Nebenwirkungen werden oft überschätzt

Vorbeugen statt behandeln – so lautet deshalb die inzwischen nicht mehr ganz so neue Devise in der Kinderarztpraxis. "Wichtig ist aber auch Information und Aufklärung", sagt Dr. Busse, denn für viele Eltern sei der Nutzen von Impfungen nicht mehr selbstverständlich. "Das ist die Kehrseite der Medaille", meint der Kinderarzt. „Weil Infektionen nicht mehr so häufig auftreten, denken manche Eltern, dass eine Impfung gar nicht so wichtig ist. Und sie betrachten das Thema auch wegen  möglicher Nebenwirkungen skeptisch." Diesen Eltern erklärt der Kinder- und Jugendmediziner immer wieder, dass die Nebenwirkungen von Impfungen häufig völlig falsch eingeschätzt werden. Früher seien Fieberschübe nach einer Impfung nichts Ungewöhnliches gewesen, aber die modernen Impfstoffe seien besser verträglich, sodass den kleinen Patienten unangenehme Nebenwirkungen meist erspart blieben. "Beim Thema Impfungen müssen wir viel Aufklärungsarbeit leisten, nicht nur bei den Patienten, sondern auch beim medizinischen Personal."

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In Deutschland werden Empfehlungen für Impfungen von der Ständigen Impfkommission (STIKO) erarbeitet und veröffentlicht. Die STIKO ist ein vom Bundesgesundheitsministerium berufenes Expertengremium am Robert Koch-Institut, das im Internet und im „Epidemiologischen Bulletin“ einen Impfkalender  für Säuglinge, Kinder, Jugendliche und Erwachsene zur Verfügung stellt. Dort findet man einen Überblick über die empfohlenen Impfungen in den verschiedenen Lebensabschnitten und die Erkrankungen, gegen die man sich durch eine Impfung schützen kann.

Ältere Menschen sind besonders gefährdet

Egal ob gegen Wundstarrkrampf, Diphtherie, FSME, Keuchhusten, Masern, Mumps, Mittelohrentzündung, Lungenentzündung, Grippe oder Hirnhautentzündung durch HIB-, Pneumokokken- oder Meningokokken-Infektionen – die Bandbreite an Impfstoffen ist in den vergangenen Jahren immer größer geworden. Und nicht nur Kinder profitieren von den besseren Vorsorgemöglichkeiten. Dr. Busse empfiehlt auch der älteren Generation, an den Impfschutz zu denken. "Die Grippeimpfung im Herbst sollte vor allem für ältere Menschen, die sich regelmäßig um ihre Enkelkinder kümmern, selbstverständlich sein." Denn neben den Kindern haben auch ältere Menschen ein erhöhtes Infektionsrisiko. In seiner Praxis hat Dr. Busse beobachtet, dass Infektionen oft generationsübergreifend weitergegeben werden – von den Kindern an die Großeltern und umgekehrt. "Deshalb sollten Großeltern darauf achten, dass sie sich beispielsweise auch gegen Keuchhusten impfen lassen."

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