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Experten im Interview prof. Gerd Horneff

Prof. Gerd Horneff

Experteninterview

»Wir können vielen Betroffenen ein weitgehend normales Leben ermöglichen.«

Prof. Gerd Horneff Chefarzt am Zentrum für Allgemeine Pädiatrie und Neonatologie der Asklepios Klinik Sankt Augustin

Prof. Gerd Horneff ist Direktor  am Zentrum für Allgemeine Pädiatrie und Neonatologie der Asklepios Klinik Sankt Augustin und Leiter des Kinderrheumazentrums Sankt Augustin. Im Interview erläutert er die Therapiemöglichkeiten für kleine Patienten, die an "Kinderrheuma" leiden.

Es folgt ein Zitat das nicht in den Lesefluß gehört:

Die JIA lässt sich häufig nur schwer erkennen, da der erste Erkrankungsgipfel zwischen dem zweiten und dritten Lebensjahr liegt.

Prof. Gerd Horneff

Zitatende

Wie erkennt man die Juvenile Idiopathische Arthritis (JIA)?

Prof. Gerd Horneff: Die JIA lässt sich häufig nur schwer erkennen, da der erste Erkrankungsgipfel zwischen dem zweiten und dritten Lebensjahr liegt. Naturgemäß berichten die kleinen Kinder noch nicht über Schmerzen. Die Krankheit kann an auffälligen Verhaltensmerkmalen erkannt werden. Babys krabbeln nicht, weil ihnen das Aufstützen auf die Hände weh tut. Ältere Kleinkinder steigen keine Treppen mehr, vermeiden Bewegungen oder wollen ständig auf den Arm.

Wie gehen Eltern mit der Diagnose Rheuma um?

Wenn ich Eltern mitteilen muss, dass ihr Kind Rheuma hat, sind sie zunächst oft entsetzt. Eltern müssen einen Weg bewältigen, sich einzugestehen, dass sie nunmehr kein gesundes, sondern ein krankes Kind haben. Das ist zunächst schrecklich für sie.

Es folgt ein Inhalt, der nicht in den Lesefluss gehört:

Interessantes!

50.000 Kinder und Jugendliche sind allein in Deutschland von Rheuma betroffen, darunter etwa 20.000 mit chronischen Beschwerden.

Ende des Inhaltes

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es für Kinder?

Bei der Behandlung kommen Kortison und ein Basismedikament zum Einsatz. Erzielen diese Präparate keine ausreichende Wirkung oder erzeugen zu starke Nebenwirkungen, werden bei mittelschweren und schwer erkrankten Kindern Biologika angewendet. Für betroffene Eltern ist hierbei wichtig zu erfahren, dass die biologischen Medikamente in den meisten Fällen gut verträglich und schnell wirksam sind. Dank biologischer Medikamente können wir oftmals nicht nur das Fortschreiten der Erkrankung verhindern, sondern auch eine Remission erreichen.

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