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10.08.2016

Lungenentzündung – die unterschätzte Gefahr: Studie zeigt geringes Risikobewusstsein bei älteren Erwachsenen

Die Zahlen sprechen für sich: Allein in Deutschland erkranken jährlich circa 400.000 bis 680.000 Menschen an einer außerhalb des Krankenhauses erworbenen – einer sogenannten ambulant erworbenen – Lungenentzündung.1 Im Jahr 2014 starben in deut-schen Krankenhäusern 33.477 Patienten an dieser Erkrankung.2 Gefährdet sind unter anderem ältere Erwachsene und chronisch Kranke, da sie oft ein schwächeres Immunsystem haben. In einer kürzlich veröffentlichten Verbraucherstudie wurden in Deutschland 1.001 ältere Erwachsene zum Thema Verständnis und Wahrnehmung von Lungenentzündungen befragt. Das Ergebnis: In den Köpfen vieler dominieren nach wie vor viele Mythen über Ansteckung, Prävention oder Auswirkungen der Erkrankung. Was hinter einer Lungenentzündung steckt, wie sie ausgelöst wird oder wie man ihr vorbeugen kann, ist nach der Studie weitestgehend nicht bekannt und zeigt wie wichtig die Aufklärung ist.

92 Prozent der Befragten halten eine Lungenentzündung für eine ernste Erkrankung, doch nur 13 Prozent befürchten, selbst daran zu erkranken. Das Risikobewusstsein ist gering. Hinzu kommen falsche Annahmen, beispielsweise über vorbeugende Maßnahmen: Über die Hälfte der Befragten (52 Prozent) geht davon aus, eine Lungenentzündung könne nur behandelt,  jedoch nicht verhindert werden.3 Ein Mythos, der folgenreiche Konsequenzen haben kann, wenn Vorsorgemaßnahmen außer Acht gelassen werden. Einer Lungenentzündung kann auf unterschiedlichen Wegen vorgebeugt werden. Dies kann unter anderem durch ausreichend Bewegung, eine gesunde Ernährung oder medizinische Vorsorgemaßnahmen wie eine Impfung gegen Lungenentzündung (verursacht durch Pneumokokken) geschehen.

Irrglauben und Unwissenheit

Ein weiteres Ergebnis der Studie lautet: Ein Drittel der befragten glaubt, dass Lungenentzün-dungen nicht ansteckend sind.3 Ein Irrglaube. Der häufigste Auslöser von Lungenentzündun-gen sind Pneumokokken.4 Das sind Bakterien, die über Tröpfcheninfektion – zum Beispiel beim Niesen, beim Küssen oder bei einem gewöhnlichen Händeschütteln – übertragen wer-den können. Hat man sich angesteckt, kann eine Lungenentzündung den Betroffenen stark beeinträchtigen und negative Auswirkungen auf die Lebensqualität haben. Die Umfrage zeigt, dass Betroffene besonders unter ihrer eingeschränkten Mobilität sowie unter einer Einschränkung des sozialen Lebens gelitten haben.3

Auch über die mitunter schwerwiegenden Auswirkungen einer Lungenentzündung sind sich viele der Befragten nicht im Klaren. Zwei Drittel der Befragten haben die Lungenentzündung schlimmer empfunden als erwartet.3 Zudem glaubt ein Teil der Studienteilnehmer, dass mehr Menschen bei Autounfällen sterben als an Lungenentzündungen.3 Tatsächlich ist in Deutschland die Lungenentzündung im Jahr 2013 aber für über fünfmal so viele Todesfälle verantwortlich gewesen wie Verkehrsunfälle.5

Gefährdet an einer Lungenentzündung zu erkranken sind neben älteren Erwachsenen unter anderem auch Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Asthma, der Lungenkrankheit COPD, Diabetes oder chronischen Herzerkrankungen, da sie oft ein schwächeres Immunsystem haben. Diese Patientengruppen sollten deshalb mit ihrem Hausarzt über Vorsorgemöglichkeiten sprechen.

Download der Infografik

Quellen:

  1. Schnoor M et al., The CAPNETZ study group -Approaches to estimate the population-based incidence of community acquired pneumonia, J Infect 2007; 55: 233–9. 
  2. AQUA Qualitätsreport 2014 PNEU, S. 26–28. 
  3. PneuVUE-Studie, Ipsos Mori. Neue Sichtweisen der Pneumonie bei älteren Erwachsenen, 2016.
  4. Welte T et al., Clinical and economic burden of community-acquired pneumonia among adults in Europe. Thorax 2012; 67:71–79.
  5. Eurostat, Todesursachen – Sterbefälle nach Land des Wohnsitzes und Vorkommen; Zahlen für 2013. 

 

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