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19.02.2016

Mobile Health Strategien in der Hämophilie: Telemedizin als effektives Tool in der Patientenversorgung

Sinnvoller Einsatz von Ressourcen, optimierte Behandlungsstandards und lückenlose Dokumentation: so die derzeitigen Ansprüche an die heutige Hämophilie-Therapie – eine immer größer werdende Herausforderung für das Gesundheitssystem und gleichzeitig für die behandelnden Zentren. Helfen können telemedizinische Systeme wie das Smartphone-basierte Patiententagebuch Haemoassist® 2 oder Smart Medication™.

Die behandelnden Ärzte betreuungsintensiver Hämophilie-Patienten haben in der Regel nur begrenzte Personal- und Zeitressourcen zur Verfügung, gleichzeitig ist eine sorgfältige Dokumentation und Übertragung von Behandlungsdaten an das DHR zur späteren Auswertung obligat.

Elektronische Datenverarbeitung kann hier als flankierende Maßnahme die moderne Therapie sinnvoll unterstützen: Datenbanken, gekoppelt an elektronische Patiententagebücher, sind für die Bewältigung des nicht unerheblichen Dokumentationsaufwands hilfreich und werden vermutlich auch in der Zukunft eine wesentliche Rolle bei der Behandlung dieser Erkrankung spielen.

Die kontrollierte Heimselbstbehandlung ist ein wichtiges Element der modernen Hämophilie- Therapie. Dabei spielt die vollständige Dokumentation von Blutungen und insbesondere auch der Blutungsfrequenz eine entscheidende Rolle. Gerade für Patienten mit Hämophilie, die häufig weit entfernt von ihrem betreuenden Zentrum wohnen, bietet die Telemedizin hier die ideale Unterstützung. Die Telemedizin vereinfacht die Dokumentation und Kommunikation für chronisch kranke Patienten. Ohne zeitaufwändige Papierdokumentation werden Daten erhoben, die ganz neue Einblicke in die Heimselbstbehandlung eröffnen und kontinuierliche Optimierung in jedem Einzelfall ermöglichen.

Bei dem Haemoassist® 2i handelt es sich um die aktuellste Version eines App-basierten Patiententagebuchs mit einem Web-Zugang zum Therapiemonitoring für den Arzt und einer verknüpften Datenbank zur Speicherung der Daten. Mit der aktuellen Version Haemoassist® 2 können Einzel- und Sammelmeldungen über den Faktorverbrauch der Patienten per Knopfdruck an das Deutsche Hämophilieregister (DHR) übertragen werden. Diese Funktion wurde in enger Abstimmung mit dem Paul-Ehrlich-Institut entwickelt und geprüft. Mittels des DHR Export Client können gespeicherte Patiententagebücher entsprechend dem DHR-Meldungsschema aufgearbeitet und im Bedarfsfall korrigiert und ergänzt werden. Zudem kann der Haemoassist® 2 den 2D-Code (DataMatrix) scannen. Dieser Code enthält alle relevanten Angaben wie Chargennummer, Dosis und Verfallsdatum.

Smart Medication™ ist ein elektronischer Substitutionskalender, der von Ärzten für Hämophilie-Patienten entwickelt wurde. Ziel ist, das Papiertagebuch zu ersetzen und gleichzeitig die Kommunikation zwischen Arzt und Patient nachhaltig zu verbessern. Smart Medication™ wurde vom Institut für Wirtschaftsinformatik der Philipps-Universität in Marburg in Zusammenarbeit mit der IT-Firma Rösch & Associates, Frankfurt, entwickelt. Dr. Wolfgang Mondorf, Frankfurt, erläutert diese innovative Telemonitoring-Plattform, die mit allen Smartphones, PCs und Tablets genutzt werden kann.

Die Datensicherheit beider Systeme ist gewährleistet: Es erfolgt keine Erhebung von direkt personenidentifizierenden Patientendaten. Zugang zu Patientendaten besteht nur für den behandelnden Arzt und es findet keinerlei Weitergabe von Patientendaten an Dritte statt.

Gerade für chronische Erkrankungen wie die Hämophilie sind moderne Mobile Health Strategien als therapieunterstützende Maßnahme von enormem Wert. Durch das regelmäßige Nutzen der elektronischen Tagebücher kann die Therapietreue der Patienten sowie auch die Protokollierungsrate des Faktorgebrauchs gemäß § 14 TFG erhöht werden. Die Fehlerquote der Protokollierung wird durch die Vermeidung von Übertragungsfehlern einer händischen Eingabe gesenkt und die Konzentratlogistik wird zusätzlich vereinfacht. Eine direkte Weitergabe der Daten an das Deutsche Hämophilieregister optimiert die derzeit verfügbaren Anwendungen. Weitere Smartphone-gestützte Funktionen zur Diagnostik und Therapieüberwachung sind als zukünftige Entwicklungen durchaus denkbar und könnten den Benefit der Apps für Arzt und Patient zusätzlich steigern.

Kontakt und weitere Informationen:

Pfizer Deutschland GmbH
Unternehmenskommunikation
Linkstraße 10, D-10785 Berlin
Telefon: +49 (0)30 – 55 00 55 – 51088
E-Mail: presse@pfizer.com
Internet: www.pfizer.de

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