Kopfbereich
Zum Nutzerprofil
Inhaltsbereich

Kraft aus dem Wald

Michael Becker entwickelt für Pfizer auf der ganzen Welt nachhaltige Energiesysteme. Die besten Ideen kommen ihm im Schwarzwald: Dort verbringt er fast jedes Wochenende in einem Blockhaus ohne Strom- und Wasseranschluss.

Es folgt ein Zitatblock der nicht in den unmittelbaren Lesefluss gehört:

»Die besten Ideen habe ich, wenn ich mit den Hunden laufe.«

Michael Becker Director Global Engineering

Ende des Zitatblocks

Es ist fünf Uhr früh, Michael Becker stapft mit seinen beiden Basset-Hunden durch den Schwarzwald, die Luft ist kalt und klar. Die Fichten und Tannen tragen an diesem Februartag noch ein Kleid aus Schnee. Jeder Schritt knirscht, ansonsten ist es still. „Gleich sind wir da“, sagt der Mann mit dem Filzhut und zeigt auf einen Hochsitz.

Im Hauptberuf ist Michael Becker Director Global Engineering bei Pfizer in Freiburg – er baut Fabriken mit auf und entwickelt nachhaltige Modelle für Energieversorgung. Im Nebenberuf bewirtschaftet er als Jäger vier Hektar Wald bei Titisee im Schwarzwald. Wochenende für Wochenende fährt der Manager mit seiner Familie in ihr Blockhaus – zehn Kilometer herum wohnt kein Mensch. Das Wasser sprudelt aus einer Quelle, der Strom kommt vom Aggregat, geheizt wird mit Holz, gekocht auf Gas.

Es folgt ein Zitat das nicht in den Lesefluß gehört:

Bei allen unseren Bemühungen haben wir stets das ganze Zusammenspiel im Blick.

Michael Becker

Zitatende

„Der Wald fasziniert meine ganze Familie“, erzählt Michael Becker auf dem Hochsitz und gießt Tee aus der Thermoskanne in zwei Tassen. „Na ja, fast“, ergänzt er schmunzelnd. Ein Sohn, „mehr so der Computerfreak“, bleibe wochenends lieber zu Hause. Seit 2006 wacht Becker über das Waldgebiet von Fürst zu Fürstenberg, beobachtet Füchse, Wildkatzen, Fasane, Auerhühner, Rehwild – und geht auch auf die Jagd.

Der Wald ist Michael Beckers Kraftort. „Wir sind immer wieder erstaunt, wie schnell er sich erholt.“ Etwa wenn auf sturmgeschädigten Flächen plötzlich alles sprießt und neu gedeiht. Die Vielfalt der Natur beflügelt die Gedanken: „Die besten Ideen habe ich, wenn ich mit den Hunden laufe“, berichtet Michael Becker. Zum Beispiel die Sache mit den Windrädern: Könnte Pfizer in Irland nicht Strom aus Windkraft ziehen? Doch Windräder sind teuer – gäbe es die auch gebraucht? Mehr und mehr formierten sich die Gedanken.

Es folgt ein Inhalt, der nicht in den Lesefluss gehört:

Interessantes!

5500 Tonnen Kohlenstoffdioxidausstoß spart die Holzpelletanlage am Standort Freiburg jährlich ein.

Ende des Inhaltes

 

Jetzt baut Pfizer drei Windkraftanlagen auf der Grünen Insel mit wiederaufbereiteten zehn Jahre alten Rädern. Oder Puerto Rico, ein Land mit immensen Energiekosten. Könnte das Pfizer-Werk dort nicht auch von Holzpellets profitieren wie der Standort Freiburg? „Wir senken mit unserer Holzpelletanlage die Energiekosten um einen sechsstelligen Betrag im Jahr und den Kohlenstoffdioxidausstoß gleich um 5500 Tonnen mit“, berichtet der Nachhaltigkeitsmanager. Er recherchierte, tüftelte, plante. Jetzt wird in Puerto Rico für Pfizer die erste Holzpelletanlage geplant.

Grüne Arzneimittelproduktion

 

Es geschieht immer wieder, dass Ökologie und Ökonomie sich die Hand geben: „Bei allen unseren Bemühungen haben wir stets das ganze Zusammenspiel im Blick“, berichtet Michael Becker. Ja, es gehe darum, Energie zu sparen, aber auch: Abfälle zu minimieren, die Zuverlässigkeit der Maschinen zu erhöhen und die Prozesskette zu optimieren. Ein ausgeklügeltes System, in dem ein Rädchen ins andere greift. Ein klein wenig wie das Wunderwerk Wald.

Downloads

Fußbereich