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"Ich habe dem Arzt gesagt: Das passt jetzt nicht"

„Den Moment, in dem man die Diagnose bekommt, vergisst man nie“, sagt Eva Schumacher-Wulf. Sie war 34 als sie von ihrem Arzt erfuhr, dass sie an Brustkrebs litt. Ihre erste Reaktion: Ablehnung und Unverständnis. „Ich habe dem Arzt gesagt: Das passt jetzt nicht. Danach bin ich einfach aufgestanden und gegangen.“ Einen Tag später griff sie zum Telefon und sprach noch einmal mit ihrem Arzt, um sich zu vergewissern: „Habe ich das gestern richtig verstanden?“

 

Bald darauf hatte Eva Schumacher-Wulf den Wunsch, mehr über ihre Erkrankung zu erfahren. Sie fing an, medizinische Informationen zusammenzutragen – und stellte schnell fest, dass das Angebot an gut verständlichen, fundierten Informationen für Brustkrebspatientinnen nicht groß ist. So entstand ihre Idee: die Gründung eines spezialisierten Magazins, das diese Informationslücke füllen sollte. Die erste Ausgabe des Brustkrebsmagazins „MammaMia!“ erschien 2006 – mit Erfolg. „Entgegen vieler negativer Prognosen haben wir es bis heute geschafft, Brustkrebspatientinnen mit unserem Magazin zu informieren“, sagt die Chefredakteurin.

Im Juni 2015 haben Eva Schumacher-Wulf ihre persönlichen Erfahrungen zum 19. Pfizer-Patienten-Dialog geführt. Als Teilnehmerin, die sich mit anderen Patientenvertretern austauschen will, aber auch als engagierte Rednerin, der die patientengerechte Information am Herzen liegt. „Der Pfizer-Patienten-Dialog ist eine Veranstaltung für und mit Patienten, die seit 2002 jährlich stattfindet“, berichtet Christina Claussen, Director Alliance Management & Patient Relations bei Pfizer Deutschland. Im Vordergrund stehen jedes Jahr aktuelle Themen aus den Bereichen Gesundheit, Forschung und Versorgung. Das Programm umfasst Vorträge, Diskussionsrunden, Workshops und lässt viel Raum für den informellen Austausch der mehr als 100 Teilnehmer – darunter Wissenschaftler, Ärzte, Pfizer-Mitarbeiter sowie die Vertreter von zahlreichen Patientenorganisationen und externe Gäste, die mit ihren Vorträgen oft für neue Denkanstöße sorgen.

Es folgt ein Zitat das nicht in den Lesefluß gehört:

Das Spannende am Pfizer-Patienten-Dialog ist der Austausch mit anderen.

Eva Schumacher-Wulf

Zitatende

Zu den zentralen Themen des Pfizer-Patienten-Dialogs gehört seit vielen Jahren die patientengerechte Vermittlung von Informationen. Die Teilnehmer haben sich intensiv mit der Frage auseinandergesetzt, wie man Patienten besser informieren kann, und entsprechende Projekte ins Leben gerufen. So kam es beispielsweise 2006 zur Gründung einer interdisziplinären Arbeitsgemeinschaft, der „AG Beipackzettel“. Ihr Ziel: eine bessere Gestaltung der Packungsbeilagen von Medikamenten. Ein anderes Beispiel ist die Initiative „Ich beim Arzt“, die 2014 als Gemeinschaftsprojekt von Pfizer, Patientenvertretern und weiteren Partnern entstanden ist. Ihr Ziel besteht darin, die Kommunikation zwischen Ärzten und Patienten zu verbessern. Dazu wurde die Internetseite ichbeimarzt.de entwickelt – mit konkreten Kommunikationstipps, die Patienten im Gespräch mit dem Arzt anwenden können. Zu den Initiatoren beider Projekte gehört – neben zahlreichen anderen – die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO Service Gesellschaft), die auch in diesem Jahr wieder am Pfizer-Patienten-Dialog beteiligt war. „Das Spannende am Pfizer-Patienten-Dialog ist der Austausch mit anderen“, sagt BAGSO-Geschäftsführerin Dr. Barbara Keck. „Man erfährt, wo es interessante Projekte gibt, von denen man selbst etwas lernen kann.“ 

 

Auch Eva Schumacher-Wulf engagiert sich mit MammaMia! für eine bessere Kommunikation – in ihrem Fall mit Brustkrebspatientinnen. Sie bringt dazu ihre Ideen und Erfahrungen im Pfizer-Patienten-Dialog ein: „Wir müssen Patienten dazu aufzurufen, ihre persönlichen Interessen selbstbewusst zu vertreten – sie müssen sich auch selbst informieren und beim Arzt so lange nachfragen, bis sie alles verstanden haben.“

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