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Entzündungskrankheiten

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Neueste Therapien setzen bereits in der Zelle an

Chronisch-entzündliche Erkrankungen sind komplex. Bestehende Behandlungsmöglichkeiten lindern Symptome, versprechen jedoch meist keine Heilung. Sie helfen zudem häufig nur einem Teil der Betroffenen. Daher besteht in diesem Forschungsbereich weiterhin ein großer medizinischer Bedarf an neuen Therapien. Wir bei Pfizer fokussieren in unserer Forschung auf intrazelluläre (innerhalb von Zellen ansetzende) Wirkmechanismen.

 Auf dem Bild zu sehen sind weiße Blutzellen. Sie sind Teil des menschlichen Immun- und damit Abwehrsystems. Bei Immunerkrankungen richtet es sich gegen den eigenen Körper.
Auf dem Bild zu sehen sind weiße Blutzellen. Sie sind Teil des menschlichen Immun- und damit Abwehrsystems. Bei Immunerkrankungen richtet es sich gegen den eigenen Körper. (Quelle: Getty)

Moderne Therapien bei chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa

In schweren Fällen chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen kann es notwendig sein, dass Bereiche des Darms operativ entfernt werden müssen. Moderne Therapien können dies in vielen Fällen erfolgreich verhindern.

Therapeutischer Fortschritt bei Rheumatoider Arthritis

Durch die Erkrankung werden Knorpel und Knochen, und somit auch die Gelenke langfristig zerstört. Früher waren daher viele Betroffene auf Rollstühle angewiesen. Heute ist dies dank moderner Therapien nur noch selten notwendig.

Die Entwicklung neuer Medikamente: Zielgenau gegen Entzündungssignale

Durchbruch in der Forschung: Januskinase-Hemmer

Januskinase-Hemmer, auch JAK-Inhibitoren genannt, sind eine recht neue Gruppe von Medikamenten, die zur Behandlung einiger chronischer Entzündungserkrankungen wie Rheumatoider Arthritis zum Einsatz kommen. Im Vergleich zu Biologika (eine Wirkstoffklasse, die seit rund 20 Jahren als Therapieoption zur Verfügung steht) setzt ihre Wirkung bereits einen Schritt früher an: Januskinase-Hemmer unterbinden nicht die Wirkung, sondern die Ausschüttung entzündlicher Botenstoffe durch die Entzündungszellen. Ihre Aufgabe ist es, bestimmte Signalkaskaden, das heißt über mehrere Stationen laufende Signale, innerhalb der Zelle zu unterbrechen. Die neue Medikamentengruppe wird gezielt zur Hemmung von Signalwegen in Zellen eingesetzt, von denen man annimmt, dass sie bei den zugrundeliegenden Entzündungsprozessen eine Rolle spielen. Vermittler dieser Signale sind bestimmte Proteine, auch Zytokine genannt.

Einfachere Handhabung für PatientInnen

Früher kamen in der Therapie von Entzündungskrankheiten häufig Biologika zu Einsatz. Auf Grund ihrer großen Molekülstruktur konnten sie PatientInnen nur in Form von Spritzen verabreicht werden. Januskinase-Hemmer hingegen nehmen Betroffene einfach als Tablette ein und ihre Wirkung ist vergleichbar. Einige dieser aus kleinen Molekülen bestehenden Medikamente sind bereits zugelassen. Sie etablieren sich immer weiter in der Therapie von chronisch-entzündlichen Erkrankungen.

Neue Wirkstoffe sind bereits in der klinischen Prüfung

Weitere Moleküle (verschiedene JAK-Hemmer) befinden sich derzeit in der klinischen Prüfung. Das mögliche Therapiespektrum ist vielfältig und umfasst u.a. die Rheumatologie, Gastroenterologie und Dermatologie.

Welche Fragen beschäftigen die Forschung besonders?

Bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen ist das Immunsystem fehlgesteuert, medikamentöse Therapien greifen in das komplexe Immunsystem ein. Bei der Forschung geht es daher auch um die Entwicklung von effektiven und sicheren Präparaten, die möglichst wenige Nebenwirkungen haben. Pfizer forscht daran, einige JAK-Hemmer weiterzuentwickeln, die auf spezifische Zytokinprofile von bestimmten Erkrankungen abzielen.