Der November ist jedes Jahr der internationale Monat der Aufklärung über Lungenkrebs (engl. Lung Cancer Awareness Month). Ziel ist es, das Wissen über eine Erkrankung zu stärken, die weltweit und auch in Deutschland zu den häufigsten Krebsarten zählt.1,2 Denn trotz dieser hohen Verbreitung halten sich rund um die Erkrankung immer noch zahlreiche Mythen und Fehlannahmen. Zeit, das zu ändern. Wir haben verbreitete Irrtürmer gesammelt und den Fakten gegenübergestellt.
Fakt: Lange Zeit gab es für Lungenkrebs tatsächlich nur wenige Behandlungsmöglichkeiten. Doch diese Zeiten sind zum Glück vorbei. Heute stehen deutlich mehr Therapien zur Verfügung als noch vor einigen Jahren. Bestimmte Formen von Lungenkrebs lassen sich mittlerweile so behandeln, dass Betroffene über viele Jahre damit leben können, ähnlich wie mit einer chronischen Erkrankung.3 Dies kann selbst im fortgeschrittenen Stadium der Fall sein.
Die Therapieoptionen werden zudem stetig besser, unter anderem weil Pharmaunternehmen gezielt in neue Forschungsansätze investieren, um noch mehr Betroffenen langfristigere Perspektiven zu ermöglichen. Lungenkrebs ist nach wie vor eine ernste Diagnose, aber nicht mehr hoffnungslos.
Fakt: Es gibt nicht die eine Lungenkrebsbehandlung. Welche Behandlung geeignet ist, hängt heute von den Eigenschaften des Tumors ab. Deswegen untersuchen Ärzt:innen zuerst genau, welcher Tumortyp vorliegt und welche genetischen Besonderheiten er aufweist. Abhängig von den Ergebnissen kommen heute neben einer Chemotherapie auch zielgerichtete Therapien oder Immuntherapien infrage, teilweise in Kombination. Während zielgerichtete Therapien die Wachstumssignale von Tumorzellen blockieren, aktivieren Immuntherapien die körpereigenen Abwehrkräfte. Einige dieser modernen Behandlungsansätze stehen als einfach einzunehmende Tablette zur Verfügung.4
Nebenwirkungen lassen sich durch eine enge ärztliche Begleitung in vielen Fällen reduzieren oder abmildern. So können Betroffene mitunter weiterhin zur Arbeit gehen, Zeit mit der Familie verbringen oder ihren Alltag trotz der Erkrankung möglichst selbständig gestalten.4 Ziel ist es, dabei ein Höchstmaß an Normalität zu bewahren.
Fakt: Eine Diagnose wie Lungenkrebs ist nicht nur körperlich, sondern auch emotional eine große Herausforderung. Viele Betroffene fühlen sich anfangs überfordert oder allein. In dieser Situation müssen Patient:innen und Angehörige nicht allein zurechtkommen: Unterstützung bieten beispielsweise psychoonkologische Begleitung, Selbsthilfegruppen oder psychosoziale Krebsberatungsstellen mit kostenfreien Beratungsangeboten.5 Der Austausch mit anderen Erkrankten und das Gespräch mit dem Behandlungsteam können ebenfalls dazu beitragen, die Krankheit seelisch besser zu bewältigen.
Fakt: Dieses Bild von Lungenkrebs ist längst überholt. Heute weiß man, dass es verschiedene Wege gibt, wie Lungenkrebs entstehen kann, nicht nur durchs Rauchen. Etwa 15 bis 20 Prozent aller Betroffenen weltweit haben nie geraucht. Manche Menschen haben beispielsweise eine genetische Veranlagung, bei anderen wiederum spielen Umweltfaktoren wie Feinstaub oder Radon eine Rolle.4,6,7 Auch wenn Männer häufiger an Lungenkrebs erkranken, sind Frauen zunehmend betroffen.1 Bestimmte Unterformen treten außerdem bei jüngeren Menschen häufiger auf.8
Lungenkrebs kann also Menschen unterschiedlichen Alters und mit ganz verschiedenen Lebensstilen treffen. Bei Warnsignalen wie hartnäckigem Husten oder Atemnot empfiehlt sich daher eine ärztliche Abklärung.
Fakt: Lungenkrebs kann sich im Frühstadium still entwickeln und später auftretende Symptome werden teils anderen Ursachen zugeschrieben und nicht weiter abgeklärt.4 Deshalb sind Früherkennung und Aufklärung so wertvoll. So kann eine Erkrankung entdeckt werden, bevor Beschwerden auftreten.
Seit April 2026 übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen für bestimmte Risikogruppen die Kosten für eine jährliche Vorsorgeuntersuchung. Ob man Anspruch darauf hat, kann man bei der Hausarztpraxis erfragen. Denn je früher die Diagnose gestellt wird, desto mehr Behandlungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung.9
Lungenkrebs ist heute keine ausweglose Diagnose mehr. Es ist eine Erkrankung, bei der Früherkennung, moderne Therapien und professionelle Unterstützung entscheidend sind.
Pfizer engagiert sich dafür, die Behandlung von Krebserkrankungen kontinuierlich weiterzuentwickeln, um das Leben von Menschen mit Krebs spürbar zu verbessern. Dazu erforscht das Unternehmen neuartige Wirkstoffklassen und investiert in die Entwicklung innovativer Behandlungsansätze. In Deutschland stehen mehr als 20 Pfizer-Medikamente zur Behandlung von Krebs zur Verfügung.