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Net-Zero bis 2040: Wie Pfizer den Klimawandel mit wissenschaftlich fundierten Zielen angeht

Im Jahr 2015, kurz vor dem Pariser Abkommen, hat Pfizer als eines der ersten Unternehmen weltweit die Genehmigung seines Klimaziels durch die Science Based Targets Initiative (SBTi) beantragt - und diese auch erhalten. Seitdem haben renommierte Forschende gemeinsam mit Partnerschaften wie der SBTi den privaten und öffentlichen Sektor aufgefordert, sich stärker der Bekämpfung der immer dringender werdenden Klimakrise zu verpflichten. Die wissenschaftliche Erkenntnislage ist unwiderlegbar: Es muss gehandelt werden, um die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen und den Temperaturanstieg auf 1,5 °C zu begrenzen, damit die katastrophalen Auswirkungen des Klimawandels verhindert werden.

Aus diesem Grund fasste Pfizer Ende 2020 den Plan, den gesamten internen Betrieb bis 2030 kohlenstoffneutral zu gestalten und die Lieferanten zu verpflichten, sich Ziele zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen zu setzen. Diese Ziele waren und sind anspruchsvoll und ehrgeizig, wie auch die SBTi anerkannte. 

Seitdem haben wir diesen freiwilligen Standard weiterentwickelt, welcher den dringenden Handlungsbedarf mit unserer wissenschaftlichen Forschung verbindet.Dieser Standard fordert langfristige Maßnahmen zur Reduzierung der Unternehmensemissionen um 95 % und der Emissionen der Wertschöpfungskette um 90 %. Pfizer hat sich zum Ziel gesetzt, Net Zero bis 2040 zu erreichen, also 10 Jahre früher als die Erwartungen des Standards.

 

Louise Proud, Vice President, Global Environment, Health & Safety bei Pfizer, erläutert, was es bedeutet, sich der Herausforderung des Klimaschutzes zu stellen, und wie Pfizer sich hier engagiert:

Warum ist Nachhaltigkeit für Pfizer so wichtig?

Bei Pfizer sind wir uns der tiefgreifenden gesellschaftlichen und gesundheitlichen Auswirkungen bewusst, die sich aus Umweltfragen wie dem Klimawandels ergeben können.

 

Weltweit streben die Menschen nach einem höheren Lebensstandard. Dieser muss von einem Planeten mit endlichen, sich erschöpfenden Ressourcen getragen werden. So wirken sich beispielsweise Wasserknappheit und Dürre auf die Nahrungsquellen aus und führen zu Ernährungsunsicherheit und Unterernährung. 

 

Steigende Temperaturen können zu Gefahren wie Waldbränden und hitzebedingten Krankheiten führen. Schlechte Luftqualität durch Umweltverschmutzung wird mit Atemwegserkrankungen, einschließlich Asthma und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, in Verbindung gebracht. Aufgrund der steigenden Temperaturen sind auch immer mehr Orte auf der Welt von durch Tiere übertragenen Krankheiten wie Malaria, Dengue-Fieber, Lyme-Borreliose und Enzephalitis betroffen. 

 

Diese Bedrohungen sind real und machen deutlich, dass die Gesundheit des Planeten die öffentliche Gesundheit beeinflusst. Pfizer spielt dabei als biopharmazeutisches Unternehmen natürlich eine Rolle und übernimmt in verschiedenen Bereichen die Verantwortung für eine bessere globale Gesundheit:
 

  • Wir erhöhen die Widerstandsfähigkeit unserer Lieferkette gegenüber klimabedingten Bedrohungen. 

  •  Wir begrenzen unsere Umweltauswirkungen, indem wir ressourcenschonende Maßnahmen in unserer gesamten Wertschöpfungskette vorantreiben. 

  •  Wir nutzen unsere Möglichkeiten in Wissenschaft und Technik, um diese Herausforderungen zu bewältigen. 

  •  Wir bringen innovative Produkte auf den Markt, von denen einige dazu beitragen können, klimabedingte Gesundheitsprobleme zu bekämpfen. 

  •  Und wir engagieren uns extern, um auf die Notwendigkeit von klimaschützenden Maßnahmen aufmerksam zu machen.


Welche Methoden setzt Pfizer ein, um die Umweltziele des Unternehmens zu erreichen?

 

Als wissenschaftlich orientiertes Unternehmen verfolgt Pfizer bei seinen Umweltinitiativen einen proaktiven Ansatz. In den letzten 20 Jahren haben wir bedeutende Schritte unternommen, um unsere Umweltauswirkungen zu reduzieren. In dieser Zeit haben wir die Treibhausgasemissionen aus unserem Betrieb um mehr als 60 % reduziert.

 

Wir haben diese Umweltziele erreicht, weil wir einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen und dabei die kollektiven und gezielten Bemühungen unserer engagierten Mitarbeitenden auf der ganzen Welt nutzen.

       
 
Unsere Maßnahmen für ein Net ZeroUnsere Produktions- und F&E-Standorte verfügen über langfristige Nachhaltigkeitspläne, in denen die geplanten Maßnahmen beschrieben sind. Diese Maßnahmen sind unterschiedlich umfangreich und komplex. Einige Beispiele:Nachhaltigkeitsaspekte bei neuen Anlagen

Wir suchen nach Möglichkeiten, bei neuen Anlagen oder Renovierungsprojekten Nachhaltigkeitsmerkmale zu berücksichtigen, um umweltfreundlichere Gebäude zu schaffen.

Ersatz durch energieeffiziente Alternativen

Wir ersetzen Geräte am Ende ihrer Lebensdauer durch energieeffiziente Alternativen. 

Investitionen in nachhaltige Technologien

Wir investieren in kohlenstofffreie oder kohlenstoffarme Technologien an unseren Standorten und in Programme, die die Beschaffung von sauberer Energie aus erneuerbaren Quellen ermöglichen.

Optimierung der Produktionsprozesse

Wir optimieren unsere Produktherstellungsprozesse, um die Anzahl der erforderlichen Schritte und Ressourcen zu reduzieren.nagement.

Was bedeutet das Ziel von Pfizer, bis 2040 Netto-Null-Emissionen zu erreichen?

Aufbauend auf mehr als 20 Jahren Klimamaßnahmen sind wir stolz darauf, uns neue, ehrgeizige Klimaziele zu setzen, um uns bis 2040 zu Netto-Null zu verpflichten. Dies baut auf unseren mehrjährigen Bemühungen auf, die Treibhausgasemissionen des Unternehmens um 95 % und die Emissionen der Wertschöpfungskette um 90 % zu reduzieren.

Um dies zu erreichen, müssen wir uns schneller von fossilen Brennstoffen lösen, die derzeit eine der Wege sind, wie wir Strom für den Betrieb von Pfizer erzeugen. Wir müssen in Zusammenarbeit mit unseren Zulieferern in unserer gesamten Wertschöpfungskette Einsparungen erzielen.

Und wie? Nun, das ist der schwierige Teil. Wir wissen, dass Net Zero erhebliche Veränderungen erfordert, um von der Nutzung fossiler Brennstoffe wegzukommen. Die Zusammenarbeit mit Organisationen mit ähnlichen Herausforderungen ist eine der Möglichkeiten, um gemeinsam schneller ressourcenschonende Alternativen zu etablieren und weiterzuentwickeln.

Was bedeutet die Mitgliedschaft von Pfizer bei Renewable Energy 100 (RE100) und die Verpflichtung, bis 2030 100 % erneuerbaren Strom zu erzeugen?

Pfizer bezieht derzeit etwa 6 % des Stroms für seine weltweiten Aktivitäten aus erneuerbaren Energien. Unser Ziel ist es, bis 2030 unseren gesamten eingekauften Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu beziehen. Wir haben noch einen langen Weg vor uns, aber wir sind bereit, ihn zu gehen.

Um dieses Ziel zu erreichen, konzentrieren wir uns zunächst auf Nordamerika. Im Oktober 2021 schlossen wir einen virtuellen Stromabnahmevertrag mit Vesper Energy ab. Im Rahmen dieser 15-Jahres-Vereinbarung wird Pfizer 310 MW (Megawatt) erneuerbare Energie aus dem 500-MW-Hornet Solarprojekt von Vesper Energy in Texas beziehen. Diese Anlage wird voraussichtlich Ende 2023 in Betrieb genommen. Danach wird der Strombedarf von Pfizer in Nordamerika zu 100 % durch Solarenergie gedeckt.

Warum konzentriert sich Pfizer nicht nur auf den eigenen Betrieb, sondern fordert auch Maßnahmen von Unternehmen, von denen es Waren und Dienstleistungen bezieht?

Der Fußabdruck der Treibhausgasemissionen in der Wertschöpfungskette von Pfizer ist mehr als viermal so groß wie die des Unternehmens selbst. Der größte Anteil an den Emissionen unserer Wertschöpfungskette entsteht durch den Einkauf von Waren und Dienstleistungen, an dem Tausende von Lieferanten auf der ganzen Welt beteiligt sind.

Wir fordern daher alle zuliefernden Unternehmen auf, sich gemeinsam mit uns zum Handeln zu verpflichten und Maßnahmen zur Reduzierung der Klimaauswirkungen in ihre Managementprozesse zu integrieren.

Wir sind der festen Überzeugung, dass kollektives Handeln einen entscheidenden globalen Effekt haben kann. Aus diesem Grund haben wir 2015 zusätzlich zu den internen Nachhaltigkeitszielen, auch unsere ersten externen Ziele festgelegt, die rund 120 Zulieferer dazu bewegen sollen, solide Nachhaltigkeitsprogramme mit Zielen zur Reduzierung von Treibhausgasen, Abfall und Wasser einzuführen.

Das Ziel von 90 % Teilnahme an derartigen Zielen in unserer Wertschöpfungskette haben wir leider nicht ganz erreicht. Trotzdem haben wir enorme Fortschritte gemacht, denn 75 % der Unternehmen haben sich Ziele zur Reduzierung von Treibhausgasen gesetzt. Das hat uns nur noch entschlossener gemacht, unsere neuen, noch ehrgeizigeren Ziele zu erreichen. 

Denn unsere Bemühungen allein werden nicht ausreichen, um die komplexe Bedrohung durch den Klimawandel zu bewältigen. Net Zero setzt gemeinsame Erwartungen für alle Teile der Wertschöpfungskette.

Was tut Pfizer, um Lieferanten bei der Erreichung des Net Zero-Ziels zu helfen?
 

In unserer gesamten Wertschöpfungskette sind Maßnahmen erforderlich, um die Treibhausgasemissionen zu senken. Deshalb fordert Pfizer alle Lieferanten auf, verantwortungsvoll zu handeln und sich zu einem wissenschaftlich fundierten Ziel für die Reduzierung von Treibhausgasen zu verpflichten.

Wir haben Umweltkriterien in unsere Beschaffungs-, Vertrags- und Leistungsmanagementprozesse für Lieferanten integriert. Wir erwarten von unseren Zulieferern, dass sie sich zum Klimaschutz verpflichten, indem sie bis spätestens Ende 2022 ihre Treibhausgasemissionen ermitteln und sich bis Ende 2025 ein Treibhausgas-Reduktionsziel in Übereinstimmung mit den SBTi-Richtlinien setzen.

Pfizer unterstützt durch Energize-Initiative Zulieferer bei erneuerbaren Energien

Wir freuen uns auch, bei der Gründung von Energize mitzuwirken, einer erstmaligen Zusammenarbeit zwischen 10 globalen Pharmaunternehmen, um die Lieferanten in die Dekarbonisierung der pharmazeutischen Wertschöpfungskette durch die Beschaffung erneuerbarer Energien einzubinden.
Das Programm, das von Schneider Electric entwickelt und durchgeführt wird, ermöglicht es Pharmazulieferern, mehr über die Einführung erneuerbarer Energien und die Auftragsvergabe zu erfahren. In der Praxis bedeutet dies, dass Zulieferer, die sonst vielleicht nicht über die internen Ressourcen oder das Fachwissen verfügen, die Möglichkeit erhalten, am Markt für Stromabnahmeverträge teilzunehmen.

Welches sind die größten Herausforderungen, denen sich Pfizer für seine Nachhaltigkeitsziele stellen muss?

Pfizer ist bestrebt, ehrgeizige Maßnahmen zu ergreifen. Dies bedeutet jedoch auch tiefgreifende Veränderungen und auch einen Vertrauensvorschuss, dass die nötigen Technologien kommerziell verfügbar sind, um den Übergang in der erforderlichen Zeit und im erforderlichen Umfang zu ermöglichen.

 

Verfügbarkeit von klimafreundlichen Technologien

Eine Herausforderung ist die Verfügbarkeit von Technologien, welche Alternativen zu fossilen Brennstoffen bieten. Wir müssen vor allem diejenigen berücksichtigen, die zur Wärme- und Dampferzeugung eingesetzt werden: Die decken den Bedarf der Produktherstellung und beschleunigen den Übergang von erdgasbetriebenen Systemen zu kohlenstoffarmen bzw. -freien Energiequellen.

Klimaziele in der gesamten Wertschöpfungskette etablieren

Die Beschleunigung des Wandels erfordert das Engagement und das Handeln der umfangreichen, weltweit verteilten Wertschöpfungskette von Pfizer. Alle Beteiligten stehen vor ähnlichen Herausforderungen, wenn es um das Tempo des Wandels geht. Das Ausmaß der erforderlichen Veränderungen darf nicht unterschätzt werden. Es erfordert einen kollektiven Beitrag und zukunftsfähige Standards, die Anreize für Veränderungen schaffen

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Globale und politische Maßnahmen gegen den Klimawandel

Freiwillige Maßnahmen, wie sie von Pfizer und vielen anderen Unternehmen auf der ganzen Welt ergriffen werden, bieten den Unternehmen oft die größte Chance, innovative Lösungen zu entwickeln, die für ihre jeweilige Situation, Produktpalette und Investitionszeiträume am besten geeignet sind.

Die Bewältigung des Klimawandels erfordert jedoch Maßnahmen von allen Beteiligten in allen Sektoren, und Pfizer fordert die Regierungen aller Länder auf, eine ehrgeizige Klimapolitik einzuführen, um den globalen Temperaturanstieg bei 1,5 Grad zu stabilisieren.

Es gibt zwar nicht die eine Maßnahme, die allein die vollständige Lösung bringen wird. Aber durch gemeinsame öffentliche und private Maßnahmen, die Fachwissen, Ressourcen und Umfang nutzen, können wir das Ziel erreichen und die Klimakrise abwenden... gemeinsam.