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Geschichte der Medizin & die Medizin der Zukunft

HomeNewsroomNews & StoriesScrollytelling Nutzen der Medizin

Die Medizin und Forschung hat in den letzten Jahrzehnten einen rasanten Fortschritt erfahren und wird stetig weiterentwickelt. Zuletzt konnten große Erfolge durch die Covid-Impfung und Covid-Medikamente verzeichnet werden. Was wäre, wenn wir durch die Zeit reisen und unseren Vorfahren wie Nachkommen einen Besuch abstatten könnten? Was würden wir über die Medizin der jeweiligen Zeit erfahren? Ein Gedankenspiel, das wir hier am Beispiel eines fiktiven Mädchens aus Berlin nachzeichnen – Wir werfen in diesem Beitrag einen Blick auf die Meilensteine der Medizin  in den Jahren 1910, 2010 und die Medizin der Zukunft  2050.
 

Was in den vergangenen 100 Jahren möglich wurde. Und was 2040 möglich sein wird - Scrollen Sie sich von der Vergangenheit in die Zukunft!Zum Scrollytelling

 

Medizinische Fortschritte im 20. Jahrhundert

 

 


Für die zehnjährige Sophie sind die medizinischen Möglichkeiten im Jahr 1910 noch sehr begrenzt. Viele Familien erleben verheerende Krankheiten: Säuglinge sterben an Durchfall, Lungenleiden wie Tuberkulose oder Lungenentzündungen zählen zu den häufigsten Todesursachen. Rheuma zwingt in die Berufsunfähigkeit, Hämophilie heißt Lebensgefahr selbst bei kleinsten Schnittverletzungen. Auch einfache Wundverletzungen sind lebensbedrohlich, denn es gibt keine Antibiotika.

Doch das ändert sich. In den nächsten hundert Jahren macht die Medizin große Fortschritte: 

  • 1922 erhält der erste Mensch eine Behandlung von Diabetes Typ 1 durch Insulin.

  • 1928 wird Penicillin entdeckt und ab 1940 werden Antibiotika eingesetzt.

  • 1949 wird die Chemo-Therapie gegen Krebs zugelassen.

  • In den 1960er und 1980er Jahren werden Medikamente gegen zu hohen Blutdruck und cholesterinsenkende Arzneien erstmals eingesetzt.

  • Mitte der 1990-er Jahre werden HIV-Medikamente entwickelt.

  • Es gibt Impfungen gegen 30 Erkrankungen.

  • Pocken und die Kinderlähmung sind in Deutschland durch Impfungen eliminiert.

  • Die Kindersterblichkeit ist in den ersten fünf Lebensjahren von 160 pro tausend Geborene auf 3,1 zurückgegangen.

  • Hämophilie ist nicht mehr lebensbedrohlich, durch das Spritzen von Gerinnungsfaktoren.

  • Rheuma ist so behandelbar, dass viele Betroffene arbeiten und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

  • Krebsleiden wie Darmkrebs können durch Screenings rechtzeitig entdeckt und schwere Verläufe verhindert werden.

  • Die Lebenserwartung hat sich für Mädchen wie Sophie von 44 auf 83 Jahre nahezu verdoppelt.

Medizinischer Fortschritt im 21. Jahrhundert

 

Mit steigender Lebenserwartung im 20. und 21. Jahrhundert nehmen chronische Erkrankungen zu. In Sofies Zeit erkranken die meisten Menschen an nicht-übertragbaren Erkrankungen wie Typ2-Diabetes, chronischen Atemwegserkrankungen oder Krebs. Der Fortschritt in der Medizin setzt auch bei diesen Krankheiten an:
2003 verkünden Wissenschaftler erstmals, dass das menschliche Genom vollständig entschlüsselt ist
In den 2010ern gibt es erste Gentherapien und erste Therapien, die das Immunsystem befähigen, Krebs selbst zu bekämpfen.
2020 schafft es die mRNA-Technologie in Form der COVID-19-Impfstoffe zur Zulassung – eine Therapie, die auch gegen Krebs und andere Erkrankungen erforscht wird.

Medizin der Zukunft

Die medizinischen und technischen Möglichkeiten und das immer bessere Wissen über die Entstehung von Erkrankungen lassen schon heute eine neue Form der Medizin aufscheinen. Die Medizin wird personalisiert, prädiktiv und präventiv. Dadurch wird der Fokus auf der Vermeidung von Krankheiten liegen, anstatt auf der Behandlung. Die Medizin in der Zukunft wird individuell, hochtechnisch und hochdifferenziert sein. Für eine Sofie, die 2040 geboren wird, stehen die Chancen gut, dass viele Krankheiten schon in ihren allerersten Anfängen erkannt und frühzeitig behandelt werden können. 

Allerdings: Unser heutiges Gesundheitssystem passt noch nicht zu dem, was in der Zukunft möglich sein wird. Hier werden viele Anpassungen notwendig sein.