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19.05.2021

Frauenherzen verdienen mehr Aufmerksamkeit

Vorhofflimmern erhöht Schlaganfallgefahr – auch in der Pandemie

Berlin/München, 19. Mai 2021: Viel wurde in den vergangenen Wochen und Monaten über die besondere Belastung von Frauen in der Corona-Pandemie und die damit verbundenen gesundheitlichen Risiken gesprochen. Dies nimmt die Initiative „Herzstolpern – Achten Sie auf Ihren Rhythmus“ zum Anlass, um auf ein weithin unterschätztes Risiko aufmerksam zu machen, das in besonderem Maße Frauen betrifft: Vorhofflimmern (VHF), die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung.1 Unerkannt und unbehandelt erhöht VHF das Schlaganfallrisiko – bei Frauen noch stärker als bei Männern. In der Corona-Pandemie kann das noch deutlichere Auswirkungen haben, denn aus Angst vor Covid-19 scheuen sich viele Betroffene, sogar mit Symptomen eines Schlaganfalls, sofort ins Krankenhaus zu kommen.2 Diese unzureichende und verspätete medizinische Versorgung hat in den vergangenen Monaten zu einer erhöhten Sterblichkeit von Notfall-Patienten geführt, besonders bei Frauen über 80 Jahren.3

Laut einer Untersuchung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK starben in der ersten Lockdown-Phase vom 16. März bis zum 5. April 2020 mehr Frauen über 80 Jahren innerhalb von 30 Tagen nach einem Schlaganfall als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.3 Bei bestehenden weiteren Risikofaktoren wie einem höheren Alter (ab 65 Jahre), Bluthochdruck, Herzklappenfehlern, Herzschwäche oder Diabetes erleiden Frauen häufiger einen durch VHF verursachten Schlaganfall als Männer.1,4 Zudem verlaufen durch VHF bedingte Schlaganfälle bei Frauen schwerer und führen häufiger zu dauerhaften Einschränkungen.5 Je nach Ursache ist das Schlaganfallrisiko für Frauen mit VHF fast doppelt so hoch wie für Männer mit der gleichen Grunderkrankung.6 Deshalb ist es gerade für Frauen entscheidend, dass VHF möglichst früh erkannt und behandelt wird.7

Vorhofflimmern: Unterschiedliche Symptome bei Männern und Frauen

Oft ist VHF als Herzstolpern oder Herzrasen wahrzunehmen. Aber nicht immer macht es durch eindeutige Symptome auf sich aufmerksam, so dass die Erkrankung häufig nicht rechtzeitig erkannt wird. Bei Frauen ist das sogar noch öfter der Fall.8 Ein Grund dafür ist, dass Frauen bei VHF zum Teil unter anderen Begleitsymptomen leiden als Männer. Dazu gehören zum Beispiel chronische Erschöpfung (Fatigue) oder Schwächegefühl, was oft nicht mit einem VHF in Verbindung gebracht wird.8 Außerdem haben sie häufigere und längere VHF-Episoden als Männer.8 Frauen sollten deshalb regelmäßig ihren Puls messen und bei wiederholt auftretenden Unregelmäßigkeiten einen Arzt aufsuchen. Dieser kann den Verdacht auf VHF im Langzeit-EKG abklären und gegebenenfalls die passende Therapie initiieren.

Risiken kennen: Wissen schützt

Das Alter (ab 65 Jahren) gilt als Hauptrisikofaktor für Vorhofflimmern.1 Bluthochdruck, Herzklappenfehler, Herzschwäche oder Diabetes können die Entstehung von VHF begünstigen.1 Wer diese Risikofaktoren kennt, kann durch eine vorbeugende Behandlung viel zu seiner Herzgesundheit beitragen. Aber auch ein gesunder Lebensstil spielt eine wichtige Rolle: Zur Prävention von Vorhofflimmern und anderen Herzkreislauferkrankungen gehört der Verzicht auf Nikotin und übermäßigen Alkoholkonsum. Ebenso reduzieren eine gesunde Ernährung mit moderatem Sport das Risiko sowohl von Übergewicht und ungünstigen Blutfettwerten als auch von Vorhofflimmern. Starke körperliche Belastung, Stress und sehr intensiver Sport erhöhen hingegen das Risiko für VHF.1 Neben dem Wissen um die eigenen Risikofaktoren und einen gesunden Lebensstil gehören aber auch regelmäßige Arztbesuche zur Prävention dazu. Nur diese ermöglichen eine frühzeitige Diagnose und sind daher von großer Relevanz – auch in Zeiten von Corona.

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Über Vorhofflimmern

Allein in Deutschland leiden rund 1,8 Millionen Menschen an Vorhofflimmern. Diese Herzrhythmusstörung erhöht das Risiko, an einem Schlaganfall zu erkranken, um das Fünffache. Da VHF häufig nicht oder erst spät entdeckt wird, ist von einer hohen Dunkelziffer von Menschen mit Vorhofflimmern auszugehen. Oft wird ein VHF als „Herzstolpern“ oder „Herzrasen“ wahrgenommen, es kann aber auch gänzlich symptomlos oder mit unspezifischen Symptomen einhergehen. Regelmäßiges Pulsmessen kann erste Hinweise auf ein mögliches Vorhofflimmern liefern. Frühzeitig entdeckt ist diese Herzrhythmusstörung gut behandelbar.1

Über die Initiative Herzstolpern

Bereits im Jahr 2007 schlossen die forschenden Pharmaunternehmen Bristol Myers Squibb und Pfizer eine internationale Allianz, um die langjährige Erfahrung und Kompetenz beider Unternehmen auf dem Gebiet der Herzkreislauf-Erkrankungen zu bündeln. Neben der Erforschung und Entwicklung von modernen Medikamenten gehört es zum Selbstverständnis beider Unternehmen, sich als verantwortungsvoller Partner im Gesundheitswesen auch für eine optimale Versorgung der Patienten zu engagieren. 2018 wurde die Initiative „Herzstolpern - Achten Sie auf Ihren Rhythmus“ ins Leben gerufen. Diese möchte über die Herzrhythmusstörung Vorhofflimmern sowie ihre Risiken und Folgen informieren.

Über Bristol Myers Squibb

Bristol Myers Squibb ist ein weltweit tätiges BioPharma-Unternehmen, das sich die Erforschung, Entwicklung und den Einsatz innovativer Medikamente zur Aufgabe gemacht hat, die Patienten dabei helfen, schwere Erkrankungen zu überwinden. Weiterführende Informationen unter bms.com/de und Twitter.

Celgene und Juno Therapeutics sind hundertprozentige Tochtergesellschaften der Bristol Myers Squibb Company. In bestimmten Ländern außerhalb der USA werden Celgene und Juno Therapeutics aufgrund lokaler Gesetze als Celgene, ein Unternehmen von Bristol Myers Squibb, und Juno Therapeutics, ein Unternehmen von Bristol Myers Squibb, bezeichnet.

Über Pfizer – "Breakthroughs that change patients’ lives"

Damit Menschen Zugang zu Therapien erhalten, die ihr Leben verlängern und erheblich verbessern, setzen wir bei Pfizer auf Wissenschaft und nutzen unsere globalen Ressourcen. Unser Anspruch ist es, bei der Entdeckung, der Entwicklung und der Herstellung innovativer Medikamente und Impfstoffe Standards zu setzen – hinsichtlich ihrer Qualität, Sicherheit und des Nutzens für PatientInnen. Weltweit – über Industrie- und Schwellenländer hinweg – arbeiten KollegInnen bei Pfizer jeden Tag daran das Wohlbefinden, die Prävention, die Behandlungs- und Heilungschancen gegen die schwerwiegenden Erkrankungen unserer Zeit zu verbessern und voranzubringen. Aus unserer Verantwortung als eines der weltweit führenden innovativen biopharmazeutischen Unternehmen heraus arbeiten wir mit Leistungserbringern, Regierungen und lokalen Gemeinschaften zusammen, um weltweit den Zugang zu einer zuverlässigen und bezahlbaren Gesundheitsversorgung zu fördern und auszuweiten. Einen Unterschied für alle zu machen, die sich auf uns verlassen, daran arbeiten wir seit mehr als 170 Jahren.

Der Hauptsitz von Pfizer ist in New York. In Deutschland sind mehr als 2.500 MitarbeiterInnen an drei Standorten tätig: Berlin, Freiburg und Karlsruhe. Das Werk in Freiburg ist Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit und Industrie 4.0.

Mehr auf www.pfizer.de. Folgen Sie uns auf Twitter @pfizer_de.

Quellen

  1. Hindricks G, Potpara, T et al. 2020 ESC Guidelines for the diagnosis and management of atrial fibrillation. Eur Heart J 2020; 42: 373-498.doi:10.1093/eurheartj/ehaa612. Letzter Zugriff: 16.2.2021
  2. Richter D, Eyding J, Weber R, et al. Analysis of Nationwide Stroke Patient Care in Times of COVID-19 Pandemic in Germany. Stroke. 2021;52: 716-21. doi:10.1161/STROKEAHA.120.033160
  3. https://wido.de/publikationen-produkte/buchreihen/qualitaetsmonitor/2020/ Letzter Zugriff: 16.2.2021
  4. Nielsen PB, Skjoth F, Overvad TF, Larsen TB, Lip GYH. Female sex is a risk modifier rather than a risk factor for stroke in atrial fibrillation: should we use a CHA2DS2-VA score rather than CHA2DS2-VASc? Circulation 2018;137: 832-40.
  5. Lang C, Seyfang L, Ferrari J, et al. Do Women With Atrial Fibrillation Experience More Severe Strokes? Results From the Austrian Stroke Unit Registry. Stroke. 2017;48: 778-80. doi:10.1161/STROKEAHA.116.015900
  6. Persky RW, Turtzo LC, McCullough LD. Stroke in women: disparities and outcomes. Curr Cardiol Rep. 2010;12(1):6-13. doi:10.1007/s11886-009-0080-2
  7. Marzona I, Proietti M, Vannini T, et al. Sex-related differences in prevalence, treatment and outcomes in patients with atrial fibrillation. Intern Emerg Med. 2020;15(2): 231-40. doi:10.1007/s11739-019-02134-z
  8. Henry Ford Health System – LiveWell www.henryford.com/blog/2020/09/afib-in-women Letzter Zugriff: 16.2.2021

Kontakt und weitere Informationen:

Pfizer Deutschland GmbH
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