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17.03.2021

Richtig ist wichtig: Jetzt FSME-Impflücken schließen

Rekordzahlen bei der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

Berlin, 17. März 2021. Für das Jahr 2020 sind erstmals mehr als 700 FSME-Fälle übermittelt worden.1 Auf einer von Pfizer organisierten Pressekonferenz betonen Experten die Bedeutung der Impfung gegen FSME, die laut Robert Koch-Institut (RKI) den zuverlässigsten Schutz bietet.1 Denn das hauptsächlich durch Zecken übertragene FSME-Virus ist in Deutschland weit verbreitet und kann teils folgenschwere Krankheitsverläufe verursachen.2,3 Doch in der Vergangenheit haben viele Patienten entweder nicht alle notwendigen Impfdosen erhalten oder diese wurden nicht im richtigen Zeitintervall verabreicht.4 Die Schnellimmunisierung mit FSME-IMMUN ermöglicht jetzt noch einen ausreichenden Impfschutz für die aktuelle Zeckensaison.5,6

Laut Prof. Dr. Gerhard Dobler, Leiter des Nationalen Konsiliarlabors für FSME in München, könnten ökologische Rahmenbedingungen zu den hohen Fallzahlen im vergangenen Jahr beigetragen haben, etwa das erhöhte Zeckenaufkommen oder der hohe Anteil adulter Zecken an der Gesamtpopulation, da diese häufiger mit dem FSME-Virus infiziert sind als jüngere Stadien. Doch auch im veränderten Freizeitverhalten der Deutschen sieht der Zeckenexperte einen möglichen Faktor: „Durch die Maßnahmen zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie sind viele Freizeit-Aktivitäten weggefallen. Personen, die stattdessen viel Zeit im Freien verbracht haben, konnten dort leicht mit Zecken in Berührung kommen.“ Ob in diesem Jahr mit ähnlich hohen FSME-Fallzahlen zu rechnen ist, lässt sich laut Prof. Dr. Dobler schwer vorhersagen. Er betont jedoch: „Da die Pandemie uns aller Voraussicht nach noch eine Weile begleiten wird, könnten auch in diesem Jahr viele Menschen ihren Ausgleich vor allem in Parks, beim Spaziergang im Wald oder auch im eigenen Garten suchen und dort Opfer eines Zeckenstichs werden.“

Die Gefahr einer Infektion mit dem FSME-Virus besteht vor allem in den FSME-Risikogebieten, zu denen in Deutschland 169 Kreisregionen in Bayern, Baden-Württemberg, Süd- und Mittelhessen, Sachsen, Thüringen, im Saarland, in Rheinland-Pfalz, in Niedersachsen und in Sachsen-Anhalt zählen. Doch auch außerhalb der Risikogebiete traten in den vergangenen Jahren vereinzelte FSME-Fälle auf.1 In einer Studie, in der Blutproben von Füchsen untersucht wurden, konnten auch bei Tieren außerhalb der Risikogebiete Antikörper gegen das FSME-Virus nachgewiesen werden. Dies verdeutlicht, dass überall in Deutschland an die richtige Zeckenvorsorge gedacht werden sollte.7

Die Impfung ist der zuverlässigste Schutz gegen FSME

Das Auftragen von Repellents, das Tragen langer Kleidung und das Absuchen des Körpers nach Aufenthalten im Freien können Zecken auf Abstand halten. Kommt es dennoch zum Stich, so sollte die Zecke so umgehend entfernt werden, um einer Übertragung von Borrelien vorzubeugen. Vor einer Ansteckung mit dem FSME-Virus, das bereits zu Beginn des Saugaktes übertragen wird, bietet das schnelle Entfernen der Zecke jedoch wenig Schutz. Am zuverlässigsten kann einer FSME laut RKI mit der Impfung vorgebeugt werden.8 Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen FSME für alle Personen, die in FSME-Risikogebieten wohnen, arbeiten oder sich dort beispielsweise im Rahmen einer Reise aufhalten und dabei ein Risiko für Zeckenstiche haben.9 Für die Impfung können zum Beispiel die Impfstoffe FSME-IMMUN 0,25 ml Junior für Kinder und Jugendliche zwischen einem Jahr und 15 Jahren sowie FSME-IMMUN 0,5 ml Erwachsene für Personen ab einem Alter von 16 Jahren eingesetzt werden.5,6

Für die Grundimmunisierung werden drei Impfdosen verabreicht. Beim Standardschema werden die erste und zweite Teilimpfung im Abstand von ein bis drei Monaten und die dritte Teilimpfung nach weiteren fünf bis zwölf Monaten vorgenommen. Darüber hinaus existiert ein Schema zur Schnellimmunisierung, bei dem die zweite Impfung zwei Wochen nach der ersten Impfung verabreicht wird.5,6 14 Tage nach der zweiten Teilimpfung weisen über 89 Prozent der Erwachsenen einen ausreichenden Schutz für die aktuelle Zeckensaison auf. Auch bei der Schnellimmunisierung wird das Impfschema mit einer dritten Impfung nach weiteren fünf bis zwölf Monaten abgeschlossen. Der Impfschutz sollte zum ersten Mal nach drei Jahren aufgefrischt werden, danach jeweils im Abstand von fünf Jahren. Bei Personen ab 60 Jahren sollte jede weitere Auffrischung im Drei-Jahres-Intervall erfolgen.

Impflücken – jetzt richtig impfen

Eine aktuelle Analyse der Krankenkassen-Abrechnungsdaten zeigt, dass von den Personen, bei denen 2012 mit der Grundimmunisierung gegen FSME begonnen wurde, nur 67 Prozent im richtigen Zeitintervall die zweite Dosis erhalten haben. Nur 28 Prozent erhielten zum richtigen Zeitpunkt die dritte Dosis und nur bei sieben Prozent wurde im richtigen Zeitintervall die erste Auffrischung durchgeführt.4 Der richtige Abschluss der Grundimmunisierung und regelmäßige Auffrischimpfungen sind entscheidend, denn in der Vergangenheit sind die meisten FSME-Erkrankten entweder gar nicht oder nur unzureichend geimpft gewesen.8 Dr. Markus Frühwein, Facharzt für Allgemeinmedizin, Reisemedizin, Tropenmedizin und Ernährungsmedizin in München rät in seinem Vortrag unter anderem zu einem Recall-System: „Erinnerungen durch die Arztpraxis sind wichtig, damit Patienten die Impftermine nicht vergessen, denn während der aktuellen Pandemie-Situation ist für viele Menschen die FSME-Impfung nicht so präsent.“ Dr. Frühwein empfiehlt, jeden Patientenkontakt zu nutzen. „Fachübergreifendes Impfen macht es beispielsweise möglich, dass der Pädiater auch direkt die Eltern seiner Patienten impft.“ An diese Option sollte in diesem Jahr unbedingt gedacht werden, damit es bei ihnen nicht zu Verzögerungen kommt. Denn wenn Eltern sich bald gegen COVID-19 impfen lassen, dann sollen sie 14 Tage vor Beginn und nach Abschluss der COVID-19-Impfserie keine andere Impfung erhalten.10 Dadurch kann sich ein mehrwöchiges Intervall während der Zeckensaison ergeben, in dem auch keine FSME-Impfung verabreicht werden kann.

Über Pfizer – "Breakthroughs that change patients’ lives"

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Der Hauptsitz von Pfizer ist in New York. In Deutschland sind mehr als 2.500 MitarbeiterInnen an drei Standorten tätig: Berlin, Freiburg und Karlsruhe. Das Werk in Freiburg ist Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit und Industrie 4.0.

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Quellen

  1. Robert Koch-Institut (RKI): FSME: Risikogebiete in Deutschland (Stand: Januar 2021). Epid Bull 2021;9:3–20.
  2. Robert Koch-Institut: RKI-Ratgeber: Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), Stand: 05.02.2018. Online: http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_FSME.html (letzter Aufruf: 04.03.2021).
  3. Deutsche Gesellschaft für Neurologie: Leitlinien Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), Stand: 01.01.2020. Online: https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/030-035l_S1_Fruehsommer_Meningoenzephalitis_FSME_2020-02.pdf (letzter Zugriff: 03.02.2021).
  4. Schley K, Malerczyk C, Beier D, et al. Vaccination rate and adherence of tick-borne encephalitis vaccination in Germany. Vaccine 2021;39(5):830–8.
  5. Pfizer: Fachinformation FSME-IMMUN 0,5 ml Erwachsene, Stand: Januar 2020. Online: https://www.pfizer.de/sites/default/files/FI-7018.pdf.
  6. Pfizer: Fachinformation FSME-IMMUN 0,25 ml Junior, Stand: September 2018. Online: https://www.pfizer.de/sites/default/files/FI-4932.pdf.
  7. Haut M, Girl P, Oswald B, et al. The Red Fox (Vulpes vulpes) as Sentinel for Tick-Borne Encephalitis Virus in Endemic and Non-Endemic Areas. Microorganisms 2020;8(11):1817.
  8. Robert Koch-Institut (RKI): FSME: Risikogebiete in Deutschland (Stand: Januar 2020). Epid Bull 2020;8:3 – 19.
  9. Ständige Impfkommission: Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut 2020/2021. Epid Bull 2020;34:1–65 | DOI: 10.25646/7083.
  10. Vygen-Bonnet S, Koch J, Bogdan C, Harder T, Heininger U, Kling K, Littmann M, Meerpohl J, Meyer H, Mertens T, Schmid-Küpke N, Scholz S, Terhardt M, Treskova-Schwarzbach M, Überla K, van der Sande M, Wichmann O, Wicker S, Wiedermann U, Wild V, von Kries R. Beschluss und Wissenschaftliche Begründung der Ständigen Impfkommission (STIKO) für die COVID-19-Impfempfehlung. Epid Bull 2021;2:3 -63 | DOI 10.25646/7755.2.

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